Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1Er hat sich auch als geschmackvoller Componist für Harfe sowohl als für Pianoforte bewährt. Sonaten, Etuden und zahlreiche Salonstücke für diese Instrumente von ihm sind zu Paris und zum Theil auch in Mainz und anderwärts in Deutschland erschienen. Auch Opern hat er geschrieben, von denen »die Zauberharfe« 1856 einigen Erfolg hatte. — Sein älterer Bruder, Jules Joseph G., 1811 zu Namur geboren und musikalisch gleichfalls auf dem Pariser Conservatorium ausgebildet, war ein ebenso tüchtiger Harfenvirtuose als besonders ein vielversprechender Componist. Seiner wenig festen Gesundheit wegen lebte er theils in Boulogne, theils in Paris, starb aber in letzter Stadt schon am 27. Febr. 1840, nachdem er seine Opern »Le Diadeste« und »La chasse royale« zur Aufführung gebracht hatte.
3Godendag oder Godendach, genannt Pater Giovanni Bonadies, ein musikkundiger, um 1450 lebender Carmelitermönch, war der Lehrer des berühmten Tonlehrers Gafori. Von seinen Compositionen kennt man nur noch ein zweistimmiges Kyrie vom J. 1473, welches Forkel im zweiten Bande seiner Geschichte der Musik (Seite 670) aus Martini’s »Storia« aufgenommen hat.
5Godfrey, Daniel, englischer Tonkünstler, Musikdirektor des Gardecorps in London, hat sich durch beliebt gewordene Tanz- und Marschcompositionen auch in Frankreich und Deutschland einen Namen gemacht.
7God save the king (the queen), die englische Nationalhymne, gedichtet und componirt (1743) von Henry Carey (s. d.), wie aus Fr. Chrysander’s Forschung über diesen Gesang mit grösster Sicherheit hervorgeht. Vgl. die bezügliche Abhandlung in dessen Jahrbüchern für musikal. Wissenschaft I. 287 u. ff. Den deutschen Text dieser Hymne, mit den Worten »Heil dir im Siegerkranz« beginnend, dichtete 1790 der holstein’sche Pfarrer Heinrich Harries, während der Vicar des Hochstifts Lübeck, Balthasar Gerhard Schumacher das Verdienst hat, dieselbe 1793 in Deutschland eingeführt zu haben.
9Göbel, Johann Ferdinand, guter deutscher Violinspieler, Componist und Dirigent, geboren 1817 zu Baumgarten in Schlesien, besuchte, nachdem er das Gymnasium in Glatz durchlaufen, das Conservatorium in Prag, wo Pixis im Violinspiel und Dionys Weber seine Hauptlehrer in der Composition waren. Im J. 1840 wurde er als erster Violinist im Theaterorchester zu Breslau angestellt und rückte 1844 zum Musikdirektor dieses Instituts auf. Componirt hat er Werke für Violine, Ouvertüren für Orchester, ein- und mehrstimmige Lieder und Gesänge.
11Göbel, Karl, trefflicher deutscher Pianist und tüchtiger Componist, von dessen Arbeit stylvolle Kammermusikwerke sich bedeutende Anerkennung erworben haben. Mit dem Titel eines königl. Preussischen Musikdirektors ausgezeichnet, lebt G. zu Bromberg als Clavierlehrer und musikalischer Berichterstatter der Bromberger Zeitung. Im J. 1873 trat er mit zwei Opern, »Chrysalide« und »Frithjof« hervor, welche dem Vernehmen nach 1874 am Stadttheater zu Danzig zur Aufführung gelangen sollen. Die Ouvertüren zu diesen Opern sind bereits von verschiedenen Orchestern (in Berlin von der Bilse’schen Kapelle) mit Beifall ausgeführt worden. G. ist auch der Verfasser einer kleinen didaktischen Schrift, betitelt: »Compendium für den Musikunterricht, insbesondere für das Clavierspiel« (Bromberg, 1862).
13Göpel, Johann Andreas, vielseitig gebildeter und tüchtiger deutscher Tonkünstler, geboren am 13. Oktbr. 1776 zu Pferdnigsleben bei Gotha, erhielt in seiner Heimath einen gründlichen Unterricht im Orgelspiel und in der Musik überhaupt. In Lübeck bildete er sich vollends aus und versah mehrere Jahre hindurch das Präfectenamt beim Stadtsingchor, bis er 1808 als Organist an der St. Jacobikirche in Rostock angestellt wurde, in welcher Stadt er sich auch als Gesang- und Clavierlehrer sehr verdient machte. Seit 1818 dirigirte er auch einen von ihm gegründeten Gesangverein und veranstaltete 1819, bei Gelegenheit der Aufstellung des Blücherdenkmals, mit 200 Sängern und 100 Instrumentalisten ein zweitägiges grosses Musikfest, welches der Jacobikirche

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