Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1nicht mit Jean Ghiselain verwechselt werden, von dem schon 1513 bei Petrucci da Fossombrone in Venedig ein Buch Messen erschienen war.
3Dancla, Jean Charles, vortrefflicher französischer Violinvirtuose und Componist für dieses Instrument, geboren am 25. Decbr. 1818 zu Bagnères de Bigorre in den Pyrenäen, wandte sich schon früh mit grosser Vorliebe dem Violinspiele zu und konnte sich als zehnjähriger Knabe mit Beifall öffentlich hören lassen. Rode, der ihn damals mit Erstaunen kennen lernte, vermittelte D.'s Aufnahme in das Pariser Conservatorium, wo derselbe Guerin, später Baillot zu Violin- und Berton und Halévy zu Compositionslehrern erhielt. Vielfach durch Preise (auch vom Institut de France für Composition einer Cantate) ausgezeichnet, verliess er das Conservatorium, trat in zahlreichen Concerten selbstständig oder mitwirkend als Virtuose auf und wurde als erster Violinist, dann als Sologeiger in das Orchester der Grossen Oper gezogen. Beim Conservatorium wurde er zum Hülfslhrer und 1860 zum wirklichen Professor ernannt. Als Componist zeichnen ihn leichte, wenn auch nicht tiefe Erfindung, grosse Gewandtheit und eine angenehme, fliessende Schreibart aus; seicht ist seine Feder nur in den allzu zahlreichen, auf Bestellung der Verleger angefertigten Opernfantasien. Dagegen besitzen seine vielen für Schulzwecke gelieferten Arbeiten instruktiven Werth und haben sich als sehr brauchbar erwiesen. Seine übrigen Compositionen bestehen in Concerten, Duo's, Solo's, Variationen; auch Streichquartette und Claviertrios hat er geschrieben. — Seine beiden jüngeren Brüder, Arnaud und Leopold D., in Verein mit welchen Charles D. alljährlich in Paris sehr geschätzte und beliebte Kammermusikabende veranstaltete, sind ebenfalls als tüchtige auf dem Conservatorium gebildete Künstler zu erwähnen; der erstere war Violoncellist und ist 1862 in seinem Geburtsort Bagnères de Bigorre gestorben, der andere ist Violinist und Beide waren wie der älteste Bruder im kaiserl. Theaterorchester angestellt.
5Dandrien, Jean François, vortrefflicher französischer Componist und Orgelspieler, geboren 1684 zu Paris, gestorben am 16. Jan. 1740 ebendaselbst als Organist an den Kirchen St. Mery und St. Barthélémy. Seine Clavier- und Orgelwerke waren von den Zeitgenossen sehr geschätzt, ebenso seine Sonaten für Streichtrio und eine Reihe von Noëls etc. Besonders bekannt wurde ein von ihm verfasster »Traité de l'accompagnement de Piano« (Paris, 1719), der noch zweimal, 1727 und 1777, neue Auflagen erlebte.
7Dankers, Ghislain, s. Danckers.
9Daniel. Zwei ältere Componisten, von denen sonst nichts weiter bekannt ist, werden erwähnt, der ältere als ziemlich bedeutender französischer Tonkünstler vom »Mercure galant« Decbr. 1678 p. 65, der andere in Rellstab's Musikverzeichniss von 1786 mit drei Sonaten für Clavier und Violine op. 1, die in Amsterdam erschienen sind.
11Daniel, Johann, ein im Anfange des 17. Jahrhunderts wirkender deutscher Lautenist hat für sein Instrument einige Stücke herausgegeben unter dem Titel: »Thesaurus Gratiarum« (Hanau, 1625, 2 Theile). Vgl. Draudii Bibl. Class. germ.
13Daniel, Salvador, ein talentvoller französischer Tonkünstler, geboren 1831 in Paris, wurde anfangs von seinem Vater, einem Musiklehrer, auf der Violine unterrichtet und später auf dem Conservatorium allseitig musikalisch ausgebildet. Um 1858 begab er sich nach Algier, wo er Dirigent des französischen Gesangvereins wurde und sich mit grossem Eifer mit der orientalischen Musik, besonders mit der der Araber beschäftigte, unzählige orientalische Melodien aufzeichnete und durch Bearbeitung dem abendländischen Musikgeschmack zugänglich machte. Die Resultate dieser Bemühungen hat er in eine Brochüre, betitelt: »La musique des Arabes« (Algier, 1863), sowie in einige Musikalbuns niedergelegt. Im J. 1866 kehrte er in seine Vaterstadt zurück und wurde als Musikdirektor einer Kapelle engagirt, welche in dem vom Prinzen Napoleon an Speculanten verkauften pompejanischen Palast Abendconcerte, hauptsächlich untermischt mit den von D. gesetzten arabischen Musikstücken, veranstalten sollte. Aus Mangel an Theilnahme ging

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