Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 252

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1bis 1814 angehörte. Auch als Concertspieler war er in dieser Zeit sehr geschätzt und sein schöner Ton, seine fertige und dabei elegante Technik fanden die höchste Anerkennung. Da er entschiedener Imperialist war, so verliess er mit Eintritt der Restaurationsepoche Frankreich, wanderte nach Amerika aus und nahm seinen Aufenthalt zuerst in New-York, darauf in Philadelphia. — Als Componist ist er nur mit Variationen für Oboe, Stücken für Guitarre und einigen Romanzen, die in Paris erschienen sind, hervorgetreten.
3Gilles, Jean, bedeutender französischer Kirchencomponist, geboren 1669 zu Tarascon, studirte die Musik bei Poitevin, Kapellmeister zu Aix in der Provence, welcher zu derselben Zeit auch Lehrer Campra's war. Nach seines Lehrers Tode trat er in dessen Amt ein, vertauschte dasselbe jedoch bald mit einem gleichen in Ayde. Später kam er als Kapellmeister der St. Stephanskirche nach Toulouse, staub aber, als Meister der Composition im ganzen südlichen Frankreich anerkannt, daselbst schon im J. 1705. Seine Werke, namentlich ein Requiem von ihm, wurden hochgeschätzt und befinden sich im Manuscript auf der Staatsbibliothek zu Paris.
5Gimeno, Giovachino, hervorragender spanischer Tonkünstler der neuesten Zeit, 1817 geboren, hat sich durch seine Cantaten, Ave Maria's und andere geistliche und weltliche Gesangwerke einen bedeutenden Ruf in seinem Vaterlande erworben.
7Ginestet, Prosper de, französischer Componist und Musikschriftsteller wurde um 1796 als Sohn eines Beamten zu Aix in der Provence geboren. Vom Musikstudium sprang er ab, als ihm ein Officierspatent in der Garde Ludwigs XVIII. winkte. Jedoch trat er, wenn auch nicht erfolgreich, 1827 mit der Oper »L'orphelin et le brigadier« und 1830 mit »François I. à Chambord« zu Paris in die Öffentlichkeit. Da er Anhänger der älteren Bourbonenlinie war und blieb, so nahm er nach der Julirevolution seinen Abschied vom Militär, trat zur legitimistischen Opposition und beteiligte sich mit politischen, sowie auch mit musikalischen Artikeln an der Redaktion des »L'avenir«, Organs dieser Partei. Im J. 1833 brachte er noch seine Oper »Le mort fiancé« zur Aufführung. Sonst hat er noch Sonaten für Pianoforte und Violine und für Pianoforte und Violoncello geschrieben. — Sein Bruder, Emil de G., war ein trefflicher Dilettant auf dem Violoncello und hat für dieses Instrument mit Pianofortebegleitung Verschiedenes componirt und veröffentlicht.
9Ginglarus, s. Flöte.
11Gingria oder Gingras (griech.: γίγγρας) ist der Name einer kleinen, etwa eine Spanne langen, mit einem Kernmundstück versehenen Pfeife der alten Phönicien oder Syrier, die des melancholischen Charakters ihrer Töne wegen bei Trauermusiken im Gebrauche (vgl. Marpurg, krit. Einleit. S. 217) und vielleicht identisch mit dem altägyptischen, von den Griechen Giglaros, corrumpt Ginglaros (s. Flöte), genannten Instrumente war. — Gingrina wurde auch die Schalmei genannt, wie Mattheson sagt: »von dem Kaken, so sie von sich giebt, gleich einer Gans, deren proprium ist gingrire«. In Till's Dicht-, Sing- und Spielkunst befindet sich eine Abbildung dieses Instruments. Vgl. auch Athenaeus lib. 4.
13Ginguéné, Pierre Louis, verdienstvoller französischer Literarhistoriker, Kritiker und Musikschriftsteller, geboren am 25. April 1748 zu Rennes in Bretagne, eignete sich früh grosse Sprachenkenntniss und Fertigkeit in der Dichtkunst, Malerei und Musik an. Die letztere namentlich studirte er in Paris überaus gründlich, wie dies gleich anfangs die polemischen Schriften bewiesen, in denen er während der Fehde der Gluckisten und Piccinisten als Verfechter der italienischen Musik auftrat. Nach einem sehr wechselvollen, von 1794 bis 1802 auch verschiedenen Staatsämtern gewidmeten Leben, während dessen er seinen Studien niemals ungetreu wurde, starb er am 16. Novbr. 1816 zu Paris. Als vortrefflicher musikalischer Schriftsteller legitimirte er sich mit folgenden interessanten Werken: »Lettres et articles sur la musique, insérés

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