Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1Clavier und Violoncello geschätzt; ausser diesen veröffentlichte er Claviercompositionen aller Art und brachte auch 1846 ein Oratorium »Ruth« in Paris mit Beifall zur Aufführung, das 1869 mit unvermindertem Erfolge wiederholt öffentlich zu Gehör gelangte. — F.’s älterer Bruder, Joseph F., geboren um 1820, begann seine Studien ebenfalls auf dem Conservatorium zu Lüttich und vollendete sie auf dem in Paris. Früher Organist und Kapellmeister an der Kirche des missions étrangères und an Saint Thomas d’Aquin, bekleidet er jetzt diese Aemter hochgeachtet an Sainte Clotilde. Daneben ertheilt er Unterricht in der Composition, im Clavier- und Orgelspiel, für welches letztere Fach er auch als Professor am Conservatorium angestellt ist. Von seinen Compositionen sind im Druck erschienen: Messen und andere Kirchenwerke, Orgel- und Clavierstücke, ein Pianoforte-Concert u. s. w.
3Franck, Eduard, vorzüglicher Pianist und gediegener Componist, geboren 1824 zu Breslau, wo er auch seine musikalische Ausbildung und eine tüchtige wissenschaftliche Erziehung erhielt, nahm 1843 einen mehrjährigen Studienaufenthalt in Italien und kehrte 1846 in sein Vaterland zurück, wo er sich zunächst in Berlin niederliess und als Concertspieler und Componist vortheilhaft bekannt machte. Von dort aus erhielt er einen Ruf als Lehrer des Clavierspiels an die Rheinische Musikschule in Köln, in welchem Amte er bis 1859 wirkte, nachdem er 1856 den Titel eines königl. preussischen Musikdirektors erhalten hatte. Hierauf als Musikdirektor nach Bern berufen, widmete er seine Thätigkeit mit schönem Erfolge der Pflege und der Hebung der dortigen Musikzustände, nach Seite des Pädagogischen sowohl, wie nach der der öffentlichen Aufführungen hin. Im J. 1867 trat er als erster Lehrer des Pianofortespiels an Louis Brassin’s Stelle in das Stern’sche Conservatorium der Musik zu Berlin, welches Amt er zum Vortheil des genannten Instituts noch gegenwärtig inne hat. — Von F.’s hervorragender compositorischer Befähigung zeugen Sinfonien, Ouvertüren, Streichquartette, Clavierconcerte und andere Pianofortewerke, sowie Gesänge und Lieder, von denen manches mit Beifall öffentlich aufgeführt wurde, wenig aber nur im Druck erschienen ist.
5Franck, Johann Wolfgang, seines Berufs ein Arzt, dabei aber zugleich einer der fruchtbarsten und berühmtesten deutschen Componisten seiner Zeit, geboren um 1640 und wahrscheinlich ebenfalls in Hamburg, woselbst er von 1678 bis 1686 eine ganze Reihe seiner Opern mit grossem Beifall zur Aufführung brachte, von denen die Titel von vierzehn noch bekannt geblieben sind, nämlich: »Michael und David«, »Perseus und Andromeda«, »die Mutter der Makkabäer«, »Aeneas«, »Don Pedro«, »Jodelet«, »Semele«, »Hannibal«, »Charitine«, »Diocletianus«, »Attila«, »Vespasianus«, »Kara Mustapha 1. Theil« und derselben Oper zweiter Theil. Um 1687 ging er nach Spanien, wo er, seiner ausgezeichneten Kenntnisse und Fertigkeiten halber der Günstling Karl’s II. wurde, dieses Umstands wegen aber bei der Hofpartei verhasst, schliesslich ein Opfer des Giftmords geworden sein soll. — Von seinen Opern sind einzelne Stücke im Druck erschienen, sodann auch Sonaten für zwei Violinen mit Basso continuo, welche Roger in Amsterdam herausgab. Mattheson berichtet in seiner »Ehrenpforte« auch von Kirchenwerken F.’s, namentlich von einer Sammlung derselben, die unter dem Titel »Kirchliche Andachten« herausgekommen sein soll. Alle Forschungen danach sind bis jetzt aber vergeblich geblieben.
7Franck, Melchior, deutscher Kirchencomponist und Dichter geistlicher Lieder, geboren um 1580 zu Zittau in der Lausitz, wurde 1603 Kapellmeister am coburg’schen Hofe und starb in dieser Stellung am 6. Juni 1639 (nicht 1689). Das älteste der von ihm bekannt gebliebenen Werke sind »Sacrae melodiae 4, 5, 6, 7 et 8 vocum. Tomus primus«. (München, 1600 bei G. Willer); die Titel der übrigen Psalme, Lieder, Motetten, 44 Sammlungen Tänze u. dergl. befinden sich sorgfältig zusammengestellt in Gerber’s Lexikon. Davon werden die Choralweisen »Jerusalem, du hochgebaute Stadt« und »Sag’, was hilft alle

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