Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1Biroldi, Eugenio, ein als geschickt weithin gerühmter Orgelbauer des 18. Jahrhunderts, von dem viele Orgeln Oberitaliens theils gebaut, theils reparirt worden sind. Er war am 16. Novbr. 1756 in der Lombardie geboren. one of two readings
2Biroldi, Eugenio, ein als geschickt weithin gerühmter Orgelbauer des 18. Jahrhunderts, von dem viele Orgeln Oberitaliens theils gebaut, theils reparirt worden sind. Er war am 16. Novbr. 1756 in der Lombardei geboren. one of two readings
4Biron, Lord, mehr Dilettant als Musiker, welcher zu Ende des 18. Jahrhunderts in England lebte und »Lessons for the Harpsichord« herausgegeben hat.
6Bis (latein.), zweimal, wird in Partituren oder Stimmen als Abkürzung über eine solche kurze Melodiestelle gesetzt, welche zweimal unmittelbar nach einander ausgeführt werden soll. Gewöhnlich pflegt man, grösserer Deutlichkeit wegen, die betreffenden Stellen noch durch Wiederholungszeichen einzuschliessen oder durch eine darüber angebrachte Klammer abzugrenzen. S. Abkürzungen, Wiederholungszeichen.
8Bisch, ein sonst unbekannter Musiker, wahrscheinlich Militairmusiker in Paris, hat daselbst 1794 folgende Compositionen herausgegeben: »Air de l'ordonnance militaire de France, pour tous les instruments à vent«; »Premier et second recueil de marches et pas redoublés«.
10Bischoff ist der Name einer aus Nürnberg stammenden rühmlichst bekannten Familie von praktischen Musikern, bestehend aus fünf Brüdern, deren Vater Stadt- trompeter und geschickter Mechaniker war, in welcher letzteren Kunst sich auch seine Söhne wohl bewandert zeigten. Der älteste, Johann Georg B., geboren 1733 in Nürnberg, war der Amtsnachfolger seines Vaters als Stadt- und Rathstrompeter, nahm 1758 eine Anstellung als Kammerviolist in Sondershausen an, kehrte aber schon 1760 in seine Geburtsstadt zurück. Er war auch als Paukenschläger bekannt und wusste auf vier Pauken die überraschendsten Combinationen zusammenzubringen. — Der zweite Sohn, ebenfalls Johann Georg B. geheissen, geboren zu Nürnberg 1735, war ein trefflicher und bewunderter Trompeter, aber auch Violoncellist. Unter seinem Namen ist auch Einiges im Druck erschienen. — Der dritte der Brüder, Johann Friedrich B., war zwar Kupferstecher, galt aber zugleich als einer der vorzüglichsten Paukenschläger seiner Zeit. — Johann Karl B., der vierte Bruder, geboren 1747 in Nürnberg, war Violoncellist der fürstlichen Kapelle in Dessau und ist der Erfinder eines Instrumentes, von ihm Harmonicello genannt, und in einem Conzerte in Hamburg 1797 öffentlich von ihm vorgeführt, das einem gewöhnlichen Violoncell ähnelt, aber mit fünf Darmsaiten bespannt ist, unterhalb deren sich noch zehn Drahtsaiten befinden, die harmonisch gestimmt sind und auf einem besonderen Griffbrette auch allein gespielt werden können. Eine genaue Beschreibung dieses Instrumentes befindet sich auf S. 366 der »Leipz. allgem. musikal. Ztg.«, Jahrg. 1801. Joh. Karl B. ist auch der Vater des später als Musikkritiker so bekannt gewordenen Ludwig B. in Köln (s. d.). — Der fünfte dieser Brüder hiess eigenthümlicher Weise ganz eben so, wie der dritte, nämlich Johann Friedrich B. Er war 1748 in Nürnberg geboren und als Paukenschläger beim Hofgarderegiment zu Ansbach angestellt. Er wurde zu seiner Zeit allgemein bewundert, da er auf 17 abgestimmten Pauken Conzerte gab.
12Bischoff, Georg Friedrich, der verdienstvolle Gründer der deutschen Musikfeste, wurde am 21. Septbr. 1780 zu Ellrich, einem Städtchen im Harz, geboren. Sein Vater, der in jenem Orte Schullehrer und Organist war, unterrichtete ihn in den Elementen der Musik; weitere Ausbildung fand B. seit 1794 beim Conzertmeister Willing in Nordhausen, in welcher Stadt er zugleich das Gymnasium besuchte. Im J. 1800 und 1801 studirte er Theologie in Jena und Leipzig und ertheilte Musikunterricht. Nach vollendeten Studien fungirte er eine kurze Zeit hindurch als Hauslehrer und wurde hierauf als Cantor und Lehrer an das Lyceum zu Frankenhausen berufen. In letzterer Stadt war es, wo er, für eine neue, grossartige Idee begeistert, nach unsäglichen Mühen und Opfern an Geld und Zeit am 20. und 21. Juni 1804 das erste deutsche Musikfest zu Stande brachte, bei dem Spohr dirigirte, Beethoven's erste Sinfonie und Haydn's »Schöpfung« zur Aufführung kamen, Dotzauer, Hermstädt, Matthäi und Spohr sich hören liessen und die Damen Methfessel, Schindler und Stromeier die Haupt-Solopartien sangen. Nun folgten in kleineren und grösseren Zeiträumen Musikfeste über Musikfeste, an denen B. stets den thätigsten Anteil

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