Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1Pescia, erhielt auf den genannten Instrumenten von Michele Sozzi zu Florenz Unterricht und wurde als erster Oboist am Theaterorchester in Livorno angestellt, in welcher Stellung er auch 1817 gestorben ist. Als Componist war er im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts weiterhin bekannt durch ein Flötenconcert, ferner durch Trios für verschiedene Instrumente und durch Duette für Flöte und Violine, für Flöte und Fagott u. s. w. sämmtlich im Druck erschienen.
3Giamberti, Giuseppe, italienischer Kirchencomponist, geboren in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Rom, machte die musikalische Schule Bernardino Nanini’s und Paolo Agostini’s durch und wurde zweiter Kapellmeister an der Kathedralkirche von Orvieto. Später wurde er neben Gregorio Allegri und Tarditi als zweiter Kapellmeister an Santa Maria Maggiore nach Rom berufen, rückte daselbst 1629 zum ersten Kapellmeister auf, starb aber schon im J. 1630. Von seinen Compositionen sind bekannt geblieben: »Due libri di poesie varie in musica« (Rom, 1613); »Duetti per solfeggiare« (Rom, 1657); »Sacrae modulationes 2, 3, 4 et 5 vocibus cum litaniis beatae virginis Mariae« (Rom, 1627). In Florido’s »Raccolta« (Rom, 1662) befindet sich von G. ein dreistimmiges »Laudate«. G.’s Verdienst aber gipfelt in der wesentlichen Theilnahme an der Verbesserung des Antiphonars, welches zwanzig Jahre nach seinem Tode erschien und den Titel führt: »Antiphona et motecta festis omnibus propria et communia juxta formam breviarii romani etc.« (Rom, 1650).
5Gianella, Luigi, italienischer Flötenvirtuose, der um 1800 seinen Aufenthalt in Paris nahm und als erster Flötist in das Orchester der Komischen Oper in der Rue de la victoire gezogen wurde. Im J. 1805 componirte er mit Dumonchau gemeinschaftlich die Oper »L’officier cosaque«, welche grossen Beifall fand und oft, unter dem Namen »der Kosakenhauptmann« auch in Deutschland, aufgeführt wurde. Ein Jahr später erschien das Ballet »Avis et Galathée« mit Musik von G. auf der Bühne, wovon das Arrangement für Harmoniemusik auch gedruckt wurde. G. selbst starb im J. 1817 zu Paris. — Von seinen übrigen Compositionen sind herausgegeben: Concerte für Flöte, Quintette für Flöte und Streichquatuor, Trios für Flöte, Violine und Violoncello, Duos für zwei Flöten, für Harfe und Flöte, Romanzen für eine Singstimme u. s. w.; namentlich sind seine Flötenstücke ausserordentlich geschickt gearbeitet.
7Gianelli, Abbate Pietro, italienischer Musikschriftsteller, geboren um 1770 im Friaul, trieb in Padua neben den theologischen auch musikalische Studien und lebte fernerhin vorzugsweise in Venedig. Er gab ein »Dizionario della musica sacra e profana« (Venedig, 1801, 2. Aufl. 1810, 3. Aufl. 1820), eine ungenaue und unzuverlässige Compilation, aber doch das erste Werk dieser Art in Italien, heraus. Sodann erschienen aus G.’s Feder: »Grammatica ragionata della musica etc.« (Venedig, 1801, 2. Aufl. 1820) und endlich »Biografia degl’ nomini illustri della musica, ornata de’ loro rispettivi ritratti« (Venedig, 1820), welche umfangreicher angelegte Arbeit jedoch über die erste Lieferung nicht hinaus kam, da G.’s Tod die Fortsetzungen verhinderte.
9Gianettini, Antonio, italienischer Operncomponist, der sich gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu Hamburg aufhielt, wo er sich durch »La schiava fortunata« (1693 aufgeführt), »Medea« und »Ermione« (beide 1695 gegeben) einen Namen machte. Nach Italien zurückgekehrt, brachte er 1709 zu Modena seine Oper »I presagi di Melissa« auf die Bühne. Im Catalog der im Breitkopf’schen Besitze befindliche Manuscritte fand sich auch ein fünfstimmiges Kyrie mit Instrumentalbegleitung von G. angeführt.
11Giangiacomo, Perino, italienischer Componist von Madrigalen, war um die Mitte des 16. Jahrhunderts zu Modena geboren, lebte zu Mailand, wo auch Gesänge von ihm im Druck erschienen sind und starb daselbst im J. 1607.
13Gianotti, Pietro, italienischer Instrumentalcomponist und Musiktheoretiker, geboren um 1720 zu Lucca, kam in jungen Jahren nach Paris und studirte bei Rameau Harmonie und Composition. Im J. 1739 fand er im Orchester der Grossen Oper Anstellung als Contrabassist, gab nebenbei auch sehr ge-

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