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Scan 329
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875
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1Instruments am Dresdener Conservatorium und hat Compositionen veröffentlicht, von denen die didactischen Violinwerke einen hervorragenden Werth haben.
3Hülphers, Abraham Abrahamson, war um 1773 Musikdirektor und Organist zu Westeräs in Schweden und veröffentlichte eine gründliche Abhandlung über musikalische Instrumente, besonders über die Orgel.
5Hülse, in der Fachsprache des Orgelbaues gleichbedeutend mit Büchse (s. d.) oder Hose.
7Hülsen, Botho von, General-Intendant der königl. Theater zu Berlin, Hannover, Kassel und Wiesbaden, am 10. Decbr. 1815 zu Berlin geboren, war, dem Brauche in seiner Familie gemäss, für den Soldatenstand bestimmt. Im Cadettencorps für diesen Beruf erzogen, trat er in das Kaiser-Alexander-Grenadierregiment als Officier ein. Seine Mussestunden füllte er mit literarischer Tätigkeit aus. Schon als Knabe hatte er eine grosse Vorliebe für das Theater gezeigt, die sich besonders dadurch kundgab, dass er jede Gelegenheit benutzte, um im Familienkreise dramatische Aufführungen zu veranstalten, bei denen er sich als talentvoller Darsteller erwies. Im Officiercorps seines Regiments wusste er die Vorliebe für eben solche Veranstaltungen zu erwecken und erregte dadurch sogar das Interesse des Königs Friedrich Wilhelm IV. Im J. 1848 machte er als Regiments-Adjutant den dänischen Feldzug mit und stand ein Jahr später den Aufständischen in Dresden gegenüber. Als Fr. von Küstner 1852 seinen Abschied als Generalintendant der königl. Schauspiele in Berlin nahm, berief der König, der sich bei verschiedenen Gelegenheiten immer mehr von dem dramatischen und Verwaltungstalent des Lieutenants v. H. überzeugt hatte, denselben auf den erledigten Posten. Diese unerwartete Ernennung war so überraschend, dass sie eine gewaltige Aufregung hervorrief, die sich noch steigerte, als H. ein strammes soldatisches Regiment im Theaterdienst zu handhaben begann. Aller Anfeindungen ungeachtet, behauptete H. dieses Amt jedoch mit Erfolg und Geschick und hat seinen Kunstsinn, seinen Geschmack und sein grosses administratives Talent im glänzendsten Lichte gezeigt. Von den Gunstbezeugungen zweier Könige überschüttet, erweiterte sich seine Machtspähre in demselben Maasse, wie der Staat Preussen durch seine Annexionen. Wenn auch das Schauspiel unter ihm die Bedeutung, welche ihm früher eigen war, einbüsst und zurückkam, so verstand er es doch zu allen Zeiten, in der Oper eine Vereinigung von künstlerischen Kräften zu Wege zu bringen, die in der Gegenwart beinahe einzig genannt werden kann. Die Novitäten kamen langsam, blieben aber doch wenigstens nicht aus, wurden künstlerisch meisterhaft aufgeführt und mit allem erdenklichen scenischen Pomp geschmackvoll ausgestattet. Auch die praktische Verwaltung ist unter H. eine musterhafte, und der finanzielle Zustand unter keinem seiner Vorgänger ein so blühender gewesen. Durch sein ganzes Vorgehen hat sich H. ein dauerndes Denkmal in der Geschichte der deutschen Oper gesetzt, welche das H.'sche Regiment zu ihren Glanzperioden rechnen wird. — Vermählt ist H. seit 1849 mit Helene von H., geborene Gräfin von Häseler, welche als lyrische Dichterin und belletristische Schriftstellerin auch in weiteren Kreisen vortheilhaft bekannt geworden ist.
9Hülshoff, Max Freiherr von Droste, kunsterfahrener deutscher Dilettant, geboren um 1766 zu Münster, war Dirigent eines Gesangvereins in seiner Vaterstadt und hat viele zu seiner Zeit weithin geschätzte Compositionen geschrieben, als: Streichquartette, Kirchenstücke, Claviersachen, die Opern »Der Tod des Orpheus«, »Bianca«, »Der Einzug« u. s. w. Ein Tedeum von ihm wurde 1801 in Münster aufgeführt.
11Hülskamp, Gustav Heinrich (Henry), einer der hervorragendsten deutschen Instrumentenfabrikanten der Vereinigten Staaten von Amerika, ist aus Westphalen gebürtig und hat besonders den Clavierbau in den bedeutendsten Werkstätten Deutschlands, Englands und Amerikas gründlich studirt. Im J. 1850 gründete er zu Troy im Staate New-York seine eigene Fabrik, die
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