Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 399

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1Chiaramonte, Francesco, italienischer Operncomponist, geboren 1818 auf der Insel Sicilien, machte bei Raimondi und Donizetti seine Compositionsstudien und lieferte seit 1848 den italienischen Bühnen Opern, die bei ihrer Aufführung bald mehr, bald weniger Beifall fanden. Die Titel derselben sind: »Fenicia«, »Armando il gondoliere«, »Caterina di Cleve«, »Giovanna di Castiglia«, »Agnese di Mendoza«, »Una burla per correzione« u. s. w. Bis 1870 war C. Chordirector der Italienischen Oper in Paris.
3Chiarelli, Andrea, berühmter italienischer Lautenist und Tonsetzer, geboren zu Messina um 1675. Sehr früh machte sich bei ihm eine hohe musikalische Befähigung bemerkbar, die in Rom und Neapel eine zeitgemäße Ausbildung erfuhr. Als er von dort her nach seiner Vaterstadt zurückkehrte, fand er besonders als Spieler des Arciliuto (s. d.) allgemeine Bewunderung. Kurz nachdem er sich 1699 verheirathet hatte, starb er leider schon in seinem 24. Lebensjahre. Von seinen Compositionen haben wenige seine Zeit überlebt und von den gedruckten derselben blieben nur erhalten: »Suonate musicali di Violini, Organo, Viole, Arciliuto« (Neapel, 1696). Siehe ferner über C. Mongitor, »Biblioth. Sicul.« Tom. I, S. 28. Auch mit Verfertigung und Verbesserung von Lauten und Theorben hat C. sich vielfach beschäftigt.
5Chiarentana (ital.), eine Art einfachen Rundtanzes, welcher in Italien gebräuchlich ist.
7Chiarezza (di voce; ital.), Klarheit (der Stimme). Chiaro, weibl. chiara (ital.), klar, hell, rein.
9Chiarini, Pietro, tüchtiger italienischer Klavierspieler und Tonsetzer, geboren 1717 in Brescia. Seine Opern »Achille in Sciro«, »Statira« und »Argenide« waren zu ihrer Zeit in Italien vortheilhaft bekannt. Die Dresdener Sammlung besitzt von seiner Composition noch zwei Sopran-Arien im Manuscript.
11Chiaudelli, Gaëtano, ausgezeichneter italienischer Violin- und Violoncell-virtuose, war ein Schüler Paganini's und lebte, Unterricht ertheilend, in Neapel.
13Chiaula, Mauro, hervorragender italienischer Kirchencomponist, geboren um 1530 zu Palermo, trat 1544 in das Benedictinerkloster St. Martin daselbst und zeichnete sich durch seine musikalischen Kenntnisse für seine Zeit rühmlich aus. Durch seinen Satz für mehrere Chöre wurde er in ganz Italien berühmt. Gleichwohl sind von seinen vielen Compositionen durch den Druck nur erhalten geblieben: »Sacrae cantiones, quae octo tum vocibus, tum variis instrumentis chorisque conjunctis ac separatis concini possunt« (Venedig, 1590). Vergl. Ziegelhauer, »Hist. litter. ord. S. Bened.«. C. selbst starb im J. 1600.
15Chiavacci, Vincenzo, italienischer Componist von Ruf, geboren um 1757 zu Rom, lieferte seit 1783 der italienischen Bühne eine Reihe von Opern, von denen »Alessandro nell' Indie«, »Il filosofo impostore« und »I quattro parti del mondo« die bekanntesten sind. Während eines Aufenthaltes in Wien 1798 gab er »12 Ariette per il Cembalo« und drei Rondos über aus seinen Opern gezogene Motive heraus. Zwei Jahre später ging er als Director der italienischen komischen Oper nach Warschau. — Seine Gattin, Clementine C., war eine rühmlich bekannte Sängerin, die in verschiedenen Perioden besonders in Mailand mit Erfolg als Theater-Primadonna aufgetreten ist.
17Chiave (ital.; franz.: clef), ist zunächst die fremdländische Bezeichnung für jede Art von Schlüssel, also besonders auch für den Tonschlüssel (s. Schlüssel), sodann aber auch für den Stimmhammer und für die Klappe an Blasinstrumenten.
19Chiavelloni, Vincenzo, italienischer Schriftsteller, der sich auch eingehend mit Musik beschäftigt hat, wie seine beachtenswerthen »Discorsi della musica« (Rom, 1668) beweisen. In 24 Abhandlungen giebt er darin besonders interessanten Bericht über die Sittenführung der Tonkünstler des 17. Jahrhunderts (vgl. Forkel's »Literat.«).
21Chiesa (ital., von dem griech. ἐκκλησία, lat.: ecclesia), die Kirche, kommt in folgenden Zusammensetzungen musikalischer Kunstausdrücke vor: Aria da (oder di) c., die Kirchenarie; Cantata da c., die Kirchencantate; Concerto da c., das Kirchenkonzert; Sonata da c., die Kirchensonate.

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