Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 252

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1bei den alten Griechen der Name einer bestimmten Melodie (griech. Nomos), welche bei der Begattung der Pferde gespielt wurde, um den Segen der Götter dem Acte zuzuwenden.
3Hire, Philippe de la, vorzüglicher französischer Mathematiker, geboren 1638 zu Paris, war Professor und Lehrer am königl. Collegium daselbst und hat in seinem mathematischen Hauptwerke auch den Tonberechnungen einen grösseren Abschnitt gewidmet.
5Hirsch, Andreas, ein lutherischer Geistlicher der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, machte sich musikalisch durch einen von ihm gelieferten Abriss aus der zweibändigen »Musurgia universalis« des berühmten Jesuiten Athanasius Kircher bekannt.
7Hirsch, Leopold, guter deutscher Violinist und Instrumentalcomponist, war bis 1790 Mitglied der unter Jos. Haydn’s Direktion stehenden fürstl. Eszterhazy’schen Kapelle zu Eisenstadt in Ungarn und wurde hierauf im Hoftheater-Orchester zu Wien angestellt. Er componirte u. A. Violinduette, eine Serenade (Cassation) für zwei Violinen, Oboe und Violoncello, Streichquartette, Variationen für Violine, Duette für Violine und Violoncello, für zwei Flöten u. s. w. H. war 1811 noch am Leben.
9Hirsch, Rudolph (Johann), ein bekannter deutscher Dichter, Liedercomponist und Schriftsteller, geboren am 1. Febr. 1816 zu Napagedl im Ländchen der Hannaken in Mähren, war der Sohn des dortigen Justizamtmanns und zum Juristen bestimmt. Er absolvierte in Folge dessen das Gymnasium zu Olmütz, dann zu Brünn, trieb nebenbei eifrig Clavierspiel und Generalbass und bezog die Universität zu Wien, wo er mit dichterischen Versuchen aller Art und mit der ästhetisch und kritisch unreifen Schrift »Gallerie lebender Tondichter« (Güns, 1836) öffentlich hervortrat. Von 1839 bis 1840 practicirte H. beim Magistrat zu Brünn und übernahm sodann in Leipzig die Redaction der Zeitschrift »Komet«, welche er bis Anfang 1843 fortführte. Er gründete hier ferner das »Album für Gesang«, eine in vier Jahrgängen erschienene Sammlung von Originalgesängen deutscher Componisten und veröffentlichte an zwanzig Hefte Lieder, Balladen und Romanzen seiner Composition, die er zum Theil auch selbst gedichtet hatte. Um das Mädchen seiner Wahl heirathen zu können, musste er 1843 wieder in den österreichischen Staatsdienst zurücktreten. In Triest machte er 1844 das Staatsexamen, wurde dort und in Istrien angestellt und 1849 zum Gubernialconcipisten ernannt, wonach er 1850 als Bezirkscommissär in das k. k. Ministerium des Innern gezogen wurde. Seit 1852 fungirte er in der Eigenschaft eines wirklichen kaiserl. Hofconcipisten und Bibliothekars der obersten Polizeibehörde in Wien und starb daselbst als kaiserl. Hofsecretär a. D. am 10. März 1872 an der Herzbeutelwassersucht. Seine Theilnahme für das musikalische Leben, auch als er mit op. 31 sein Musikschaften abgeschlossen hatte, bekundete er als Correspondent mehrerer Musikzeitschriften, besonders der »Neuen Berliner Musikzeitung« und als langjähriger Musikreferent der kaiserl. Wiener Zeitung, in welches Amt nach seinem Tode A. W. Ambros eintrat. Auch eine andere Schrift von ihm, betitelt »Mozart’s Schauspieldirektor« (Leipzig, 1859), ist noch zu erwähnen.
11Hirschau, ein Fabrikdorf im Oberamte Calw des württemberg’schen Schwarzwaldkreises, verdankt seine Entstehung dem ehemaligen Kloster gleichen Namens, dessen Ruinen einen nahen Hügel äusserst malerisch zieren. Dieses hochberühmte Kloster, lateinisch monasterium Hirsangiense geheissen, nach der Regel des heil. Benedict, wurde vom Grafen Erlafried von Calw um 830 erbaut, durch Hrabanus Maurus, damaligen Abt von Fulda, mit 15 Mönchen bevölkert und im Septbr. 838 eingeweiht. Wie alle Benedictinerklöster zeichnete sich auch H. sehr bald durch wissenschaftliche und Kunst-, besonders musikalische Bildung aus, und im 10. Jahrhundert hatte die dortige Schule einen weit verbreiteten Ruf erlangt. Zur Zeit der Reformation säcularisirt, wurde es im

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