Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 351

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1fleur de myrthe« (1818) und »L'officier enlevé« (1819). Aus dieser Reihe gelten die dreiactigen Opern »Semiramis« und »Die Bayaderen« für C.'s Meisterwerke und verdienen noch jetzt wegen ihres reinen Styles, anmuthigen Gesanges und ihrer liebenswürdigen Fassung und gediegenen Arbeit studirt zu werden. Ausserdem liess er von seiner Composition in Paris erscheinen: Sechs Quintette für zwei Violinen, zwei Violen und Bass, drei Quartette für Flöte, Clarinette, Horn und Fagott, sechs leichte Sonaten für Pianoforte u. s. w., Werke, bei denen die treffliche Arbeit lobend anzuerkennen ist. Endlich hat C. einen wesentlichen Antheil an der Abfassung der »Sol-fèges du conservatoire« gehabt, deren zweite Auflage er auch im J. 1815 besorgt hat.
3Catelani, Angelo, italienischer Componist und Musikgelehrter, war am 30. März 1811 zu Guastalla geboren und wurde von dem dortigen Organisten Ugo lini in den Anfangsgründen der Musik unterrichtet. Später kam er nach Modena, wo er Klavierspiel und Composition bei Giuseppe Asioli und Michele Fusco eifrig studirte. Zur Vollendung seiner Studien begab er sich 1831 nach Neapel, trat in das dortige Conservatorium und wurde daselbst Schüler von Zingarelli, Crescentini und Donizetti. Von 1834 bis 1837 war er als Theater-Kapellmeister in Messina angestellt, wurde dann Orchesterdirigent in Reggio und ein Jahr später Kapellmeister in Modena, in welcher Stellung er noch jetzt wirksam ist. Für Modena hat er auch 1841 die Oper »Carattaco« geschrieben, welche zwar gefiel, aber sich nicht auf der Bühne gehalten hat. Andere seiner Opern, wie: »Il diavolo immaginario«, »Beatrice di Tolosa« u. s. w. sind nicht zur Aufführung gekommen. Ausserdem hat er Kirchenstücke und Kammermusikwerke geschrieben. Dass C. auch gelehrter Musikhistoriker und Bibliograph ist, hat er durch eine ganze Reihe einschlägiger vortrefflicher Artikel, die er seit 1851 der Ricordi'schen Gazzetta musicale di Milano lieferte, vortheilhaft bewiesen. Seit 1859 ist er auch als Custos an der sogenannten Estensischen Bibliothek in Modena angestellt.
5Catenacci, Gianettino Domenico, geschickter italienischer Contrapunktist und bedeutender Orgelspieler, ist in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geboren und trat frühzeitig als Mönch in den Benedictinerorden, dem er auch sein Leben hindurch seine musikalischen Dienste widmete. Man kennt von ihm vortreffliche, gut fugirte Sonaten für Orgel (Mailand, 1791). C. selbst starb um das Jahr 1800 zu Mailand.
7Catena di trilli (ital.), die Trillerkette (s. d.).
9Cathala, Jean, französischer Kirchencomponist und um die Mitte des 17. Jahrhunderts als Musikmeister an der Kathedralkirche zu Auxerre angestellt, hat in der Zeit von 1666 bis 1683 mehrere Messen seiner Composition veröffentlicht, die bei Ballard in Paris im Druck erschienen sind.
11Catley, Anna, ausgezeichnete englische Sängerin, geboren 1737 in London, war bis gegen 1774 hin eine Zierde der königl. Oper daselbst. Sie war mit dem General Lasselles verheirathet und scheint London niemals verlassen zu haben. Sie starb auch daselbst am 15. Octbr. 1789.
13Catrufo, Giuseppe, bekannter italienischer Componist, namentlich von Opern, geboren 1771 zu Neapel, war Zögling des Conservatoriums della pietà und zwar von 1783 bis 1791. In die Oeffentlichkeit trat er zuerst mit einigen Opern, die in Mailand aufgeführt wurden; er selbst liess sich dann in das Heer einstellen und machte mit den Franzosen die italienischen Feldzüge mit. Trotzdem fand er noch Zeit für die Ausübung seiner Kunst und schrieb u. A. für das Theater in Arezzo die Opera buffa »Il furbo contra il furbo«, für die Kathedralkirche derselben Stadt ein »Dixit« für Solo, Chor und Orchester u. s. w. Im J. 1804 trat er aus dem Militärdienst und liess sich zunächst in Genf nieder, wo seiner Feder viele Kirchenstücke und die Opern »Clarisse«, »La fée Urgèle«, »L'amant alchymiste« u. s. w. entsprangen. Sechs Jahre später siedelte er nach Paris über, ertheilte daselbst Gesangunterricht und brachte auch dort eine ziemlich bedeutende Anzahl von Opern zur Bühne, von denen einige auch recht beliebt wurden. Ausserdem veröffentlichte er in Paris viele Pianofortestücke, zahlreiche Romanzen, Gesangsterzette, Quartette, Singübungen und eine Gesangschule. In allen seinen Arbeiten zeigte C. ein leicht und gefällig gestaltendes

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