Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1der Kunst ausschliesslich verwertheten Klängen. Die Töne der Männerstimme, welche durch die G. Vertretung finden, bildeten dies Tonreich, welches man hauptsächlich in zwei Theile, Tenor (s. d.) und Bass (s. d.), sonderte und dem entsprechend wieder Unterabtheilungen annahm. Diesem, der G. eigenen Tonumfange hatte dieselbe bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts hin ihre stete Anwendung bei Musikern, sowohl in der Kirche wie in der Kammer, zu danken. Sie hatte das ausschliessliche Recht, von Anfang bis zu Ende eines Tonstücks gehört zu werden, wie heute das Streichquartett im grossen Orchester, was wiederum zu einer vielfach verschiedenen Bauweise derselben führte. G.en in allen Grössen und prächtig mit Schnitzwerk, Gold, Silber, Elfenbein und Edelsteinen ausgelegt, zu bauen, war an der Tagesordnung. Hin und wieder findet man noch in Museen, z. B. in Weimar, derartige Prachtexemplare aufbewahrt. Zu Ende des 18. Jahrhunderts wurde dies Tonwerkzeug allmälig durch das Violoncello (s. d.), dessen Ton schärfer im Klange und nicht so aufdringlich näselnd war, verdrängt. Die Erfahrung, dass die Länge des Gebrauchs eines Instruments die Liebe zu demselben erkalten lässt, fand in der praktischen Verwerthung der G. keine Bestätigung; denn in dem vermutlichen Vaterlande derselben, England, hatte man noch Gefallen an derselben, als sie schon überall der Vergessenheit überantwortet worden war, und der letzte G.n-Virtuose, der eine achtbare Reihe allgemein verehrter Künstler, von denen nur Granier, Hertel, Hesse, Höller und Marais genannt seien, schloss, war im Inselreiche Karl Friedrich Abel aus Köthen, gestorben 1787 in London. Der oben berührten Tonreichstheilung entsprechend, findet man in der Blüthezeit der G. vorzüglich zwei Arten derselben in Gebrauch: eine kleinere fünfsaitige, die die italienische Benennung Viola bastarda (s. d.) führte, und eine grössere, deren Bezug aus sechs Saiten bestand, die man schlechtweg Viola di gamba (s. d.) nannte. Die Stimmung der fünfsaitigen G. war nach Albrechtsberger: C, c, e, a und d¹; und die der sechssaitigen: D, G, c, e, a und d¹. Letzterer fügte Roland Marais, der im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts wirkte, noch eine siebente Saite: g¹ hinzu. Von ihm rührt auch der Gebrauch her, dass die drei tiefsten Saiten der G. mit Kupferdraht übersponnen geführt wurden. Vergl. Praetorii Syntagma mus. Tom. II. c. 21. Ergänzend beizufügen ist noch, dass das Griffbrett der G., wie das der Laute, Bunde (s. d.) zeigte, die Notirung für dieselbe im Violinschlüssel geschah, und dass der Ton derselben von Mattheson: »säuselnd, schön und delicat« genannt wird. — Sonst nennt man auch noch in der Neuzeit ein meist im Pedal, seltener im Manual vorkommendes Orgelregister G. Es ist dies ein offenes Flötenregister (s. d.), dem die Töne des vorgedachten veralteten Streichinstruments wiederzugeben obliegt. Die in's Pedal gesetzte G. pflegt man Gambenbass (s. d.) oder Violdigambenbass zu nennen. Meist wird dies Register 2,5 metrig ganz aus Zinn gebaut, und zeigt den Umfang von f oder g bis c² oder e²; seltener findet man es 1,25 metrig. Die grösseren Pfeifen dieses Registers aus Holz zu bauen, wie hin und wieder geschieht, ist nicht zu empfehlen. Die Pfeifen dieser Stimme construirt man cylindrisch, oben um ein Dritttheil enger als unten, eng mensurirt und verseht sie mit engen Labien (s. d.), Bärten (s. d.) und engem Aufschnitt (s. d.). Diese Orgelstimme ist eine der zartesten in der Orgel, hat einen schmelzenden einschmeichelnden Ton, und wird nur zur Darstellung langsamer Tonsätze im Vereine mit andern schwachen Registern gebraucht. S. hierzu auch den Artikel: Schweizerflöte.
3Gambenbass oder Violdigambenbass nennt man eine in's Pedal der Orgel gesetzte Gambe (s. d.), welche gewöhnlich 5 metrig gebaut ist. Dieselbe findet sich nicht so oft vor wie die Gambe, ist aber in Klangweise und Bauart derselben gleich. S. auch Schweizerflöte.
5Gambenwerk, Gambenflügel, Claviergambe, nürnbergisches Geigenwerk, Bogenclavier und noch viele andere Namen finden sich für ein Tasteninstrument angewandt, das, 1609 von dem Nürnberg Hans Hayden

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