Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1schäftliche Fähigkeiten wurde Ludwig XV. bewogen, ihn zum Ritter des St. Michel-Ordens zu ernennen, B. in den Adelstand zu erheben und zum Kapellmeister seiner Kammermusik zu machen. Mit diesen hohen Würden belehnt und seinem Berufe in Eifer folgend, lebte er zu Versailles bis zum 14. Febr. 1760, von Allen, die ihm nahekamen, geliebt und geehrt. Bis ins Alter hin sich der musikalischen Composition befeissigend, sind seine Werke so zahlreich geworden, dass man zur genauerer Kenntnissnahme derselben auf die Bibliotheken von Versailles und Paris verweisen muss; hier mögen die seinerzeit beliebtesten Opern B.’s wenigstens erwähnt werden. Es sind: »Fêtes de Thétis«, deren dritter Act von Bury componirt worden ist; »Jupiter vainqueur des Titans«, die er mit Bury zusammen componirte; »Les caractères de l’amour«; »Diane et Endymion«; »Parnasse lyrique«; »Zephire et Flore«; »Caprice d’Erato« und »Retour des Dieux«. Auch eine kleine Schrift, betitelt: »Essai sur les goûts anciens et modernes de la musique française« (Paris, 1754) hat er verfasst, in welcher er gegen die Anhänger der italienischen Musik und besonders gegen J. J. Rousseau zu Felde zog.
3Blanc, Adolphe, französischer Violinspieler und Componist, geboren am 24. Juni 1828 zu Manosque im Departement der Nieder-Alpen, trat 1841 in das Pariser Conservatorium und machte daselbst Violin- und Compositionsstudien, letztere unter Halévy’s Leitung. Er lebt in Paris als Konzertspieler und Componist und hat zahlreiche Werke veröffentlicht, von denen die für Kammermusik werthvoll sind.
5Blanc, Didier le, war ein Gesangscomponist des 16. Jahrhunderts, von dem sich nur ein Werk »Chansons à 4 voix« (Paris, 1597) erhalten hat, welches Texte der vorzüglichsten Dichter jener Zeit, als Balf, Belleau, Bellay, Jamin und Desportes mit Compositionen B.’s enthält. (Vgl. Verdier, »Bibliothek«.)
7Blanc, Hubert le, wahrscheinlich ein Schöngest, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts zu Paris lebte, hat sein Andenken durch ein Witz und Laune athmendes Werk: »La Défense de la Basse de Viole contre les Entreprises du Violon et les Prétentions du Violoncelle« (Amsterdam, 1740) erhalten.
9Blanc, le, war der Name eines zu Paris um 1787 thätigen Musikdirectors an dem Theater »Petits Comédiens«. Von demselben ist bekannt, dass er für diese Bühne die Operetten: »La Noce béarnaise«, 1787, und »Gabrielle et Paulin«, 1788, in Musik setzte; es wird ausserdem angenommen, dass er der Componist von unter dem Namen Blanc gestochenen Flötenduetten sei, die man in englischen Katalogen verzeichnet findet.
11Blancanus, Josephus, eigentlich Giuseppe Blancani geheissen, 1566 zu Bologna geboren, hatte sich dem Priesterstande als Jesuit gewidmet und war später Professor der Mathematik zu Parma, woselbst er auch am 7. Juni 1624 gestorben ist. In seinen hinterlassenen Schriften finden sich beachtenswerthe musikalische Aufzeichnungen vor, und zwar in der »Chronologia celebrium Mathematicorum« (Bologna, 1515) einige biographische Notizen über Tonkünstler; und in »Aristotelis loca mathematica ex universis ejus operibus collecta et explicata« (Bononiae, 1615), so wie in der Schrift »Echometria, sive tractatio de Echo« (Modena, 1653) Ergehungen über andere Musik betreffende Gegenstände und Erscheinungen.
13Blanchard, Auguste, auch unter dem Namen Zimdar bekannt, war die Tochter Georg Benda’s. Sie betrat als Sängerin zuerst 1776 in Gotha die Bühne. Ihre hervorragenden Leistungen erwarben ihr bald eine dauernde Stellung am Hamburger Stadttheater, wo sie ihren ersten Mann, den Schauspieler Zimdar, kennen lernte und sich mit demselben 1783 verheirathete. Im J. 1785 entzückte sie durch ihren Gesang als Mitglied der zweiten Bondinischen Gesellschaft Prag; hier scheint sie ihren Mann durch den Tod verloren zu haben. Im J. 1794 wurde sie in Breslau dauernd engagirt, wo sie zum zweiten Male sich und zwar mit dem Schauspieler B., verheirathete und unter diesem Namen bei dem musikliebenden Publicum bis zu ihrem Tode, 1810, in höchster Gunst stand.
15Blanchard, Esprit Joseph Antoine, am 29. Febr. 1696 zu Pernes im Comitat Avignon geboren, Sohn eines Arztes, zeigte in frühesten Jugend so bedeutende musikalische Anlagen, dass der berühmte Kapellmeister Poitevin zu Aix ihn zum

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