Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 371

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

20 lines. Read by computer on 10 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 365. See the scan on archive.org.

1entsprechenden Absonderlichkeit hierzu. Diese Ausputzung, zuerst in Frankreich vollzogen, führte wohl zu der unberechtigten Benennung C. ch. für dies Rasselinstrument, dessen deutsche Benennung, wie oben erklärt ist, jedenfalls mehr zu empfehlen ist als jener scheinbar den Ursprung angeben sollende Ausdruck. B.
3Chapelle (franz.; ital.: Capella), die Kapelle (s. d.).
5(no line here) one of two readings
6Chapelle, Jacques Alexandre de la, französischer Tonkünstler aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, von dessen Arbeiten ein Werk in vier Bänden erhalten geblieben ist, welches den Titel führt: »Les vrais principes de la musique, exposés par une gradation de leçons, distribuées d'une manière facile et sûre pour arriver à une connaissance parfaite et pratique de cet art« (Paris, 1736, 1737, 1739; der letzte Band ohne Jahreszahl). Ausserdem besitzt man von ihm eine Chansonnette: »Les plaisirs de la campagne« und eine Sammlung anderer Gesänge.
8Chapelle, Pierre David Augustin, französischer Componist und Violinist, geboren 1756 in Rouen, kam frühzeitig nach Paris und bildete sich so erfolgreich im Violinspiel und in der Musiktheorie aus, dass er im Concert spirituel mit eigenen Compositionen auftreten konnte. Er wurde hierauf im Orchester der Comédie italienne angestellt, dessen Mitglied er zwanzig Jahre hindurch blieb, worauf er in das Orchester des Vaudeville-Theaters trat. Während dieser Zeit war er als Componist sehr thätig und schrieb etwa zehn Operetten, von denen »La vieillesse d'Annette et Lubin« einen mehr als vorübergehenden Erfolg hatte, so wie Violin-Sonaten, Duos, Rondos, Variationen u. s. w. Er starb 1821 zu Paris.
10Chaplachoon nannte man in der Provence Krotalen (s. d.), zwei runde, schal-förmig ausgehöhlte Eisenstücke, welche wie die Schallbecken an einander geschlagen wurden; dieselben waren sehr dick und nur wenig concav. In unserem Jahrhundert sind sie ganz ausser Gebrauch.
12Chappell, William, gelehrter englischer Tonkünstler, geboren am 20. Novbr. 1809 zu London, wo sein Vater eine der grössten Musikalienhandlungen besass, welche noch gegenwärtig mit ungeschwächtem Ruf besteht. C. erwuchs in den günstigsten musikalischen Umgebungen, die seinen Sinn und Eifer einem gründlichen Studium der Tonkunst zuwendeten. Ganz besonders versenkte er sich in die ältere englische Musik und veröffentlichte als Frucht dieser Beschäftigung eine umfangreiche und werthvolle Sammlung angelsächsischer und englischer Lieder und Balladen, denen er eben so lehrreiche wie interessante Abhandlungen und Bemerkungen beigab. Das Ganze ist unter dem Titel: »Collection of national english airs« (3 Thle., London, 1838—1840) erschienen. In dasselbe Fach schlägt eine spätere, gleich gründliche Arbeit: »Popular music of the old time« (2 Bde., London, 1859). C. lebt in glücklicher Unabhängigkeit zu London und dürfte noch eines oder das andere Resultat seiner Studien englischer Denkmäler der Tonkunst herausgeben.
14Chapple, Samuel, ein blinder englischer Organist und Componist, der sich nichts desto weniger hervorgethan hat. Er wurde 1775 zu Crediton in Devonshire geboren, verlor bereits im Alter von 16 Monaten das Augenlicht und wandte sich gleichwohl später mit Beharrlichkeit und Eifer dem Klavier- und Orgelspiel zu, sodass er 1795 sogar Organist zu Ashburton wurde. Von seinen Compositionen sind Klavier- und Violin-Sonaten, Duos, Gesänge, Lieder, Anthems u. s. w. bekannt geworden. one of two readings
15Chapple, Samuel, ein blinder englischer Organist und Componist, der sich nichts desto weniger hervorgethan hat. Er wurde 1775 zu Creditton in Devonshire geboren, verlor bereits im Alter von 16 Monaten das Augenlicht und wandte sich gleichwohl später mit Beharrlichkeit und Eifer dem Klavier- und Orgelspiel zu, sodass er 1795 sogar Organist zu Ashburton wurde. Von seinen Compositionen sind Klavier- und Violin-Sonaten, Duos, Gesänge, Lieder, Anthems u. s. w. bekannt geworden. one of two readings
17Chapuis, Claude, französischer Tonkünstler, der als Sänger in der Kapelle Franz I., Königs von Frankreich, angestellt war, von dessen Lebensumständen jedoch Nichts weiter mehr bekannt ist.
19Charakter (griech.: χαρακτήρ) bedeutet ursprünglich ein Werkzeug zum Einschneiden, Eingravieren, sodann das Eingeschnittene selbst, das Gepräge. Wie nun das Gepräge einer Münze dieselbe erst zur Münze macht, ihr eine bestimmte Bedeutung und einen bestimmten Werth verleiht, wodurch sie sich sowohl vom blossen Stück Metall, als auch von Münzen anderen Werthes und anderer Bedeutung unterscheidet: so bezeichnete man mit »Charakter« auch figürlich das »Kennzeichen«, das »Unterscheidungsmerkmal« einer Sache, und endlich, ganz abstrakt: das Eigenthümliche, Besondere, durch welches ein Wesen zu einem selbstständigen, bestimmten und

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