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Scan 261
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874
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1und in der Composition Bartol. Felice's Schüler. In jungen Jahren bereits wurde er als erster Violinist im Orchester eines Theaters seiner Geburtsstadt angestellt und war später auch als Lehrer des Gesangs, Clavier-, Harfen- und Violinspiels sehr angesehen. Als Componist hat er Streichquartette und Violinduette herausgegeben, die auch zum Theil in Deutschland gedruckt erschienen. Im J. 1812 war er zu Florenz noch am Leben und in voller Thätigkeit.
35) Mauro G., berühmter Guitarrenvirtuose und sehr beliebter Componist für dieses Instrument, geboren 1796 zu Bologna, kam bereits 1807 nach Wien, wo er sehr bald als ausführender Musiker wie als Componist das grösste Aufsehen machte, so dass seine Concerte stark frequentirt, seine Unterrichtsstunden sehr gesucht und seine Arbeiten begehrte Artikel waren. Mit Ausnahme einiger Besuchsreisen in sein Vaterland, verliess er Wien nicht mehr und starb da selbst schon im J. 1820. Seine zahlreichen Compositionen für Guitarre stehen ihrem Werthe nach in der einschlägigen Literatur obenan; sie bestehen in drei Concerten, Sonaten, Etüden, Rondos, Variationen, Potpourris für eine Guitarre, Liedern mit Begleitung der Guitarre, zahlreichen Duetten, Divertissements, Fantasien, Tänzen für zwei Guitarren, einer concertirenden Serenade für Guitarre, Violine und Violoncello, einem Quintett für Guitarre, zwei Violinen, Viola und Violoncello u. s. w. G. ist auch der Verfasser einer guten Guitarrenschule, welche mit italienischem und deutschem Text zu Wien erschienen ist.
5Giuliano Tiburtino, berühmter italienischer Tonsetzer des 16. Jahrhunderts, von dem sich in einer 1579 erschienenen Sammlung von Madrigalen, Ricercaren u. s. w. Willaert's, Cyprian Rore's u. A. dreistimmige Ricercaren und Fantasien mit der beigedruckten Bemerkung »accommodate da cantare e sonare per ogni istromenti« befinden.
7Giulini, Andreas, beliebter deutscher Kirchcomponist und tüchtiger Musikpädagoge des 18. Jahrhunderts, war der Sohn eines aus Italien stammenden Sprachlehrers und fungirte bis 1771 am Dom zu Augsburg als Kapellmeister. Er besass gründliche theoretische Kenntnisse und eine vorzügliche Methode für den Gesangunterricht, in Folge dessen er zahlreiche gute Sänger für seinen Kirchenchor heranbildete. Als Componist, namentlich von Kirchenstücken, war er weit und breit sehr geschätzt, ohne dass jedoch eine seiner Arbeiten in den Druck gekommen ist.
9Giusti, Maria, s. Bulgarelli.
11Giustiniani waren, wie Demantius in seiner »Isagoge artis musicae« (Appendix der Ausg. Jena, 1656) angibt, »sonderliche Buhlenliedlein in der Stadt Bergamo« und wie Prætorius (Syntagma III. 18) hinzusetzt, »meistlich mit drei Stimmen«.
13Giustini, Lodovico, italienischer Componist aus Pistoja, von dessen Arbeiten um 1736 zwölf Claviersonaten zu Amsterdam im Druck erschienen sind.
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16Giusti Romania, Maria, italienische Opernsängerin, die, wie der Beiname andeutet, aus Rom gebürtig war, kam 1725 mit einer Operngesellschaft nach Breslau und ging im nächsten Jahre nach Prag. An beiden Orten wurde sie als bedeutende Sängerin gefeiert. Vgl. Mattheson »Musikal. Patriot.«, 43. Betrachtung.
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19Giusto (ital.), Adjectivum in der Bedeutung richtig, angemessen, kommt als musikalische Vortragsbedeutung nur in Verbindung mit einem näher bezeichnenden Hauptworte vor, am häufigsten mit dem Substantiv Tempo. Tempo giusto bezeichnet daher ein dem Charakter des Tonstücks entsprechendes Zeitmaass, das herauszufinden, dem richtigen Gefühle des Spielers oder Sängers überlassen bleibt.
21Gizzi, Domenico, berühmter italienischer Sänger, bewährter Gesanglehrer und Componist, geboren 1684 zu Arpino im Königreich Neapel, erhielt seinen ersten gediegenen Musikunterricht bei seinem Landsmann Angelio und studirte, bereits zum geschickten Sänger herangebildet, noch auf dem Conservatorio di
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