Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 232

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1Heteros Exô (griech.), ξ, ist eine Hypotas (s. d.) der griechisch-katholischen Kirche, die wahrscheinlich aus einem der demotischen Schriftzeichen der alten Aegypter entstanden; aus welchem ist jedoch bisher nicht nachgewiesen. Ein Beispiel, in dem dies Tonzeichen angewandt ist, folgt hier; darüber ist die Notation in unserer Weise gesetzt:
3Hetsch, (Karl Friedrich) Ludwig, tüchtiger Pianist und Violinist, bedeutender Componist und Dirigent, wurde am 26. April 1806 zu Stuttgart geboren als der Sohn eines Mitgliedes der dortigen Hofkapelle. Der Concertmeister Abeille unterrichtete ihn im Pianofortespiel, und sein späterer Musiklehrer, als der Vater 1813 Stadtmusicus in Tübingen geworden, war der Organist Weiss. Aus der lateinischen Schule trat H. 1820 in das theologische Seminar in Schönthal, wo er auf musikalisches Selbststudium angewiesen war, und erst seitdem er 1824 das evangelisch-theologische Stift in Tübingen bezogen hatte, konnte er die Lücken seiner Musikkenntniss bei guten Lehrern mehr und mehr ausfüllen. Ohne Vorwissen seiner Eltern, die von einem musikalischen Lebensberuf nichts wissen wollten, kehrte er 1828 der Theologie den Rücken und begab sich 1830 nach Stuttgart, wo er Musikunterricht ertheilte, dann auch die Direktion des Liederkranzes und eines Liebhaberorchesters übernahm und, von Lindpaintner künstlerisch berathen, eifrig weiterführte. Eine 1833 am Hoftheater aufgeführte zweiaktige Oper von ihm, »Ryno«, hatte einen so freundlichen Erfolg, dass der König von Württemberg ihm die Mittel gewährte, eine musikalische Studienreise nach Wien zu unternehmen, von der H. erst nach einem Jahre zurückkehrte. In Stuttgart traf ihn die Berufung zum akademischen Musikdirektor in Heidelberg, der er 1835 folgte. In dieser Zeit zeichnete er sich als Dirigent sowohl, wie als Componist vortheilhaft aus und richtete auch im übrigen Deutschland die Blicke auf sich, als er 1840 mit dem 130. Psalm vom Stuttgarter Musikverein und 1843 mit einem Duo für Pianoforte und Violine vom Norddeutschen Musikverein mit den ausgesetzten Prämien belohnt wurde. Schon vorher war ihm von der Heidelberger Universität die Doctorwürde ertheilt worden. Ein grösserer Wirkungskreis aber eröffnete sich für ihn in Mannheim, wohin er 1846, zum zweiten Kapellmeister und Chordirektor des Hoftheaters ernannt, abging. Dort übernahm er auch die Leitung der Liedertafel, die er zu höheren und besseren musikalischen Zwecken führte. In beiden Stellungen verblieb er bis zu seiner letzten langen und schweren Krankheit, welcher er am 28. Juni 1872 in Mannheim erlag. — Von H.'s zahlreichen Compositionen sind Sinfonien und Oratorien, Clavier- und Violinconcerte, Divertissements für einzelne Blaseinstrumente und Harmoniemusikstücke im localen Umkreise vortheilhaft bekannt, andere Clavierwerke und besonders ein- sowie mehrstimmige Lieder und Gesänge auch durch den Druck verbreitet worden.
5Hettisch, Johann, guter Violoncellist, geboren 1748 zu Liblin in Böhmen, galt um 1772 bereits als der beste Virtuose seines Instruments in Prag, wurde dann aber kaiserl. Beamter und als solcher nach Lemberg versetzt. Dort starb er im J. 1793. Er hat Concerte und Solos für Violoncello componirt.
7Heu, Johann Jacob, vorzüglicher deutscher Hornvirtuose, geboren 1748 zu Arnstadt in Thüringen, war ein Schüler Punto's und wirkte als Mitglied der herzogl. Kapelle in Weimar.
9Heuchemer, Johannes, trefflich gebildeter deutscher Tonkünstler, geboren 1826 zu Vallendar bei Coblenz, wo sein Vater Organist war. Von demselben schon früh musikalisch unterrichtet, setzte H. diese Studien als Gymnasiast

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