Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1F.-Schlüssel (franz.: clef de fa; ital.: chiave di fa), ein Zeichen, welches aus einem kreisförmigen Zuge besteht, um die, von unten gezählt, vierte Linie des Notensystems geschlungen wird und anzeigt, dass auf dieser Linie das f zu notiren ist. Da dadurch, dass f auf einer oberen Linie notirt wird, den
3![Musical notation example](https://i.imgur.com/3Q5z5QG.png)
5gangbarsten tieferen Tönen (Bass) des Tonreichs die Möglichkeit geschaffen ist, meist innerhalb des Systems eine Stelle zu erhalten, so giebt man dem F. auch den Namen Bassschlüssel. Ehemals setzte man diesen Schlüssel auf die dritte, vierte oder fünfte Linie, je nachdem die Klänge, welche notirt werden sollten, höher oder tiefer lagen, und nannte dem entsprechend den letzteren den tiefen-, den ersteren den hohen- und den mittleren schlechtweg den Bassschlüssel. Alle drei Schlüssel findet man noch häufig in Notendrucken aus dem 16. und 17. Jahrhundert vertreten. S. auch Notenschrift. O.
7Fuchs, Aloys, einer der gründlichsten deutschen Musikkenner und ausübenden Dilettanten, geboren am 23. Juni 1799 zu Naase im österreichischen Schlesien, war der Sohn eines Schullehrers, von dem F. die Anfangsgründe des Singens und Clavierspiels erlernte. In seinem 11. Jahre wurde er als Sängerknabe in das Minoritenkloster zu Troppau gebracht, woselbst er sechs Jahre hindurch neben den Schulwissenschaften auch Generalbass, Orgel- und Violoncellospiel treiben durfte und wegen seines vom Blattlesens und seines unfehlbaren Treffens im Gesang in Ansehen stand. Im J. 1816 bezog er die Universität zu Wien, um die Rechte und Philosophie zu studiren. Als armer, auf sich selbst angewiesener Student gab er vielfach Unterricht und machte sich durch sein Musiktalent bei Gesangvereinen und öffentlichen Aufführungen sehr nützlich. Dies brachte ihn in den Verkehr mit zahlreichen einheimischen und fremden Künstlern, die sein Musikwissen sehr förderten. Auch im Clavier- und Violoncellospiel brachte er es damals bis zur Bedeutsamkeit. Im J. 1823 fand F. eine Anstellung im Staatsdienste und wurde im Laufe der Zeit Concept-Adjunkt im k. k. Hofkriegsrath zu Wien. Als Beamter musste er seine Musikübung auf die wenigen Freistunden verlegen, erübrigte aber dennoch noch Zeit, um auch Musikgeschichte zu studiren. Die anhaltende Beschäftigung mit dem biographischen Theil derselben brachte ihn auf die Idee, sich eine Autographensammlung besonders der Musikwerke berühmter Componisten aller Völker und Zeiten anzulegen. Mit beharrlicher Geduld, mit Geldopfern und wissenschaftlich systematisch verfahrend, gelang es ihm, einen Manuscriptenschatz und nebenbei eine Porträtsammlung von Musikern, Dilettanten, Instrumentenmachern u. s. w. zusammenzubringen, wie sie fast einzig in ihrer Art dasteht. Aus diesen Sammlungen schöpfte er zugleich vielfach einen werthvollen Stoff zu bisher ganz unbekannt gewesenen Mittheilungen über verschiedene Meister, besonders über Gluck, Mozart, Haydn und Beethoven, die er in Wiener und Berliner Musikzeitungen verwerthete. F. und seine Sammlungen wurden ein Centralpunkt für den Wien besuchenden Musikforscher, der einem solchen oft reiche Ausbeute bot. F. starb am 20. März 1853 zu Wien. Viele Jahre hindurch war er auch als Bassänger Mitglied der Hofkapelle gewesen. Seine mühsam zusammengebrachten Sammlungen wurden leider durch Einzelverkauf überall hin zerstreut.
9Fuchs, Georg Friedrich, geschickter deutscher Harmoniemusik-Componist, geboren am 3. Decbr. 1752 zu Mainz, wurde schon als Knabe zu fleissigen Uebungen auf Clarinette, Fagott und Horn angehalten und erhielt im vorgerückteren Jugendaralter bei Cannabich Compositionsunterricht. Bald darauf wurde er Militär-Musikmeister in Zweibrücken, welche Stelle er 1784 aufgab, um sein Heil in Paris zu versuchen. Dort erwarb er sich durch seine Fähig-

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