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Scan 25
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874
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1seiner Messen veröffentlicht, die sich in der 1633 von Ballard veranstalteten Sammlung vorfinden.
3Franco-Mendès, Jacques, ein vorzüglicher Violoncello-Virtuose, geboren 1812 zu Amsterdam von israelitischen aus Portugal geflüchteten Eltern, erhielt seinen ersten Unterricht auf dem Violoncello von Präger und in der Harmonielehre von Bertelmann. Seine technische Ausbildung vollendete er seit 1829 bei Merk in Wien und concertirte 1831 in Geimeinschaft mit seinem Bruder Joseph in London und Paris mit grossem Beifall. Der König der Niederlande verlieh ihm in demselben Jahre den Titel eines Hof-Violoncellisten und ernannte ihn 1834 zu seinem ersten Solospieler. Mittlerweile war F. mit seinem Bruder 1833 in Deutschland gewesen, und hatte Aufsehen erregt. Von 1836 bis 1841 lebte er in Paris, dann in Holland und unternahm erst 1845 wieder Kunstreisen in's Ausland. Seitdem theilte er seinen Aufenthalt zwischen seinem Vaterlande und Paris und ist besonders als Concertspieler in letztgenannter Stadt hochgeschätzt. In seinen Concerten hat er Violoncellostücke verschiedener Art und Streichquartette seiner Composition hören lassen, die auch zum Theil gedruckt worden sind. — Sein Bruder, Joseph F.-M., geboren zu Amsterdam am 4. Mai 1816, wurde von Präger auf der Violine mit dem grössten Erfolge ausgebildet, so dass er auf den Kunstreisen seines Bruders 1831 und 1833 alle Ehren desselben theilte. Mit demselben liess er sich 1836 in Paris nieder, wo sich Baillot seiner sehr annahm und ihn auf das Quartettspiel hinwies, in welcher Gattung sich F. dann gleichfalls einen Namen machte. Er starb jedoch schon am 14. Oktbr. 1841 zu Amsterdam. Von seinen Compositionen kennt man Violinstücke und Streichquartette.
5Francus, Elabetus, deutscher Tonsetzer aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, liess nach Draudius Bibl. Class. p. 755: »Neue Teutsche vnd lateinische Lieder mit 3 Stimmen« zu Frankfurt a. O. ums Jahr 1599 drucken. — Dieselbe Quelle berichtet, dass ein Joannes F. im Jahre 1600 zu Augsburg »Cantiones sacrae 5, 6, 7 et 8 vocum« herausgab. — Der von Gerber in seinem Lexikon von 1790 noch angeführte Wolfgang Ammonius F., der ein Choralbuch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts herausgegeben haben soll, ist wahrscheinlich Wolfgang Ammon (s. d.), der nach seiner Geburtsstätte in Franken den Zunamen Francus führte.
7Frank, Georg, vortrefflicher und talentvoller Violinist und Dirigent, geboren 1845 in Wien, bildete sich unter Jos. Hellmesberger's Leitung musikalisch in ausgezeichneter Art aus. Wiederholt liess er sich in Wien, dann auch in Pesth, Bukarest, Odessa u. s. w. öffentlich hören und erwarb sich durch seinen schönen Ton und seine vorzügliche Technik den grössten Beifall, ja, sein Spiel und der sich zugleich kund gebende künstlerische Ernst erweckte die allgemeine Sympathie für ihn in dem Maasse, dass u. A. die Fürstin Woronzoff ihn mit einer kostbaren Guarneri-Geige beschenkte. F. trat als Violinist in das Hofopernorchester in Wien, gab aber nach kurzer Zeit diese Stelle wieder auf, um einem Rufe nach Odessa zu folgen, wo man ihm das Amt eines Direktors der russischen Gesellschaft der Musikfreunde übertrug. Dieser Stellung stand er mit Fleiss, Talent und Geschick vor, leider aber ebenfalls nur ganz kurze Zeit, da er am 13. April 1871 in der ersten Blüthe seiner Jahre einem Brustleiden erlag, das er schon lange mit sich herumgetragen hatte und dem selbst das schöne Klima Odessa's keine Heilung mehr zu bringen vermochte.
9Franke, F. C., Pianist und Virtuose auf dem Contrabass, 1841 in Quedlinburg lebend, ist der Verfasser einer »Anleitung, den Contrabass zu spielen«. — Andere Instrumentalisten dieses Namens sind: Hermann F., ein tüchtiger Violinist, der auf Kosten des Königs von Sachsen 1870 seine letzte Ausbildung bei J. Joachim in Berlin erhielt und gegenwärtig erster Violinist des gräfl. Hochberg'schen Streichquartetts in Dresden ist; Leopold F., Oboevirtuose,
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