Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 253

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1nahm 1780 eine Kunst- und Studienreise nach Italien und starb 1823 als Musiklehrer in Edinburg.
3Butra heisst ein Unterintervall der indischen Tonleiter, welches zwischen den sa und ri genannten Haupttönen liegt und im Klange fast unserem a gleich ist. —.
5Buttmann, Philipp, der berühmte Verfasser einer griechischen Grammatik, geboren am 7. Decbr. 1764 zu Frankfurt a. M. und gestorben am 21. Juni 1829 als Professor und königl. Bibliothekar zu Berlin, veröffentlichte u. A. einen »Beitrag zur Erläuterung der Wasserorgel und der Feuerspritze des Hero und Vitruv, vorgelesen am 22. Novbr. 1810 und 5. Septbr. 1811«, eine Schrift, welche man in den Abhandlungen der philosophischen Classe der Akademie der Wissenschaften (Berlin, 1804 bis 1811, S. 131 bis 176) abgedruckt findet.
7Buttstedt, Johann Heinrich, Stammvater mehrerer hervorragender Organisten, war am 25. April 1666 zu Bindersleben bei Erfurt geboren. Er war Schullehrer und Organist und in der musikalischen Composition, wie im Klavierspielen, da der berühmte Johann Pachelbel ihn unterrichtet hatte, wohl bewandert. Seine erste Anstellung als Organist fand er 1684 an der Reglerkirche zu Erfurt, welche wahrscheinlich mit einer Lehrerstelle verbunden war. Als er 1687 eine bessere Stellung als sechster College an der Kaufmannsschule ebenda erhielt, musste er auch den Organistendienst an der gleichnamigen Kirche übernehmen; beide Aemter verwaltete er bis 1691. Seine bisher bewährte Thätigkeit verschaffte ihm sodann die am besten dotirte Organistenstelle Erfurts, an der Predigerkirche, in welcher Stellung er am 1. Decbr. 1727 starb. Trotz seiner angestrengten Berufstätigkeiten hat B. dennoch mehrere gedruckte musikalische Werke herausgegeben, die von seinem ernsten Streben Zeugniss geben. Die bekannten derselben sind: »Allein Gott in der Höh' sei Ehr', von zwei Variationen, nebst dem schlichten Choral für's Klavier« (Erfurt, 1705); »Wo Gott zum Haus nicht gibt seine Gunst, von drei Variationen für's Klavier« (ebenda, 1706); »Musikalische Kunst- und Vorrathskammer« (ebenda, 1713); »Ut, re, mi, fa, sol, la, tota Musica et Harmonia aeterna, oder neueröffnetes, altes, wahres, einziges und ewiges Fundamentum musices, entgegengesetzt dem neu-eröffneten Orchestre u. s. w.« (Erfurt, 1717), von Mattheson durch die Streitschrift »Das beschützte Orchester« beantwortet; »Zeuch mich dir nach, so lauffen wir etc., ein deutsches Kirchenstück, a 4 voci, 1 Viol., 2 Viole, Vollo. e Contin.« (Erfurt, 1719) und »Vier Missen« (Erfurt, 1720). Als Manuscripte findet man noch in Privatsammlungen verschiedene andere Compositionen, von denen aber nur mehrere figurirte Choräle, vier Fugen und eine Chiaconne mit zwanzig Veränderungen bekannt sind. B. hinterliess, so viel bekannt, drei Söhne, die alle wahrscheinlich denselben Beruf im Leben erwählt haben. Die Lebensschicksale derselben sind unbekannt, nur von einem, dem Vater des nachfolgenden B., weiss man, dass er Organist am Stifte M. V. zu Erfurt war, aber schon früh verstarb. — Dieser hinterliess einen Sohn, Franz Vollrath B., der 1735 in Erfurt geboren war. Derselbe hatte sehr bedeutende musikalische Anlagen, die zwar schon früh von seinem Vater gepflegt wurden, doch des frühen Todes desselben halber von den Brüdern des Vaters erst weiter ausgebildet werden konnten. Schon im 14. Jahre war B. ein fertiger Klavier- und Violinvirtuose, der auch in der Composition so bewandert war, dass er mehrere Kirchensachen setzte, die sich allgemeiner Anerkennung erfreuten. Seine fernere musikalische Ausbildung, sogar sein so berühmt gewordenes Orgelspiel, verdankt er lediglich seinem Selbststudium. Nachdem er ums Jahr 1756 einige Reisen durch Deutschland mit grossem Erfolg gemacht hatte, ward er 1760 Organist zu Weikersheim im Fürstenthum Hohenlohe. Von hier erhielt er 1780 einen Ruf als Musikdirector und Organist nach Rothenburg ob der Tauber, wo er erst im J. 1814 starb. Nach den von ihm bekannten gedruckten Klavier- und Violin-Compositionen zu urtheilen, war sein Styl ein seiner Zeit entsprechender, leicht fliessender, der auch in gewisser Beziehung wohl brillant genannt werden kann. Unter den ungedruckten Arbeiten B.'s rühmt man besonders zwei Oratorien. Schliesslich ist noch zu bemerken, dass B. 1787 eine verbesserte Ausgabe des Rothenburgischen Choralbuches herausgab, in dem 26 neue von ihm selbst gesetzte Melodien eine Stelle fanden.

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