Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1von seinem Vater in der Musik unterrichtet und trat schon frühzeitig, Aufsehen erregend, als Pianist und Flötist auf. Ohne die Harmonielehre studirt zu haben, schrieb er als talentvoller Naturalist bereits 1801 Sinfonien und Ouvertüren und 1805 eine Oper »Trajan«. Endlich, 1806, genoss er in Bordeaux bei François Beck einen geregelten theoretischen Unterricht und begann nebenbei sich mit Vorliebe dem Harfenspiel zu widmen. Ein Jahr später trat er in das Pariser Conservatoire, studirte dort Harmonie und Composition bei Catel und Harfe bei Nadermann und gewann noch in demselben Jahre den ersten Preis. Auf Kunstreisen machte er als Harfenvirtuose das grösste Aufsehen und liess sich endlich, 1816, in London nieder, wo er 1822 im Covent-Garden Oratorienconzerte unternahm und ein Oratorium seiner Composition, »Le déluge«, auf englischen Text des Theaterdichters Dibdin, so wie eine Sinfonie zur Aufführung brachte. Dem Excentrischen von jeher zuneigend, entführte er 1839 die berühmte Sängerin Madame Bishop und machte mit ihr grosse Konzertreisen durch Europa (1842 in Wien) und durch Amerika, auf denen er mit Vorliebe sein melodramatisch-sinfonisches Tonbild in sieben Abtheilungen, »die Gewalt der Töne« betitelt, eine Ungeheuerlichkeit an Formlosigkeit und Schwulst, zur Aufführung brachte. Als Harfenspieler dagegen fand er überall ausserordentlichen Beifall, trotzdem dass seine äussere Erscheinung nach und nach eine fast komische geworden war. B. starb am 6. Januar 1856 zu Sidney in Australien. Als Componist ist er ausserordentlich fruchtbar und gewandt gewesen, ohne dass er im Stande war, eine besondere Tiefe zu offenbaren. Namentlich brillant sind seine geradezu unzählbaren Stücke für die Harfe mit und ohne Begleitung, bestehend in Conzerten, Sonaten, Variationen, Fantasien, Duos, Nocturnes, Capricen und Studien, wie er denn selbst sich eines wohlverdienten, ausgebreiteten Rufes als Harfenist erfreute und in England und Frankreich noch jetzt für den ersten und unübertroffenen Virtuosen und Componisten dieses Instrumentes gilt. Seine »Méthode pour la Harpe etc.« ist noch immer die beste Schule in dieser Art. Ausserdem aber hat B. noch acht Opern und Operetten für die Opéra comique in Paris (»Les héritiers«, »Les mêmes«, »La lettre de change«, »Le roi et la ligue« u. s. w.) geschrieben, ferner ein Requiem und andere Kirchenstücke, eine Apotheose auf Ludwig XVI., Harmoniemusiken, Ouvertüren und Sinfonien.
3Bock, Eduard, königl. Kammermusiker, war Violoncellist der Opernkapelle zu Berlin, und ist um 1804 zu Strelitz geboren und am 16. April 1834 zu Berlin gestorben. — Ein Zeitgenosse und College von ihm, merkwürdiger Weise ebenfalls Violoncellist, Heinrich August B., ist am 17. Juli 1815 zu Berlin geboren und schon am 27. August 1837 ebendaselbst gestorben. — Gleiches Namens, nämlich Joseph B., geheissen, lebte zu Ende des vorigen und Anfangs dieses Jahrhunderts ein beliebter Tanzcomponist in Wien.
5Bockemeyer, Heinrich, s. Bokemeyer.
7Bocklet, Karl Maria von, Pianofortevirtuose, geboren im Jahre 1801 in Prag, bekundete schon frühzeitig bedeutende musikalische Anlagen und bildete sich in Prag in der Technik des Violin- und Klavier-Spiels unter Pixis und Dionys Weber vollkommen aus. In Wien 1820 angekommen, wirkte er zuerst als Violinist im Theater an der Wien, gab aber später das Violinspiel auf, widmete sich ausschliesslich dem Pianoforte und errang sich sehr bald als Musiklehrer einen vortheilhaften Ruf. Die Technik des Spieles hatte B. vollkommen inne und sein Streben war hauptsächlich darauf gerichtet, ein Musikstück dem Geiste des Componisten gemäss mit Gefühl und Vollendung vorzutragen. Ausgezeichnetes leistete B. in der Kunst der musikalischen Improvisation. Musikkenner gedenken mit Entzücken seiner herrlichen über ein Thema improvisirten Tonfantasien, welche besonders dann hinreissend wurden, wenn man dem Künstler ein Beethoven'sches Thema aufgegeben hatte. B. hat auch mehrere Tonstücke für das Piano componirt und damit Beweise seines Talentes und geläuterten Geschmackes gegeben. Der alten Hummel'schen Klavierschule ist er bis ins Alter consequent treugeblieben. Nach langer Zurückgezogenheit trat er 1866 in einem Abschiedsconcerte auf, in welchem er seinen Sohn Heinrich von B. zugeleich als trefflichen Pianisten in die Oeffentlichkeit führte.
9Bockholtz-Falconi, Anna, oder, wie sie sich lieber immer schrieb, Bochkoltz-

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