Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1pellmeisters Kunzen in Kopenhagen, war eine zu Ausgang des 18. Jahrhunderts sehr geschätzte Sängerin am Hoftheater zu Ludwigslust. — 3) Anna B., geboren am 22. October 1762 zu Kassel, eine vorzügliche Klavier- und Mandolinenspielerin, wurde 1796 Kammerdame der Herzogin von Sachsen-Gotha und verheirathete sich später mit dem Hofrath Hamberger. — 4) Moritz B., geboren am 1. Mai 1765 zu Kassel, war ein trefflicher Fagottist, zuerst in der Kapelle des Bischofs von Würzburg und dann in der Kapelle zu Ludwigslust angestellt. Seine Tochter Kathinka B., am 24. März 1799 geboren, war eine vorzügliche Bühnensängerin und trat mit grösster Auszeichnung 1815 in Hannover, 1817 in Hamburg, 1821 in Kopenhagen, 1822 in Kassel und 1823 in Berlin auf. Im J. 1825 folgte sie zugleich mit ihrem Gatten (ihrem Vetter Wilhelm B., s. oben) einem Rufe an das grossherzogl. Theater in Ludwigslust, wo sie am 8. Juni 1832 als Hofsängerin starb. — 5) Daniel Johann B., geboren am 24. Juli 1767 in Kassel, war ein vorzüglicher Violoncellist und als solcher ein Schüler des älteren Duport in Potsdam, zu dem er sich 1787 begeben hatte. Noch in demselben Jahre wurde er als Kammermusicus in die königliche Kapelle in Berlin berufen und gewann die Gunst des selbst Violoncell übenden Königs Friedrich Wilhelm II. in dem Maasse, dass er denselben 1793 in den Rheinfeldzug und ebenso ein Jahr später nach Polen begleiten musste, um bei den Conzerten im Hauptquartiere mitzuwirken. Diese Reisen legten in ihn den Keim zur Gicht, die immer mehr zunahm, so dass er sich 1824 pensioniren lassen musste. Er starb am 16. Juni 1832 in Berlin. Seine Gattin, Katharina B., geborene Brouwer, aus dem Haag gebürtig, wo sie am 7. März 1778 geboren, war eine sehr gute Sängerin. Mit ihrem Gesanglehrer, dem Kapellmeister Graaf, war sie 1796 nach Berlin gekommen, wo sie Schülerin des königlichen Sängers Hurcka wurde. Am 24. Februar 1798 verheirathete sie sich mit dem eben erwähnten Kammermusicus Daniel B. und liess sich häufig als Conzertsängerin in Berlin hören. Sie machte auch viele Kunstreisen durch Deutschland und soll nach Gerber ein wundervolles Organ und den ungewöhnlichen Stimmumfang von 3 1/2 Octaven, nämlich vom kleinen f bis zum viergestrichenen c besessen haben. Sie starb im Haag im J. 1855.
3Braun, Joseph, geboren 1787 zu Regensburg, Virtuose auf Violoncell und Pianoforte und eine Zeit lang auch Operndirector. In letzterer Eigenschaft ging er in Begleitung seiner Gattin, die eine gute Sängerin war, im J. 1826 nach Philadelphia. Sein Unternehmen war aber nicht vom Glücke begünstigt, da sich die Amerikaner damals noch nicht empfänglich für musikalisch-dramatische Genüsse zeigten. Die Folge davon war, dass B. 1828 fallirte und sich genöthigt sah, als Conzertunternehmer und Conzertgeber die Hauptstädte Amerikas zu bereisen. Seit 1830 war er wieder in Deutschland, wo er sich auch als Componist nicht unvorteilhaft bekannt machte. Er hat Lieder, Klavier- und Violoncellstücke, auch grösse Instrumentalwerke, sowie die Opern »Der Kosak« und »Der Freiwillige« geschrieben. Joviale, offene Laune zeichnete wie seine Compositionen so auch seinen Charakter vortheilhaft aus.
5Braun, Johann Georg, Kirchencomponist, geboren in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Böhmen, war um 1660 Chordirector an der St. Nikolaikirche in Eger und gab daselbst unter dem Titel »Echo hymnodiae coelestis« (Eger, 1664 und 1675) ein Liederbuch für den kirchlichen Gebrauch heraus. Ausserdem veröffentlichte er »Odae sacrae« für eine und zwei Stimmen mit Begleitung von ein oder zwei Violinen (Innsbruck, 1668). — Ein anderer Johann Georg B. war um 1680 Cantor an der lutherischen Kirche zu Hanau und veröffentlichte eine »Kurze Anleitung zur edlen Musikkunst« (Hanau, 1681) und »Cithara Davidico-evangelica, oder Davidisch-evangelische Harpfen u. s. w.« (Giessen, 1683), eine von ihm gedichtete und componirte Psalmlieder-Sammlung.
7Braun, Karl Wilhelm Ferdinand, tüchtiger Violinist und guter Sänger und Componist, wurde um 1812 in Berlin geboren und 1835 als Kammermusicus in die königliche Kapelle gezogen. Ein Jahr später trat er, da er mit einer schönen, wohlklingenden Stimme begabt war, auch in die Berliner Singakademie, in deren Aufführungen er sich häufig als Solosänger hervorthat. Gleichzeitig begann er theoretische Studien, indem er neben der Ausübung seines amtlichen Dienstes Zeit erübrigte, um

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