Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1am 1. Mai 1739 zu Odershausen im Waldeck'schen und gestorben als Oberpfarrer und Inspektor der Kirchen und Schulen der Herrschaft Schmalkalden am 21. Juni 1804, lieferte in der Vorrede zu Vierling's Choralbuch viele praktische Vorschläge zur Verbesserung des Kirchengesangs. — Sein Zeit- und Standesgenosse, Bruno H., war Subprior im Augustinerkloster zu Regensburg und gab um 1760 zu Nürnberg verschiedene Claviersachen seiner Composition heraus.
3Holzbauer, Ignaz, gediegener und fruchtbarer Componist von Opern, Kirchenmusiken, Orchesterwerken, geboren 1711 in Wien, war der Sohn eines Lederhändlers, der ihn für die Rechtsgelehrsamkeit bestimmte. Seine Vorliebe für die Musik zu befriedigen, schloss er sich an die Chorknaben des St. Stephansdomes an, die ihm gegen allerlei kleine Vergütungen einige Unterweisung im Gesang, Clavier-, Violin- und Violoncellospiel ertheilten. Die Theorie der Musik studirte er heimlich nach dem »Gradus ad Parnassum« von Fux, der ihn auch zu Compositionsversuchen anregte. Um nach Italien zu kommen, trat er als Secretär in die Dienste des Fürsten von Thurn und Taxis, mit dem er jedoch nur bis Laibach gelangte, worauf er mit einem Wiener Arzte die Reise nach Venedig fortsetzte. Nach sechs Monaten wurde er durch ein Fieber zur Rückkehr nach Wien gezwungen, nach dessen Beseitigung er als Dirigent der italienischen Oper des Grafen Rottal nach Mähren ging. Mit seiner jungen Gattin wurde er 1745 am Hoftheater zu Wien angestellt, er als Musikdirektor, sie als Sängerin. Nach einer zweiten italienischen Reise von 1747 an, folgte er im August 1750 einem Rufe als Hofkapellmeister nach Stuttgart, wo er ausschliesslich für die Kirche und Kammer componirte, u. A. zwei Oratorien (»Isacco« und »La Betulia liberata«), 21 Messen, 37 Motetten, Misereres u. s. w. Früher componirte Opern und Ballets verwarf er nun selbst und gab sie nicht zur Aufführung her. Dagegen schrieb er 1753 für das neu erbaute kurfürstl. Theater zu Schwetzingen die pastorale Oper »Il figlio delle selve«, die einen so glänzenden Erfolg hatte, dass er alsbald als Direktor der Hofkapelle nach Mannheim gezogen wurde, wo er sich mit der Oper »Issipile« einführte, der er mehrere andere italienische Singspiele folgen liess, unter diesen die sehr beifällig aufgenommene »Isola disabitata« und den »Don Chisciotto«. Im J. 1756 unternahm er eine dritte Reise nach Italien, deren hauptsächlicher Zielpunkt Rom und die dortige päpstliche Kapelle war. Kaum über Wien nach Mannheim zurückgekehrt, war er schon 1757 wieder in Turin, wo er, einem Auftrage folgend, dem dortigen königl. Theater die Oper »Nitetti« lieferte, deren grossartiger Erfolg ihm von Mailand aus das Gesuch, auch für dort eine neue Oper zu schreiben, eintrug. Vorerst reiste er aber über Paris nach Mannheim zurück und traf erst 1759 in Mailand mit seinem »Alessandro nell' Indie« ein, welcher für eine seiner besten dramatischen Partituren gilt und in nicht ganz zwei Monaten dreissig Mal hinter einander bei stets überfülltem Hause aufgeführt wurde. Alle weiteren, sehr zahlreichen Aufträge italienischer Bühnendirektionen lehnte er ab und begab sich wieder nach Mannheim, wo er noch zahlreiche Orchester- und Instrumentalwerke componirte, weiterhin die Opern »Ippolito e Arricia« (1768), »Adriano in Siria« (1772) und hierauf viele Messen, Psalme, Motetten u. dergl., sowie die Oratorien »La morte di Gesù«, »La Giuditta« und »Il giudizio di Salomone«. Im J. 1776 folgte seine erste und einzige deutsche Oper »Günther von Schwarzburg«, mit prachtvoller Ausstattung häufig gegeben und in Mannheim beim Verfasser im Druck erschienen, sodann noch »La clemenza di Tito«, »Le nozze d'Arianna e di Bacco«, das Melodram »Der Tod der Dido« und endlich 1782 »Tancredio«, welche letztere Oper er für das Münchener Theater schrieb, aber da sein Gehör 1781 sehr schwach geworden war, nicht mehr hören konnte. Als seine letzte vollendete Arbeit gilt eine Messe mit deutschem Text vom Kammerrath Kohlenbrenner, deren künstlerischer Werth sehr bedeutend sein soll. H. starb an einer Brustentzündung am 7. April 1783 zu Mannheim. Seine Schaffenstätigkeit war bewunderns-

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