Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 251

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1die am Schwanzende eines Balges befindliche, aus zwei mit Leder verbundenen sogenannten Spähnen bestehende Falte desselben.
3Hinterbalgfaltenspähne oder kurzweg Hinterspähne nennt der Orgelbauer die schmalen Brettchen, welche zur Fertigung der Hinterbalgfalte notwendig sind. Man unterscheidet bei diesen noch die Hinterober- und Hinterunterbalgfaltenspähne.
5Hinteroberbass nennt Adlung in seiner Mus. mech. org. pag. 233 eine Abtheilung der Görlitzer Orgel, und zwar die hinter der Manuallade des Oberclaviers befindliche Pedalwindlade nebst Zubehör. Sonst ist dieser Fachausdruck nicht in Anwendung gekommen.
7Hinteroberbalgfaltenspähne, s. Hinterbalgfaltenspähne.
9Hintersatz heisst in den alten Orgeln das vom Principal oder Prästanten geschiedene Pfeifenwerk, welches nicht durch Schleifen in verschiedene Stimmen gesondert war, sondern beim Niederdruck einer Taste stets mixturartig zusammen ansprach. Der Name H. rührt daher, weil dieses Pfeifenwerk hinter den Prästant, die vorn im Prospekt aufgestellte Hauptstimme, gesetzt wurde (s. auch Principal und Orgel).
11Hinterspähne, s. Hinterbalgfaltenspähne.
13Hinterunterbass ist in Adlung's Mus. mech. org. pag. 233 der Name für eine Abtheilung der Görlitzer Orgel, nämlich der hinter der Manuallade des Unterclaviers befindlichen Pedalwindlade nebst Zubehör. Sonst ist dieser Fachausdruck nicht wieder vorgekommen.
15Hinterunterbalgfaltenspähne, s. Hinterbalgfaltenspähne.
17Hinterwellenarm, s. Hinterarm.
19Hintze, Jacob, deutscher Instrumentalmusiker und Gesangscornponist, geboren 1622 zu Bernau unfern Berlin, war um 1666 kurfürstl. brandenburg'scher Hofmusicus in Berlin und zog sich später in seine Geburtsstadt zurück, in welcher er, den Ruf eines vorzüglichen Contrapunktisten hinterlassend, 1695 starb. Er besorgte die zwölfe Ausgabe von Joh. Crüger's »Praxis pietatis« (Berlin, 1690) und hängte derselben 65 »geistreiche epistolische Lieder«, Melodien von ihm selbst zu Texten von Jos. Hermann an, von denen jedoch keine mehr im kirchlichen Gebrauch ist. Wohl aber sind unter den Liedern, durch welche diese Ausgabe auf 1220 Nummern gebracht wurde, sechszehn andere ebenfalls von ihm, von denen das Lied »Gieb dich zufrieden«, Text von Paul Gerhardt, und »Alle Menschen müssen sterben«, Text von Albinus, letzteres von H. componirt oder wenigstens geändert, noch jetzt gesungen werden.
21Hinze, Joseph Simon, s. Häntz.
23Hippasos, ein pythagoräischer Philosoph und Tonkünstler des alten Griechenlands, geboren in Metapont, nach Anderen in Kroton, soll über Musik geschrieben haben und zuerst die Proportionen der Töne aus der Langsamkeit und Geschwindigkeit der schwingenden Saite berechnet haben, während sein Lehrer Pythagoras dieselben gemäss der Länge und Schwere der Saiten feststellte.
25Hippias, altgriechischer Sophist aus Elis, um 400 v. Chr., der Zeitgenosse des Socrates, machte sich namentlich durch seine übertriebene Eitelkeit und Prahlerei, die auch Platon in zwei nach ihm benannten Dialogen geisselt, im ganzen Alterthum bekannt. Er soll auch über Musik geschrieben haben.
27Hippokrene (griech.), d. i. Rossquelle, hiess der vom Abhange des Berges Helikon in Böotien begeisterndes Wasser sprudelnde Quell, weil er der Sage nach in Folge eines Hufschlags des Pegasus entstand. Er war dem Apollon und den Musen heilig, und Alle, die aus ihm tranken, fühlten sich zu Gesang begeistert.
29Hippolythus, Blasius, gelehrter Mönch und Tonkünstler der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, welcher von 1547 bis 1549 im Kloster Urspringen in Schwaben vierzig Schülerinnen Figuralmusik lehrte. Er starb im J. 1549.
31Hippothoros (griech. ἱπποθώρος, d. i. Beschäler) oder Hipponomos war

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