Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 253

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1dans les journaux sous le nom de Mélophile pendant nos dernières querelles musicales, en 1780, 81, 82, 83« (Paris, 1783); »Notice sur la vie et les ouvrages de Piccini« (Paris, 1800); »Dictionnaire de musique de l'encyclopédie méthodique« (2 Bde., Paris, 1791 bis 1818). Letztgenanntes Werk ist von G. und Framéry begonnen und vom Abbé Feyton vollends herausgegeben worden; G. selbst hat nur die historischen Artikel für den ersten Band verfasst. Endlich findet man in seinem Hauptwerke, der »Histoire littéraire d'Italie« (8 Bde., Paris, 1811 bis 1819), welcher Salfi noch einen neunten Band hinzufügte, gründliche und interessante Nachweise über italienisches Musikwesen des 11. Jahrhunderts, über Guido von Arezzo, über die provençalischen Trobadors, über einige berühmte italienische Tonkünstler des 14. und 15. Jahrhunderts, besonders über Francesco Landino u. A., über die Anfänge der Oper u. s. w.
3Gini, Giovanni Antonio, italienischer Operncomponist, geboren zu Ausgange des 17. Jahrhunderts im Piemontesischen, war um 1728 Kapellmeister zu Turin und führte daselbst seine Opern »Mitridate« und »Tamerlano« auf.
5Ginistet, Prosper de, s. Ginestet.
7Giocondo, als Adverbium giocondamente (ital.), Vortragsbezeichnung in der Bedeutung ausgelassen, lustig. In Verbindung mit der Präposition con wird das von G. abgeleitete Substantiv giocondezza oder giocondità in derselben Bedeutung gebraucht.
9Giocoso oder Giojoso (ital.), Vortragsbezeichnung in der Bedeutung »fröhlich«, scherzend«, »tändelnd«.
11Gioja, Gaëtano, italienischer Balletcomponist von Ruf, 1810 als Orchesterdirektor in Turin und 1815 in gleicher Eigenschaft am Pergolatheater zu Florenz angestellt, starb, nachdem er kaum das dreissigste Lebensjahr überschritten hatte, im J. 1826 zu Mailand. Von seinen Balletpartituren haben den meisten Erfolg gehabt: »Cesare in Egitto«, »Le nozze di Figaro«, »Gundeberga«, »I Morlacchi«, »Niobe«, »Odoacre«, »Tamerlano« u. s. w.
13Giordani, Antonio, italienischer Kirchencomponist, war zu Anfang des 18. Jahrhunderts Kapellmeister an der Kirche der zwölf Apostel zu Rom und hat von seiner Composition 23 zweistimmige Offertorien (Rom, 1724) veröffentlicht. — Ein älterer Componist dieses Namens, Giacomo G., lebte um die Mitte des 17. Jahrhunderts und ist der Autor einer dreistimmigen Passionsmusik mit Instrumentalbegleitung, die sich im Manuscript in der Santini'schen Sammlung in Rom befindet, vielleicht dasselbe ziemlich kunst- und werthlose Tonwerk, welches unter dem Titel »L'agonia di nostro signore« sammt einem Offertorium in zwanzig Manuscriptblättern die k. k. Hofbibliothek in Wien aufbewahrt.
15Giordani, Giuseppe, fruchtbarer italienischer Componist, besonders von Opern, wurde im J. 1753 zu Neapel geboren und kam sehr jung auf das Conservatorio di Loreto, wo er Mitschüler Cimarosa's und Zingarelli's wurde. Sein Vater, seine zwei Brüder und drei Schwestern bildeten eine kleine Truppe, welche in einem Miniaturtheater Neapels ohne fremde Beihülfe komische Operetten, Farcen u. dergl. aufführte. Im J. 1762 ging diese Gesellschaft nach London, wo sie in einer Bude am Haymarket in solcher Art Furore machte, dass sie bald eigens für das Coventgarden-Theater engagirt wurde. G. musste damals noch zurückbleiben und sich fleissigen Musikstudien widmen. Achtzehn Jahr alt, zeichnete er sich denn auch als Clavierspieler und Violinist sehr ehrenvoll aus und schrieb bereits für das Theater in Pisa seine erste Oper, betitelt »L'astuto in imbroglio«. So weit vorgerückt, beschied ihn sein Vater 1771 nach London, und dort debütierte er als Componist 1772 erfolgreich mit einem Pasticcio, dem er alsbald seine Oper »Antigono« folgen liess. Um zu Vermögen und Unabhängigkeit zu gelangen, ertheilte er Clavier- und Gesangunterricht, gab mehrere seiner Vocal- und Instrumentalcompositionen heraus und trat auch noch einmal als dramatischer Componist mit einer komischen Oper »Il baccio« (1779) auf. Nachdem er seinen Zweck in London nach Wunsch

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