Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 116

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

14 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 110. See the scan on archive.org.

1damit gänzlich aus der Öffentlichkeit. — Francesco G., geboren 1738 zu Turin, lebte später als erster Violinist am Teatro Valle, sowie als Musiklehrer, Componist und musikalischer Schriftsteller zu Rom. Ein Werk von ihm »Elementi teorico-pratici di musica con un saggio sopra l’arte di suonare il Violino« (2 Bde., Rom, 1791 und 1796), welches durch Fränzl auch in Deutschland bekannt wurde, hat seinen Namen ehrenvoll erhalten. Der erste Band handelt von den Elementen der Musik und, durch Beispiele unterstützt, von der Kunst des Violinspielens; der zweite enthält nach einer langen, gut geschriebenen Vorrede einen Abriss der Musikgeschichte, eine Abhandlung über Harmonielehre und Contrapunkt, sowie über Melodiebildung, ferner Partiturregeln und Anweisungen über die Natur der Instrumente, nebst Notenbeispielen.
3Galempung heisst das vollkommenste der auf Java gepflegten Saiteninstrumente. Dasselbe hat einen Bezug von 10 bis 15 Darmsaiten und erinnert in seinem Bau an das chinesische Kin (s. d.).
5Galeno, Giovanni Battista, tüchtiger italienischer Madrigalencomponist aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, von dessen Arbeiten nach Draudii Bibl. Exot. »Il primo libro de’ Madrigali a 5 e 6 voci« (Antwerpen, 1594) gedruckt worden sind. G. selbst stand von Jugend auf in Diensten des deutschen Kaisers Rudolph II.
7Galeotti, Steffano, auch Galiotti geschrieben, italienischer Violoncello-Virtuose und Instrumentalcomponist, geboren um 1730 zu Velletri, liess sich nach grösseren Kunstreisen in Holland nieder, kehrte aber, da das dortige Klima seine Gesundheit bedrohte, über Paris nach Italien zurück, von welcher Zeit an weitere Nachrichten über ihn fehlen. In Amsterdam erschienen von ihm 1762 sechs Streichtrios als op. 2, in Paris 1785, mit op. 4 bezeichnet, sechs Solos für Violoncello und 1790 bei Hummel in Berlin, wahrscheinlich als Nachdruck, abermals sechs Violintrios op. 3.
9Galetti, eine berühmte italienische Sängerfamilie, deren vorzüglichstes Glied Giovanni Andrea G. war. Derselbe, um 1715 zu Cartona im Grossherzogthum Toscana geboren, hatte seit 1750 am herzogl. Hoftheater zu Gotha Stellung als Baritonist und galt allgemein für einen angenehmen, dabei auch vielseitig und gründlich gebildeten Sänger. Im J. 1765 verfasste er den Text »Ciro riconosciuto«, welche Oper von Georg Benda componirt wurde. G. selbst starb hochgeschätzt in Gotha, am 25. Oktbr. 1784. — Seine Gattin, Elisabeth G., nicht minder gebildet und ausgezeichnet als Sängerin, war um 1730 in Durlach geboren, frühzeitig in Gotha engagirt und seit 1754 mit G. verheirathet. An den mehrfach bekannt gewordenen Poesien ihres Gatten soll sie einen bedeutenden dichterischen Anteil gehabt haben. — Für einen älteren Bruder G.’s gilt, vielleicht nicht mit Unrecht, Domenico Giuseppe G., dessen Ruhm als Sänger an den bedeutendsten Opernbühnen Italiens zwischen 1730 bis 1740 sehr gross war. Näheres ist über denselben nicht bekannt geworden.
11Galibert, Pierre Christophe Charles, ein begabter französischer Tonkünstler, geboren am 8. Aug. 1826 zu Perpignan, kam, in seiner Vaterstadt musikalisch gut vorbereitet, 1845 auf das Pariser Conservatorium, wo Bazin, Elwart und Halévy in den verschiedenen theoretischen Fächern seine Lehrer waren. Die Cantate »Les rochers d’Appenzell« verschaffte ihm 1853 den ersten Compositionspreis und verbunden damit die Mittel zu einem dreijährigen Studienaufenthalt in Italien. Nach Paris 1857 zurückgekehrt debütierte er als Componist ziemlich glücklich mit der Operette »Après l’orage«, welche die Bouffes parisiens aufführten. G. selbst aber starb nach kurzer Krankheit schon in den ersten Tagen des August 1858.
13Galilei, Vincenzo, einer der Mitbegründer der Oper in Italien, Componist der ersten Monodien und musikalischer Schriftsteller, geboren um 1540 zu Florenz als der Sohn eines Edelmanns, gehörte mit Girolamo Mei zu den eifrigsten Verfechtern einer Musikreformation nach altgriechischen Grundsätzen, welche Bestrebungen in dem Gelehrtenkreise des gräflich Bardischen Hauses

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.