Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1872

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1Falconi, eine sehr geschätzte deutsche Opernsängerin mit schöner, umfangreicher Mezzosopran-Stimme, wurde um 1820 zu Frankfurt a. M. geboren. Sie hat sich an vielen Bühnen Deutschlands mit Beifall hören lassen und war am Hoftheater in Gotha engagirt. Auch als Componistin ist sie aufgetreten, indem sie einige Lieder ihrer Composition veröffentlichte.
3Bockmühl, Robert Emil, ein trefflicher Violoncellist und gewandter Componist für sein Instrument, welcher im Jahre 1812 zu Frankfurt a. M. geboren ist und das selbst privatisirt. Er wusste sehr geschmackvoll und ansprechend für Violoncell zu schreiben und vermehrte die verhältnissmässig vernachlässigte Literatur dieses Instruments um brauchbare Werke, von denen eine Schule, ein Conzert und ein in Offenbach erschienenes Heft Etüden mit Achtung zu nennen sind. Ein jüngerer Bruder von ihm, 1820 in Frankfurt geboren, ist ein tüchtiger Orchestergeiger.
5Bockshorn, Samuel, gemäss der Sitte jener Zeit, deutsche Namen zu latinisiren, auch Capricornus genannt, ist 1629 geboren, war anfangs Kirchen-Musikdirector in Pressburg und kam, an den württemberg'schen Hof berufen, 1659 als Kapellmeister des Herzogs nach Stuttgart, wo er um 1670 starb. Von ihm: Messen, Motetten, »geistliche Harmonien von drei Stimmen mit beigefügten Instrumenten«, Sonaten, Capricci, Allemanden, Sarabanden, Couranten, eine weltliche Cantate »Der Raub der Proserpina« u. s. w.
7Bockstriller, (ital.: trillo caprino, französ.: chévrotement), Spottname für eine gewisse falsche Manier, den Triller auszuführen. Näheres unter Triller.
9Bocous, Joseph, in Italien Boccuci genannt, musikalischer Schriftsteller, welcher am 30. October 1772 zu Barcelona geboren war und etwa 1835 in Florenz starb.
11Bocquillon-Wilhelm, s. Wilhelm.
13Bocrisius, Johann Heinrich, Professor der Philosophie zu Schweinfurt, geboren 19. November 1687 zu Eschenbach, befasste sich u. A. mit Untersuchungen über die Musik der alten Hebräer, welchem Gegenstande er eine Dissertation gewidmet hat. Er starb zu Schweinfurt am 17. October 1716.
15Bode, Johann Joachim Christoph, Musiker, Schriftsteller und Uebersetzer von Bedeutung, war zu Barum, einem braunschweig'schen Dorfe, am 16. Januar 1730 geboren. Da sein Vater, der Soldat war und später in Schöppenstedt als Ziegelstreicher sein Leben kümmerlich fristete, den schwächlichen Knaben bei seinen Arbeiten nicht gebrauchen konnte, so ward er zu seinem Grossvater geschickt, um die Schafe zu hüten. Doch auch dazu zeigte er sich untauglich, da fast unbewusst sein reger Geist über das Niedrige und Gewöhnliche hinausstrebte. Namentlich war es die Musik, die ihn mächtig ergriff und anzog, und endlich erlangte er es, dass man ihn 1745 beim Stadtmusicus Kroll in Braunschweig in die Lehre brachte. Obgleich dort zu den niedrigsten Diensten verwendet, entwickelten sich seine musikalischen Anlagen doch rasch, und bald spielte er mit Fertigkeit mehrere Saiten- und Blasinstrumente. Als er nach sieben Lehrjahren die Stelle eines Hautboisten erhalten, gerieth er wieder durch eine unüberlegte Heirath mit einem armen jungen Mädchen in Verlegenheit. Um sich auf dem Fagott, seinem Lieblingsinstrumente, noch mehr zu vervollkommnen, nahm er auf ein Jahr Urlaub und ging nach Helmstedt zu dem damals berühmten Kammermusicus Stolz. Dort wurde er neben der musikalischen auch in wissenschaftlicher Beziehung lebhaft angeregt, hörte beim Magister Stockhauser nicht blos Vorlesungen über die Theorie der schönen Künste, sondern lernte auch bei ihm Englisch und eben so bei einem Studenten, dem er dafür Musikstunden gab, Lateinisch, Französisch und Italienisch. Dann ging er als hannover'scher Hautboist nach Celle, wo er zwei Sammlungen Liedercompositionen unter dem Titel »Scherz- und ernsthafte Oden und Lieder« (Celle, 1754 und 1756) herausgab, Conzerte und Sinfonien schrieb und wissenschaftlich sich eifrig weiter bildete. Nachdem er in Celle Frau und Kind durch den Tod verloren, trieb es ihn weiter, und er wandte sich nach Hamburg, wo er 1762 und 1763 die Redaction des »Hamburger Correspondenten« führte und sich vorzüglich auf Uebersetzungen aus dem Englischen legte. Doch fuhr er fort, Sprach- und Musikunterricht zu ertheilen und heirathete eine seiner Schülerinnen,

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