Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1Antonio Bagatella's 1782 von der Akademie zu Padua gekrönte Preisschrift, die auf Kosten derselben 1786 gedruckt wurde, »Regole per la costruzione de' Violini, Viole, Violoncelli e Violoni bassi«, welche Schrift auch in deutscher Sprache unter dem Titel: »Ueber den Bau der Violinen, Bratschen u. s. w.« übersetzt von J. O. H. Schramm (Leipzig, 1806) erschienen ist. Selbst als die Wissenschaft Modificationen der gangbaren Formen der B. als besser zu empfehlen sich erlaubte, haben es diese Empfehlungen doch nicht vermocht, eine Aenderung der empirisch entdeckten Instrumentarten dieser Gattung zu bewerkstelligen. Wir erwähnen nur beispielsweise jenes von Berlioz construirten und von Guillaume zu Paris gebauten Riesenbasses, von dem man Wunderdinge erwartete, und die von Savart empfohlenen eisernen Violinen in Trapezform; alle diese neueren B. kamen eigentlich nie in Gebrauch, sondern haben nur auf grossen Kunstaustellungen brillirt. — Was die Akustik über die ganze Tonerregung durch B. zu enthüllen vermocht hat, ist bisher zwar fast gar nicht auf den Bau derselben von Einfluss gewesen, doch zur klareren Erkenntniss dessen, weshalb die Tonzeugung der Instrumente dieser Art in der abendländischen Musik gerade sich der weitesten Ausbildung erfreuen musste, unentbehrlich. Die Producte dieser Tonwerkzeuge entstehen durch eine Gesammtwirkung der steten Tonerregung, welche vom Empfinden des Spielers in jedem Momente abhängig erhalten werden kann, der Schwingung der Saiten und der Multiplication des erregten Tones vermittelst Resonanz. Die stete Tonerregung wird bei dieser Instrumentgattung in ganz eigener Art ausgeführt. Die geringste seitliche Bewegung eines Saitentheiles in der Nähe eines der Saitenenden bewirkt eine wellenförmige Fortpflanzung gleicher Abweichungen der einzelnen Saitentheile aus ihrer Ruhelage längs der ganzen Ausdehnung der Saite, die in ihrer seitlichen grössten Abweichung von der Stärke der dies bewirkenden Kraft abhängig ist. Die geometrische Grösse der Abweichung (l'Amplitude) bedingt die Intensität, wie die Zahl der Schwingungen die Höhe des Tones bestimmt. Der Bogen (s. d.), oder vielmehr ein Theil desselben, die Pferdehaare, bewirkt nun solche seitliche Bewegung eines Saitentheiles in der bisher bekannt bestmöglichen Art. Die mit Colophonium bestrichenen Pferdehaare, welche in gleich inniger Weise bei gleicher Spannung einer Saite auf derselben haften, und deren rechtwinklige Fortbewegung über die Saite weg, die so geführt wird, dass sie stets mit derselben in Berührung bleiben, bedingen eine gleichartige Seitenbewegung derselben, welche durch den Wechsel und die Grösse der Kraft moderirt wird, die die Pferdehaare auf die Saite äussern. Sobald nun die Abweichung des betreffenden Saitentheiles, so weit es das Haftmittel, der Pferdehaardruck und die materielle Beschaffenheit der Saite selbst gestatten, ihre Höhe erreicht hat, reisst sich die Saite von den Pferdehaaren los und eilt ihrer Ruhelage zu. Die stete Berührung des Bogens mit der Saite erlaubt dem Musicirenden nach seinem Wollen diesen Bewegungsprocess nicht allein zu wiederholen, sondern auch ihn in einer Art auszuführen, dass die Wirkungen desselben sich fast jeder Beschreibung entziehen. Diese Wirkungen, die zarten Uebergänge, in welchen eine gute Bogenführung den Ton durch alle Stufen der Stärke hindurch zu leiten vermag, der stete Zufluss neu erregender Kraft, welcher der Saite durch den Bogen geboten wird, sind es, welche den B.n einen so entschiedenen Vorrang in Ausdruck und Tonfülle vor den Saiteninstrumenten des Alterthums verliehen haben. Es ist unbestreitbar, dass mit Vervollkommnung der B. zu Anfang des 17. Jahrhunderts eine neue Aera der Instrumentalmusik begonnen hat, welche selbst nicht ohne mannigfache Rückwirkung auf die Entwicklung der Musik selbst geblieben ist, und dass diese in der eigenen steten Tonerregung der B. wohl seinen Hauptgrund hat. Der zweite Factor der Tonerregung dieser Instrumentegattung: die Schwingungen der Saiten sind in dem Artikel Akustik in so eingehender Weise beleuchtet worden, dass hier jede weitere Besprechung desselben wegleiben mag. Wenn nun, was den dritten Theil der die Tonzeugung dieser Instrumentgattung bewirkenden Gesammtwirkung betrifft, zwar auch die Resonanz in demselben Artikel eingehend erörtert worden ist, so lassen doch manche Eigenheiten dieser Naturkraft, die sich gerade bei den B.n bemerkbar machen, hier einige Bemerkungen über dieselbe wünschenswerth erscheinen. Die Quantität der Bewegung, die eine Saite der Luft

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