Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1Garnier ist der Name einer ganzen Reihe französischer, im 18. Jahrhunderte rühmlichst bekannter Musiker. 1. Adrien G., ein geschickter Violinist, geboren um 1740 zu Lyon, kam 1775 mit bedeutendem Künstlerrufe nach Paris und wurde zwei Jahre später in das Orchester der Grossen Oper gezogen. In Lyon erschienene Violinsolo's kennzeichnen ihn auch als Componisten für sein Instrument. — 2. François G., berühmter Oboevirtuose geboren 1759 in dem Dorfe Lauris in der Provence, war ein Schüler Salentin's wurde 1778 als zweiter und 1785 als erster Oboist im Orchester der Pariser Grossen Oper angestellt, in welcher Stellung er auch seit 1783 bei der Kammermusik des Königs thätig war. Die Revolution brachte ihn um alle diese Posten; es gelang ihm jedoch, als Commissaire ordonnateur bei der Kriegsverwaltung angestellt und der Rheinarmee zugesellt zu werden. Unter Moreau kam er u. A. nach Frankfurt a. M. und trat daselbst in einem von Kreutzer gegebenen Concerte mitwirkend unter grossem Beifall auf, ebenso in Offenbach. Später einem italienischen Armeecorps unter Championnet zugetheilt, sah er auch Rom und Neapel. Nach seinem Rücktritt aus der Armee zog er sich auf sein Geburtsdorf Lauris zurück, woselbst er 1825 starb. Er ist der Verfasser einer Oboenschule und hat ausserdem Concerte für Oboe, Duos für zwei Oboen und für Oboe und Violine, sowie Trios für Oboe, Flöte und Fagott geschrieben, die auch zum Theil im Druck erschienen sind. Sein Bruder Joseph G., auch G. le jeune genannt, war seit 1789 Oboist, später Flötist im Orchester der Grossen Oper zu Paris und trat nach 25jähriger Dienstzeit 1814 in den Pensionsstand. Derselbe ist Verfasser einer Flötenschule und veröffentlichte von seiner Composition ein Flötencorncert, Trios für Flöte, Horn und Fagott, Duos für zwei Flöten und Etüden für Flöte. — 3. Honoré G., geboren um 1701, war vierter Organist zu Versailles, sodann Accompagnist des Königs Stanislaus von Polen, lebte als solcher grösstentheils in Paris und starb im J. 1769 zu Nancy, als tüchtiger Musiker allgemein geschätzt. Herausgegeben hat er: »Méthode pour l'accompagnement du clavecin, aussi bonne pour les personnes qui pincent de la harpe« (Paris, 1766).
3Garth of Durham, John, ein englischer Instrumental-Componist aus der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der wahrscheinlich in London als Organist einer der dortigen Kirchen lebte, gab daselbst sechs Violinconcerte als op. 1 und sechs Claviersonaten mit Violin- und Violoncellbegleitung, ausserdem mehrere Violoncelloconcerte und eine Sammlung von Fantasien (Voluntaries) für die Orgel heraus, die in England sehr geschätzt waren. Am bekanntesten ist er durch die englische Uebersetzung, welche er den Psalmen des Marcello unterlegte, geworden, welche Arbeit in acht Folioböänden gleichfalls zu London erschien.
5Garschavim, ein hebräischer Accent, welchem Naumburg in seinem in dem Artikel Gerasch (s. d.) angegebenen Werke in dem Abschnitte zur Lesung der fünf Bücher Mose am Neujahrs- und Versöhnungstage folgende musikalische Phrase unterlegt:
7Garulli, Bernardino, italienischer Tonsetzer aus Cali, war Chordirigent an der Kathedrale zu Fano im Kirchenstaate und hat zu Venedig 1565 fünfstimmige Motetten und andere Gesänge herausgegeben. Vgl. Draudii Bibl. Class. p. 1612.
9Garzoni, Tommaso, italienischer Kunstgelehrter, geboren 1549 zu Bagnacavallo im damaligen Herzogthum Ferrara und gestorben am 6. Juni 1589 zu Ravenna als Canonicus regularis Lateranensis, ist der Verfasser eines Werks, »La Piazza universale de tutte le professioni del Mondo« betitelt (Venedig, 1589), das in seinem 42. Abschnitt von der Musik, sowohl von der Vocal- als der

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