Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1Namens Gazzuoli, gewesen, aus welcher Ehe sie eine Tochter, Namens Agostina Gazzuoli, besass, die gleichfalls Sängerin und in der Mitte der vierziger Jahre auf den italienischen Opernbühnen sehr beliebt war.
3Boccaccini, Giuseppe, italienischer Componist, in engeren Kreisen nicht ohne Ruf, ist im Jahre 1797 zu Ancona geboren.
5Boccaccio, Giovanni, der weltberühmte Verfasser des »Decamerone«, einer Sammlung von hundert, zum Theil aus provençalischen Dichtern entlehnten Novellen. Er zeichnete sich auch als Musikhistoriker und Dichter aus und war einer der ausgezeichnetsten Gelehrten des 14. Jahrhunderts, der sich seines ganzen bedeutenden Einflusses erfolgreich bedient hat, um seine Zeitgenossen zur Erlernung des Griechischen anzufeuern und das Studium des Alterthums und damit eine freiere Richtung in den Wissenschaften an Stelle der Scholastik zu setzen. Ausserdem hat er die italienische Sprache in seinen Dichtungen und prosaischen Werken zu einem bis dahin noch nicht erreichten Grad der Anmuth und Schönheit ausgebildet und ist durch alle diese Bestrebungen auch von wesentlichem Nutzen für die Gestaltung der italienischen Musik geworden. B. war im Jahre 1312 zu Certaldo geboren und ist nach einem bewegten Leben ebendaselbst am 21. December 1375 gestorben.
7Boccart, ein gelehrter Orientalist und Prediger in verschiedenen reformirten Gemeinden Frankreichs, war im Jahre 1599 in Rouen geboren. Er hat sich u. A. mit Untersuchung der altägyptischen und hebräischen gottesdienstlichen Instrumente befasst und ein Buch, betitelt »de sistro«, herausgegeben.
9Boccherini, Luigi, ein berühmter Componist, welcher zu den musikalischen Classikern und zu den wenigen italienischen Tondichtern gehört, die ihre Thätigkeit weder der Kirche, noch der Oper zuwandten, sich aber auf instrumentalem Gebiete, in der Kammermusik und der Sinfonie, in eminenter, kaum nach Gebühr gewürdigter Weise auszeichneten, wurde am 14. Januar 1740 (nach Einigen schon 1730, nach Anderen 1735) zu Lucca geboren. Seinen ersten musikalischen Unterricht erhielt er durch seinen Vater, der ein geschickter Contrabassist war, und durch den Abbate Vanucci, Kapellmeister des Erzbischofs, in Lucca, und wurde dann zu seiner weiteren Ausbildung nach Rom geschickt, wo er sich mit gründlichen Studien der Composition und des Violoncellspiels befasste. Nachdem er von dort nach einigen Jahren nach Lucca zurückgekehrt war und einige Reisen in Italien gemacht hatte, ging er 1768 nach Paris, wo er seine ersten Streichquartette, von ihm Diversissements genannt, erscheinen liess, welche sofort mit einem seltenen Enthusiasmus aufgenommen wurden und die Augen der Kunstwelt alsbald auf B. lenkten. Nach kurzem Aufenthalte in Paris begab er sich mit seinem Landsmanne Filippino Manfredi 1769 nach Spanien und gewann dort die Gunst der ganzen königl. Familie, die ihn mit Ehren und Geschenken überhäufte. Er trat in Madrid zuerst in die Kapelle des Infanten Don Luiz, wurde nach dessen Tode, im Jahre 1785, königl. Hofcomponist und bei der Akademie angestellt. Auch der Prinz von Asturien, nachmaliger König Karl IV., liess Nichts unversucht, einen so hochbedeutenden Künstler ganz an sein Land zu fesseln, und sicherte seine weitere Existenz durch eine Pension. In gleicher Weise interessirte sich König Friedrich Wilhelm II. von Preussen für B., dessen Compositionen er über Alles liebte, und ertheilte ihm 1787 einen lebenslänglichen Ehrengehalt unter der Bedingung, jährlich einige Quartette und Quintette nach Berlin zu senden. Diese Pension wurde jedoch nach dem Tode des Königs, im Jahre 1797, wieder gestrichen. Ueberhaupt wurde B. seit jener Zeit von Unglück verfolgt. Er fand in dem Violinisten und Componisten Gaëtano Brunetti, den er erst nach Madrid berufen hatte, einen ränkesüchtigen Gegner, der ihn aus der Hofkapellmeisterstelle zu verdrängen und es dahin zu bringen wusste, dass B. in den letzten Jahren mit Mangel zu kämpfen hatte und in ziemlich dürftigen Verhältnissen am 28. Mai 1805 zu Madrid starb. Die von B. selbst herausgegebenen Werke bestehen in 58 Heften, jedes gewöhnlich mit sechs Werken, als Sinfonien, Sextette, Quintette, Quatuors, Trios, Duette und Soli (meist Sonaten) für Violine, Violoncell, Pianoforte u. s. w.; nach seinem Tode erschienen noch mehrere Quintette und einzelne Gesangsstücke, vieles Andere ist gar nicht im Druck erschienen. Für das Theater hat er Nichts gearbeitet, für die

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