Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 363

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1rica y pratica, enque se pone por extenso, loque uno para hazerse perfecto musico ha menester faber: y por mayor facilidad, comodidad y claridad del lector, esta repartido en XXII libros, compuesto per cl. R. D. Pedro Cerone de Bergamo, Musico en le real capilla de Napoles« (Neapel, 1613). Dieses Werk gehört zu den reichhaltigsten, schätzenswerthesten und seltensten von den uns überkommenen Büchern gleicher Gattung und findet sich noch in der Proske'schen Bibliothek in Regensburg. Einige Jahre früher sind aus C.'s Feder erschienen: »Regole per il canto fermo« (Neapel, 1609).
3Ceroni, Buonaventura, italienischer Kirchencomponist, der als Mönch und Organist seiner Ordenskirche um 1600 in Neapel lebte und Motetten geschrieben hat.
5Certamen musicum (lat.) hiess bei den Römern ein musikalisches Wettspiel, das unter der Regierung des Kaisers Nero zu Rom alle fünf Jahre und unter Augustus zu Neapel veranstaltet wurde (s. Tacit. lib. 14 und Sueton. in Ner. c. 12).
7Certon, Pierre, einer der vortrefflichsten französischen Tonsetzer aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, war Musikmeister an der Sainte-Chapelle zu Paris. Man kennt von ihm eine Sammlung von 31 vierstimmigen Psalmen seiner Composition (Paris, 1546) und eine Sammlung französischer Chansons (Paris, 1552). Ausserdem findet sich eine (von Burney sehr gelobte) Motette mit den Anfangsworten »Diligebat autem« in der von Cipriani (Venedig, 1544) und eine andere ebensolche, vierstimmig, in der von Attaignant (Paris, 1553) herausgegebenen Motettensammlung.
9Ceruti, Giovanni, berühmter italienischer Guitarrenmacher, der um 1725 lebte und seinen Wohnsitz zu Cremona hatte.
11Cerutti, Giacinio, römischer Abbate und Musikgelehrter, hat sich durch ein theoretisches Werk »Descrizione degli stromenti armonici« (Rom, 1776) bekannt gemacht.
13Cervera, Francisco, spanischer Musiker aus Valencia, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte und mehrere Bücher über Musik verfasst und herausgegeben hat, z. B.: »Declaracion de lo canto llano« (Alcala, 1593).
15Cervetto, Giacomo Bassevi, italienischer Violoncellvirtuose, geboren 1682 und seit 1728 Orchestermitglied am Drurylane-Theater in London. Durch Beispiel und Lehre brachte er zuerst sein Instrument bei den Engländern in Aufnahme und starb in glänzenden Verhältnissen am 14. Januar 1783 als hundertjähriger Greis. — Sein Sohn, James C., geboren 1741 in London, überflügelte als Violoncellist noch seinen Vater und Lehrer und wurde neben seinem Concurrenten Mara hochgefeiert. Auf Konzertreisen besuchte er seit 1763 fast ganz Europa. Nach seiner Rückkehr wurde er 1771 als erster Violoncellist beim Konzert der Königin und 1780 als ebenso solcher beim Orchesterverein des Lords Abington angestellt. Hierauf zog er sich, von einem grossen Vermögen unterstützt, von aller öffentlichen Kunstleistung zurück und starb, fast 96 Jahr alt, am 5. Febr. 1837 zu London. Er hat auch Soli und Duos für Violoncell, Violintrios und Flötensoli componirt und herausgegeben, deren Kunstwerth aber sehr gering ist.
17Cervo, Barnaba, italienischer Componist des 16. Jahrhunderts, der eine Sammlung von Madrigalen eigener Composition veröffentlicht hat.
19Ces (franz.: Ut bémol; engl.: c flat; ital.: Do bemolle) ist die alphabetische Bezeichnung für das um einen Halbton erniedrigte c. Bei allen Tasteninstrumenten wird es durch dieselbe Taste, welche h hervorbringt, angegeben, indem die gleichschwebende Temperatur (s. d.) keinen Unterschied zwischen ces und h kennt. Die Wissenschaft macht hingegen doch einen Unterschied zwischen dem erniedrigten c und dem gewöhnlich h genannten Tone. Sie berechnet z. B. die Zahl der Schwingungen, welche ces' erzeugt, auf 504 nach dem neuesten Kammerton, während h durch 492,187 Schwingungen entsteht. In der neuesten Praxis, wo besonders im Gesange und bei Streichinstrumenten diese Verschiedenheit der in Rede stehenden Töne sich auch dem Ohre kundgiebt, scheint deren Verhältniss zu einander sich noch anders zu gestalten, indem ces' durch weniger Schwingungen erzeugt zu werden scheint, als h; in der That also tiefer als h ist. — Die Notirung des Tones geschieht jedoch nur in einer Art, indem man vor einer c genannten Note ein b setzt, und jede Modification

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