Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1zu Reisenmarkt in Unterösterreich geboren, wo sein Vater Schullehrer war und den Sohn bis zu seinem 10. Lebensjahre in den wissenschaftlichen und musikalischen Elementen unterrichtete. Hierauf kam B. als Sängerknabe in die Abtei Heiligenkreuz und fünf Jahre später als Gymnasiast nach Wiener-Neustadt, wo er bis 1815 verblieb. Seine Sopranstimme hatte sich während dieses Studienaufenthaltes in einen vollen, schönen Bass umgewandelt, und als er nun nach Wien ging, wurde er dem Choristenpersonal der kaiserl. Oper zugeteilt. Unablässig bestrebt, sein Organ zu vervollkommnen, nahm er sich die besten der in Wien anwesenden italienischen Sänger zum Muster und zwar mit so grossem Erfolge, dass er 1822 als erster Bassist an der Oper zu Pesth engagirt werden konnte und ein Liebling des opernbesuchenden Publicums wurde. Im J. 1826 trat er in gleicher Eigenschaft an das Kärnthnerthor-Theater zu Wien und wurde drei Jahre später, nach Weinmüller's Tode, zugleich Sänger der k. k. Hofkapelle. Doch schon 1832 vertauschte er das Hofopern- mit dem Josephstädter Theater, wo ihm eine reichere Besoldung und ein grösserer Wir- kungskreis zu Theil wurde.
3Bortniansky, Dimitri, s. Bartňanský.
5Bortolazzi, Bartolomeo, in Venedig 1773 geboren, lebte von 1803 bis 1805 in Deutschland, und galt daselbst allgemein als der grösste Guitarre- und Mandolinspieler seiner Zeit. Von demselben findet man noch: »Six variat. sur l'air: Nel cor più etc. p. la Mandoline ou Violon, av. la Guitarre« Op. 8 (Leipzig, 1804); ferner »Anweisung, die Mandoline von selbst zu erlernen, nebst einigen Uebungsstücken« (Leipzig, 1804, Breitkopf und Härtel); »Sonate p. Guit. e Pf.« (Leipzig, bei Kühnel) und andere Stücke, auch Lieder.
7Borzaga, Egyd, Violoncellvirtuose, geboren den 1. Sept. 1802 in Prag, lernte frühzeitig die Violine spielen. Während seiner philosophischen und juridischen Studien in Prag wandte er sich zum Violoncello, auf dem er sich mit dem grössten Eifer übte. Nach Beendigung seiner Studien begab er sich nach Pesth, wo er die Stelle eines Solocellisten beim Theaterorchester annahm und einige Zeit bekleidete. Nachher trat er bei einem ungarischen Edelmann als Musiklehrer in Dienste und hatte dort die Zeit und Gelegenheit, sich auf seinem Instrumente zu vervollkommnen. Im J. 1834 kam er nach Wien, liess sich in öffentlichen Konzerten mit grossem Beifall hören und übernahm bei den Quartettsoiréen Professor Böhm's die Cellopartien, die er auch meisterhaft durchführte. Im J. 1835 wurde er zum Mitglied der k. k. Hofkapelle und später des Hofopernorchesters in Wien ernannt. In Folge seiner wissenschaftlichen Bildung und Kenntniss der Sprachen erhielt er im J. 1848 die Secretärstelle bei der Hofoperndirection. Als H. Vieuxtemps in den Jahren 1853 und 1854 Quartettsoiréen in Wien veranstaltete, wählte er B. und noch zwei Böhmen, Dobíhal und Král, zu seinen Partnern. B. starb am 15. Nov. 1858. Sein Spiel war elegant, tief durchdacht und voller intelligenter Feinheiten.
9Borzio, Carlo, zu Ende des 17. Jahrhunderts Kirchen-Kapellmeister zu Lodi, hat zahlreiche, zu damaliger Zeit sehr geschätzte Kirchenwerke componirt. Aber auch Opern verdanken ihm ihren Ursprung und namentlich wird auf diesem Gebiete sein »Narcisso« rühmlich genannt, der 1676 in Venedig und 1684 in Bologna aufgeführt wurde.
11Bos, Jean Baptiste de, geboren 1670 zu Beauvais, gestorben den 23. März 1742 zu Paris als Secretär der dortigen Akademie. In dem 3. Bande seines umfangreichen und gelehrten Werkes »Reflexions critiques« befindet sich eine wichtige Abhandlung über die theatralischen Vorstellungen der alten Griechen und Römer.
13Bos, Lambertus, geboren 1670 in Friesland, gestorben den 3. Januar 1717 als Professor der griechischen Sprache zu Franecker, hinterliess: »Antiquitatum graecarum praecipue atticarum descriptio brevis« (Franecker, 1714), worin auch Einiges aus der Musikgeschichte der Griechen vorkommt.
15Bosch, Apollonius, hiess ein niederländischer Orgelbauer des 17. Jahrhunderts, von dem bekannt ist, dass er 1679 zu Briel die Orgel in der dortigen grossen Kirche mit 18 klingenden Stimmen, 3 Manualen und Pedal fertigte (s. »Hess, Disposit. der Org.«).

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