Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1lichen, nach Paris zu gehen, um das Conservatorium zu besuchen, dessen Inspektor Perne sich aber nur mit Mühe bereit finden liess, einen Zögling, der das vorschriftsmässige Alter so weit überschritten hatte, aufzunehmen. G. wurde an dieser Anstalt Dauprat's Schüler und erhielt bereits nach einem Jahre den ersten Preis. Im J. 1825 trat er in das Orchester der italienischen Oper zu Paris, nachdem er einige Zeit in dem des Odeon gewesen war, und wurde alsbald hierauf auch in die königl. Kapelle gezogen, der er unter Karl X. und Louis Philippe angehörte; im J. 1842 wurde er Nachfolger seines Lehrers Dauprat am Pariser Conservatorium. Er hat für sein Instrument ein Concert, ein Rondo, Fantasien, Solos, concertante Duos, Etüden, leichte Nocturnen für zwei Hörner, Duos für Horn und Pianoforte oder Harfe geschrieben und veröffentlicht. G. starb im J. 1864 zu Paris.
3Galle, Daniel, deutscher Gelehrter, der zu Ende des 17. Jahrhunderts wahrscheinlich in den Niederlanden lebte und eine Dissertation »De hymnis ecclesiae veteris publice disputavit« (Wittenberg, 1736) veröffentlichte, wovon E. L. Gerber 1812 ein Exemplar besass.
5Galleazzi, s. Galeazzi.
7Gallecius, Franciscus, auch Gallesius oder Galletius geschrieben, ein belgischer, aus Mons im Hennegau gebürtiger Musiker und Gelehrter, der nach des Draudius Bibl. class. »Hymnos communes Sanctorum a 4, 5 et 6 voc.« (Douay, 1586) herausgab. In demselben Jahre erschienen noch von ihm: »Cantiones sacr. 3 et plurium voc.« (2. Aufl. Douay, 1600), welche beiden Werke sich auf der königl. Bibliothek zu München befinden.
9Gallemart, Jean de, Doctor der Theologie und Rector des königlichen Collegiums zu Douay, starb 1625 im Hennegau an der Pest. Er war auch in der Musik wohl bewandert und hat sich nach Savertii Athenas Belgicas um dieselbe sehr verdient gemacht.
11Gallen, Johann Michael, Magister und Kapellmeister des Bischofs und Domkapitels zu Costnitz um 1687, gab von seinen Compositionen einen »Orpheus coelestis, seu concentus musici in Dei, Deiparae Divorumque laudes adornati a 2 vocibus cum 2 Violinis necessar. ac a 3 Violinis ad libit.; adhibendis, nec non a 3, 4, 5 Viol. cum vel sine instrumentis« heraus.
13Gallenberg, Wenzel Robert Graf von, beliebter Modecomponist der ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, geboren 1783 zu Wien, erhielt eine feine, auch auf das Musikalische gerichtete Erziehung. Nachdem er seit 1801 Claviercompositionen in Wien und Leipzig veröffentlicht hatte, ging er auf längere Zeit nach Italien, wo er mit dem Theaterdirector Barbaja in Verbindung tretend, leichte, ansprechende Musik zu zahlreichen Ballets schrieb und aufführen liess. Als Barbaja die italienische Oper in Wien übernahm, wurde G. Mit-Administrator und zugleich Präses des Operncomités. Im J. 1829 übernahm er die k. k. Hofoper im Kärnthnerthor-Theater für eigene Rechnung, vermochte sich aber nicht zu halten. Seitdem verweilte er abwechselnd in Frankreich und Italien und schrieb noch zahlreiche Balletcompositionen. Endlich zog er sich zu gänzlichem Stillleben nach Rom zurück, wo er im Mai 1839 auch starb. Von seinen etwa 50 Ballets war besonders »Alfred der Grosse« weithin sehr beliebt. Sonst veröffentlichte er noch vierhändige Claviermärsche, eine Sonate, Fantasien, Rondos, Variationen, Polonäsen u. s. w. für Pianoforte. Verewigt aber hat G.'s Namen Beethoven, der über eines von dessen Walzerthemen berühmt gewordene Variationen schrieb. — G.'s Gattin war die ehemalige Geliebte Beethoven's, jene Gräfin Giulietta Guicciardi, welcher die Cis-moll-Sonate gewidmet ist.
15Gallerano, Leandro, auch Galerano geschrieben, italienischer Kirchencomponist, geboren zu Brescia gegen Ende des 16. Jahrhunderts, war erst Organist an der San Francescokirche und unter dem Namen »l'Involato« Mitglied der Akademie der Occulti zu Brescia, später Kapellmeister an der Kirche San Antonio zu Padua. Von ihm: Missa e Salmi concertati a 3, 5 e 8 voci

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