Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 324

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

10 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 318. See the scan on archive.org.

1und ist hauptsächlich als Quartettspieler sehr geschätzt. Sein Spiel kennzeichnet sowohl nach der technischen Seite hin, wie in Bezug auf Auffassung und Vortragsmanier den gediegenen und intelligenten Künstler.
3Grabau, Henriette Eleonore, rühmlich bekannte und beliebte deutsche Concertsängerin, geboren am 29. März 1805 zu Bremen, empfing nebst zwei jüngeren Schwestern von ihrem Vater einen guten Gesangunterricht, auf Grund dessen sie später bei Mieksch in Dresden ihre Studien vollenden konnte. Schon 1825 erhielt sie in Leipzig ein festes Engagement als Concertsängerin und nahm nach ihrer Verheirathung den Doppelnamen Bünau-G. an. Als solche sang sie auch in anderen Städten die Soli bei grösseren Aufführungen, hat aber besonders in Leipzig, wo sie am 28. Novbr. 1852 starb, einen ehrenvollen Künstlernamen hinterlassen. — Ihr jüngerer Bruder, Johann Andreas G., geboren am 19. Oktbr. 1809 zu Bremen, bildete sich, besonders bei Kummer in Dresden, zu einem tüchtigen Violoncellisten aus, der namentlich als Quartettspieler hoch geschätzt wird. In der Nähe Leipzigs lebend, ist er seit einer langen Reihe von Jahren den Winter hindurch im Gewandhausorchester zu Leipzig thätig.
5Grabe, deutscher Kirchencomponist, um 1770 in Baiern geboren, lebte bis 1806 als Stiftsbeamter zu Neuenzelle in der Niederlausitz und hat viele Psalme, Messen, Hymnen, ein Te deum und andere Kirchenstücke für den Chor seiner Kirche componirt, die sich zu ihrer Zeit Beifalls erfreuten. †
7Grabeler, Peter, deutscher Violinist und Componist, geboren am 10. Aug. 1796 zu Bonn, zeigte schon frühzeitig bedeutende Anlagen für Musik, welche zunächst durch Unterricht auf Guitarre, Harfe und Violine ausgebildet wurden. Seit seinem zehnten Jahre als Violinist im Orchester seiner Vaterstadt thätig, lernte er nach und nach alle gangbaren Instrumente spielen und erhielt auch einen tüchtigen theoretischen Unterricht von dem kurfürstl. Hofmusicus Stegmann, der ihn zu eigenen Compositionen anregte. Als Regiments-Musikmeister zog G. 1815 mit dem preussischen Heere über den Rhein, wurde aber nach der Schlacht bei Waterloo nach Posen versetzt, wo er die deutsche Oper dirigirte, bis sein Regiment in Breslau Garnison nehmen musste. In letzterer Stadt liess er sich häufig als Soloviolinist hören, kehrte 1821 nach Bonn zurück und versuchte darnach, aber erfolglos, sich in Amsterdam, wohin er unter Vorspiegelungen gelockt war, eine feste Stellung zu begründen. Missmuthig über seine fehlgeschlagenen Hoffnungen, übernahm er 1824, nach seines Vaters Tode, dessen Bierbrauerei, ohne jedoch der Musik und der Composition ganz zu entsagen. Im Gegentheil ertheilte er Unterricht im Generalbass, Gesang und Clavierspiel und förderte das musikalische Vereinsleben seiner Vaterstadt. Ein ihm auf die Brust gefallenes Bierfass hatte für ihn die Lungenschwindsucht zur Folge, welcher er, da auch der Gebrauch der Bäder von Aachen nicht nützte, nach fünfjährigen Leiden, am 16. Decbr. 1830 zu Bonn erlag. Componirt hat er u. A. das Oratorium »Salomo's Urtheil« (1829 in Bonn aufgeführt), die Cantate »An die Hoffnung«, Text von Ludwig, König von Baiern, für Solostimmen, Chor und Orchester, den 145. Psalm und andere Kirchengesänge, ferner das Singspiel »Schönthal«, Männerchöre, Pianofortestücke, Märsche u. s. w.
9Graben-Hoffmann, Gustav, deutscher Vocalcomponist und Gesangspädagoge der Gegenwart, geboren am 7. März 1820 zu Bnin unweit Posen, war der Sohn eines Cantors und Lehrers. Früh verwaist, wusste er sich die Aufnahme in die höhere Bürgerschule auf dem Graben zu Posen zu verschaffen. Seine Fähigkeiten und sein Fleiss erregten das Interesse seiner Lehrer, sodann auch mehrerer Familien, die auf dem Graben wohnten, dermaassen, dass letztere seine Erziehung und später auch sogar seine künstlerische Ausbildung vermittelten, weshalb sich Gustav Hoffmann (so hiess er eigentlich) in dankbarer Erinnerung daran Graben-Hoffmann nannte. Um die Musik gründlicher treiben zu können, trat er nach genügender wissenschaftlicher Vorbereitung in

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.