Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Mailand. Seine Kunst vererbte er auf zwei Söhne, Giovanni G. und Giovanni Battista G., welche gemeinschaftlich die Arbeiten ihres Vaters um 1690 aufnahmen und bis gegen 1710 fortführten. Der Letztere war überdies ein guter Violoncellovirtuose und Contrabassist. Das Geschäft der beiden Brüder übernahm um die zuletzt genannte Zeit Francesco G., der Sohn Giovanni’s, welcher bis 1746 als Instrumentenmacher in Mailand thätig war, worauf der Name G. in diesem Zweige der Kunst, in welchem er dem der Straduari’s fast gleich geachtet wurde, nicht mehr vorkommt.
3Grand (französ.; ital.: grande), gross. Grand barré, s. Capotasto. — G. jeu französ. Orgelterminus für Volles Werk.
5Grand, Monsieur le, s. Couperin (François) und Legrand.
7Grandfond, Eugène, französischer Componist, geboren im Febr. 1786 zu Compiègne, widmete sich zuerst und zwar auf dem Collège zu Vernon wissenschaftlichen Studien, wurde aber dann Zögling des Pariser Conservatoriums und daselbst von R. Kreutzer im Violinspiel und von Berton in der Harmonielehre unterrichtet. Im J. 1809 trat er als zweiter Orchesterchef an die Spitze des Theaterorchesters zu Versailles und brachte ein Jahr später seine einaktige Oper »Monsieur Desbosquets« an der Opéra comique in Paris zur Aufführung, welche jedoch keinerlei Erfolg hatte. Bekannter wurde er durch Romanzen, die er vielfach veröffentlichte. Im Manuscript hinterliess er auch Violinconcerte.
9Grandi, Alessandro, einer der geschicktesten italienischen Kirchentonsetzer des 17. Jahrhunderts, aus Sicilien gebürtig, war zuerst Kapellmeister an der Kathedrale zu Rimini, dann um 1640 an der Kirche Santa Maria maggiore zu Bergamo. Sein Todes- ist ebenso wie sein Geburtsjahr unbekannt. Zahlreiche Werke von ihm, als Messen, Motetten, Psalme Cantaten und Arien erschienen in der Zeit von 1619 bis 1640 gedruckt; die Sammlung »Corolla missarum« von Domfridus enthält gleichfalls einige Stücke von ihm. — Sein Zeitgenosse war Vincenzo G., am 28. Octbr. 1605 zu Monte Albotto geboren, der unter Paul V. als Sänger der päpstlichen Kapelle in Rom fungirte und fünf- und achtstimmige Antiphonen, sowie achtstimmige Psalme veröffentlicht hat.
11Grandi, Guido, musikgelehrter italienischer Geistlicher, geboren zu Cremona 1671 und gestorben am 4. Juli 1742 zu Pisa als Abt und Generalvisitator des Camaldulenserordens daselbst, hat sich durch mehrere die Theorie der Musik behandelnde Werke einen Namen gemacht. Das bekannteste derselben ist das in seinem zwanzigsten Jahre geschriebene Buch »von der Theorie der Musik«. Eine englisch in Form eines Briefes erschienene Abhandlung, »Of the nature and property of sons«, die unter dem Namen Dr. G. in den Philisophical transact. vol. XXVI. Nr. 319 p. 270 sich befindet, scheint eine Uebersetzung aus dem zuerst angeführten Buche zu sein.
13Grandioso (ital.), eine auf Styl oder Vortrag gehende Bezeichnung in der Bedeutung grossartig, prächtig.
15Grandis da Monte Albotto, Vincenzo, s. Grandi.
17Grandval, Nicolas Ragot de, französischer Tonkünstler, geboren 1676 zu Paris, war zuerst Musikdirektor und wahrscheinlich auch Schauspieler und Sänger bei einer die Provinzstädte bereisenden Bühnengesellschaft, für die er Divertissements dichtete und componirte. Nach langem Wanderleben liess er sich als Organist in Paris anstellen und starb daselbst am 16. Novbr. 1753. Von seinen Arbeiten sind bekannt geblieben: eine Schrift »Essai sur le bon goût en musique« (Paris, 1732) und ein erstes Buch Cantaten (Paris, 1728). — Der gegen die Mitte des 18. Jahrhunderts berühmte Schauspieler G. an der Comédie-française zu Paris war ein Sohn von ihm.
19Graneiro, corrumpt für Grancino (s. d.).
21Granger, James oder John, Vicar von Shiplake zu Oxford, starb als

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