Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1unterhaltungen; Accompagnisten hatte er fast stets in seiner Nähe, oder er liess die Musiker der Städte, in denen er gerade war, einladen. Graun's Opern und Kirchenwerke schätzte er zu dem Höchsten, was die Tonkunst hervorgebracht habe, und Quantz's Flötencompositionen waren sein unentbehrliches Vademecum, bis ihm das Alter die Lippenkraft raubte und die Zähne schädigte, so dass er nothgedrungen von seinem besten Freunde, wie er die Flöte nannte, Abschied nahm. Für Quantz sorgte er bis an dessen Ende, liess ihm in der letzten Krankheit Arzeneien und Pflege angedeihen und setzte ihm ein Denkmal mit sinniger Inschrift bei Potsdam, über welches jetzt die Stadt erweiterung rücksichtslos hinweggefluthet ist. F.'s Flötenspiel soll im Adagio, das er empfindungsvoll, einfach und edel gegeben habe, bemerkenswerth gewesen sein; im Allegro fehlte es ihm meist an ausreichender Fertigkeit. Mit Tempo und Takt sprang er so willkürlich um, dass es für eine besondere Kunst galt, ihn auf dem Flügel zu begleiten. Ausser Flötensolo's werden ihm als Componisten Märsche (u. A. zu Lessing's »Minna von Barnhelm«), die Oper »Il re Pastore«, die Ouverture zu »Acis e Galatea« und Sopranarien, von denen sich zwei im Manuscript auf der Dresdener Bibliothek befinden, zugeschrieben. Reichardt mag aber Recht haben, wenn er behauptet, der König habe niemals etwas Anderes wie die Oberstimme gesetzt oder angedeutet und Agricola die ganze Ausarbeitung überlassen. Es ist dies die üblich gewordene Manier, welcher fürstliche Dilettanten mit wenigen Ausnahmen überhaupt ihren über Gebühr gepriesenen Componistenruhm verdanken. Mit F.'s Bedeutung in musikalischer Beziehung beschäftigt sich eine Schrift von C. F. Müller, betitelt: »Friedrich der Grosse als Kenner und Dilettant auf dem Gebiete der Tonkunst u. s. w.« (Potsdam, 1847).
3Friedrich Wilhelm II., König von Preussen 1786 bis 1797, Bruderssohn und Nachfolger des Vorigen, geboren am 25. Septbr. 1745 zu Berlin, war ebenfalls ein leidenschaftlicher Musikliebhaber und ein Violoncellist, der es unter Lehrern wie Graziani und Duport bis zu einer gewissen Virtuosität gebracht hatte. In seinem Musikgeschmacke war er nicht so eigensinnig einseitig und viel toleranter wie sein grosser Vorgänger, und eine längere Regierung würde für das Kunstwesen seines Landes gewiss von eingreifenderer Bedeutung geworden sein.
5Friedrich Wilhelm Constantin, Fürst von Hohenzollern-Hechingen 1838 bis 1849, in welchem letzteren Jahre er zu Gunsten der hohenzollern'schen Königslinie abdankte, war am 16. Febr. 1801 geboren und erhielt unter der Leitung seines hochgebildeten Vaters, des Fürsten Friedrich Hermann Otto, den geschickte Lehrer unterstützten, eine für die Ausbildung seines Herzens und Geistes gleich vortheilhafte Erziehung. Seine Vorliebe für die Musik bestimmte ihn zunächst schon als Erbprinz, die Hofkapelle in kunst würdiger Art zu reorganisiren. Dieses Institut bestand seit den französischen Kriegen nur noch aus wenigen pensionirten Musikern, denen nunmehr, um alle Fächer auszufüllen, Dilettanten zugesellt wurden. Im J. 1827 aber berief F. wirkliche Kunstkräfte nach Hechingen und stellte den Virtuosen und Componisten Thomas Täglichsbeck als Kapellmeister an. Die Pflege seiner Kapelle war die Hauptfürsorge dieses edlen Fürsten bis an sein Ende, und sein geselliger Hof bot den hervorragenden Componisten sowohl wie Virtuosen einen gastfreundlichen Aufenthalt. Nach seiner Abdankung und noch mehr nach seiner Uebersiedelung mit dem ganzen Hofhalte nach Löwenberg in Schlesien im J. 1852 waren Musik und Musikpflege die Factoren, welche den verloren gegangenen Glanz der Herrschaft reichlich ersetzten. Im J. 1857 übernahm Max Seifriz das Kapellmeisteramt, und von da an datirt die Anerkennung, dass die fürstl. hohenzollern'sche Kapelle die tüchtigste, wohlgeübteste und leistungsfähigste in Deutschland sei, ein Ruhm, den sie zum guten Theile der hauptsächlichen Beschäftigung mit Werken der neuesten Schule von Berlioz, Volkmann, Liszt u. s. w. verdankt, die in Vollendung nur von einem Tonkörper ersten Ranges

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