Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 24

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1zwanzigjähriger Dienstzeit die Charge eines der 24 Violons du roi, worauf er 1733 auch zum Kammercompositeur ernannt wurde. Vorher soll er, vielleicht auf Kosten des Königs, eine Studienreise nach Deutschland unternommen und längere Zeit in Prag und Wien geweilt haben, wo damals J. J. Fux wirkte. Im J. 1733 noch wurden F. und der in allen Unternehmungen und musikalischen Arbeiten eng mit ihm liirte Rebel Inspectoren und 1752 Directoren der Grossen Oper, welches Amt sie bis 1765 führten, worauf Berton und Trial in dieser Eigenschaft eintraten. Inzwischen war F. als Nachfolger Collin de Blamont's auch Surintendant der Hofmusik geworden und hatte den Orden des heiligen Michael, eine für einen Musiker bis dahin unerhörte Auszeichnung, erhalten. Mit der Operndirektion gab er auch seine übrigen Stellungen auf und lebte privatisirend bis zu seinem Tode, der am 7. Aug. 1785 zu Paris erfolgte. Noch in seinem 80. Lebensjahre hatte er eine sehr schmerzhafte Steinoperation glücklich überstanden, ein Fall, der für seine robuste Natur spricht. In seiner Jugend hatte er zwei Bücher Violin-Sonaten veröffentlicht, die einzigen bekannten gewordenen Compositionen von ihm, an denen Rebel nicht mitarbeitend betheiligt gewesen war. Mit dem letzteren verbunden schrieb er für die Grosse Oper mit bald grösserem, bald geringerem Erfolge: »Pyrame et Thisbé« (1726), »Tarsis et Zélie« (1728), »Scanderbeg« (1735), »Le ballet de la paix« (1738), ferner »Les Augustales« (ein Prolog von Monterif), »Ismène«, »Zélindor«, »La trophée«, »Les génies tutélaire« und »La princesse de Noisy«, welche Opern und Divertissements in der Zeit bis 1760 auf die Bühne gelangten. — Sein Neffe, Louis Joseph F., genannt le neveu, Sohn des zuerst genannten Louis F., wurde am 8. Oktbr. 1738 zu Paris geboren. Kaum 7 Jahr alt, verlor er seinen Vater, weshalb ihn sein Onkel, der kinderlos war, adoptirte und wie einen Sohn ausbilden liess. Derselbe brachte ihn schon 1747 zu den sogenannten Musikpagen des Königs, von wo aus er 1752 als Violinist in das Opernorchester kam. Nachdem er 1764 zum zweiten Opernorchesterdirektor ernannt worden war, folgte er 1767 Berton als erster Orchesterchef und wurde 1776 sogar einziger Direktor der Oper. In demselben Jahre erhob ihn der König zum Kapellmeister seiner Privatmusik und einige Jahre darauf sogar zum Surintendanten derselben. Als Organisator zu Gunsten tüchtiger musikalischer Aufführungen hochbegabt, hatte F. einen Orchesterausschuss zuerst in's Leben gerufen, der, von Allen gewählt, über die das Orchester betreffenden Angelegenheiten vollgültig zu entscheiden hatte. Dieser Einrichtung, wie überhaupt der Musikdirektion F.'s, spendet Laborde das wärmste Lob. Im J. 1792 nahm er in Gemeinschaft mit Cellerier die Grosse Oper in Entreprise, wurde aber in der Schreckenszeit als royalistischer Gesinnung verdächtig festgenommen, nach dem 9. Thermidor erst wieder freigelassen und ihm noch einmal, zusammen mit Denesle, die Oberleitung der Grossen Oper übergeben. Doch bald wurde er mit dem letzteren ab- und dafür Devismes und Bonnet de Treiches eingesetzt. Seitdem entsagte F. allen Geschäften und lebte mit einer Pension von Jerôme Bonaparte in dem Hause seines Sohnes, eines ausgezeichneten Mathematikers. Er starb zu Paris am 10. März 1805. Als Componist ist er mit in Paris erschienenen Violin-Solos und Trios aufgetreten, sowie mit der einaktigen Oper »Ismène et Lindor« (1766) und der Bearbeitung einer älteren, »Ajax« (1770). Andere Opern und Kirchenwerke hinterliess er im Manuscript; dieselben sind seit 1821 zum grössten Theil im Besitz der Bibliothek des Pariser Conservatoriums. Seine beste, von der studirenden Jugend noch lange nach seinem Tode eifrig benutzte Arbeit ist die Schrift: »Diapason général de tous les instrumens à vent, avec des observations sur chacun d'eux« (Paris, 1772), von der Choron eine neue Ausgabe veranstaltete. Jetzt, nach der totalen Umformung der Blasinstrumente hat dieses Buch natürlich keinen praktischen, sondern nur noch historischen Werth.
3François, Florent des, französischer Tonkünstler, um die Mitte des 17. Jahrhunderts Kapellmeister an der Kathedralkirche zu Noyon, hat mehrere

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