Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 287

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

22 lines. Read by computer on 16 September 2026. Printed page 281. See the scan on archive.org.

1aber seitdem noch viele neue Ausgaben und Uebersetzungen in fremde Sprachen. Musikalisch werthvoll sind die eingefügten gelehrten Abhandlungen über die Musik und die Instrumente der alten Hebräer. Das Leben C.'s beschrieb der Neffe desselben, Fanché (Paris, 1763).
3Calmus, Martin, ein ausgezeichneter Violoncellvirtuose, wurde 1749 zu Zwei-brücken geboren, bildete sich auf seinem Instrumente praktisch wie theoretisch in seiner Vaterstadt, später in Mannheim aus und war im J. 1797 im Orchester des Theaters zu Altona angestellt. Nachdem er eine grössere Kunstreise durch Nord-deutschland begonnen hatte, liess er sich in Dresden 1800 für die Hofkapelle als erster Violoncellist engagieren und starb in dieser Stellung am 13. Jan. 1809. Mehrere seiner Compositionen für Violoncell sind im Druck erschienen. C. war auch auf der Violine, die er merkwürdiger Weise gleich dem Violoncell zwischen die Kniee fasste, wenn er spielen wollte, ein Meister.
5Calore (ital.), Wärme, als Vortragsbezeichnung in Verbindung mit der Präposition con; daher con c. mit Wärme, mit innigem Ausdruck.
7Calori, Luigia, berühmte italienische Sängerin aus Mailand, wo sie 1732 geboren war. Seit 1749 gehörte sie zu den gefeiertsten Bühnenkünstlerinnen Italiens, seit 1755, wo sie nach London gegangen war, zu denen Europas. Im J. 1770 war sie an der Italienischen Oper in Dresden als erste Sängerin angestellt, kehrte aber 1774 mit unverminderten Stimmmitteln in ihr Vaterland zurück, wo sie mit ausserordentlichen Erfolge noch bis 1783 auf mehreren Bühnen sang. Wenige Jahre nach ihrem Weggang vom Theater soll sie in Italien gestorben sein. Ihre Stimme wird als ausserordentlich schön und umfangreich, ihre Kehlfertigkeit als eminent und ihre musikalische Bildung als vortrefflich gerühmt.
9Calov, Abraham, latinisirt Calovius, ein gelehrter Theologe und zelotischer Kämpfer für den Buchstaben des Lutherthums, wurde am 16. April 1612 zu Mohrungen in Preussen geboren und starb am 25. Febr. 1686 als Professor und General-Superintendent zu Wittenberg. In seiner »Encyclopaedia« (Lübeck, 1651) handelt er u. A. auch von Musik.
11Calvez, Gabriel, ein spanischer Tonkünstler, lebte um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Rom, wo er als Sänger an der Kirche Santa Maria Maggiore angestellt war. Die Melodie von einer seiner im J. 1540 herausgegebenen Motetten hat Palestrina in seiner Messe »Emendemus« als Thema benutzt.
13Calvi, Giovanni Battista, ein kunstgeübter Musikliebhaber, der zu Rom in der Mitte des 18. Jahrhunderts geboren war und sich mit Glück auch im grossen Style versuchte. So brachte er von seinen Werken u. A. die Ballets »Castore e Polluce« und »Le donne malaccorte«, die tragische Oper »Ezio« und das Oratorium »Il Giuseppe riconosciuto« zur Aufführung.
15Calvi, Girolamo, Musiklehrer in Bergamo, hat pseudonym unter dem Namen B. Montanello ein Buch »Intorno allo scrivere la musica etc.« (Mailand, 1843) veröffentlicht.
17Calvi, Lorenzo, Vorsänger des Chors an der Haupt- und Kathedralkirche zu Pavia, in welcher Stellung er sich in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts befand, hat vier Sammlungen seiner Motetten zu zwei, drei und vier Stimmen, so wie ein »Rosarium litaniarum beatae virginis Mariae« (Venedig, 1626) herausgegeben.
19Calvière, Guillaume Antoine, französischer Kirchenkomponist und Meister auf der Orgel, geboren 1695 zu Paris und gestorben zu Versailles am 18. April 1755 als Organist Ludwig's XV., welches Amt er seit 1738 inne hatte. Sein Orgelspiel soll bewundernswerth und seine Compositionen für die Orgel, von ihm vorgetragen, von mächtiger Wirkung gewesen sein. Alle diese Werke, so wie Motetten und andere Kirchenstücke von ihm sind jedoch Manuscript geblieben.
21Calvisius, Sethus, gleich ausgezeichnet und berühmt als Tonkünstler wie als Chronolog, war der Sohn eines armen Tagelöhners, Jacob Kallwitz, zu Gorschleben in Thüringen und wurde geboren am 21. Febr. 1556. Er besuchte zuerst die Schule zu Frankenhausen, musste aber nach drei Jahren dieselbe wieder verlassen, da die Armuth seiner Eltern mit der Unterstützung im Rückstande blieb. Da gelang

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.