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Scan 351
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875
19 lines. Read by computer on 17 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 345. See the scan on archive.org.
1I. J.
3I, der neunte Sprachlaut des deutschen Alphabets, ist von Kirnberger der zwischen der übermässigen Sexte und der kleinen Septime liegenden zu kleinen natürlichen Septime 7:4 beigelegt worden. Dieser Theoretiker unternahm es, dieses als consonirend erklärte Intervall in die praktische Musik einführen zu wollen und einen consonirenden Vierklang c e g i aufzustellen, den auch Fasch, aber ohne weiteren Erfolg, für nothwendig erklärte und sich desselben bediente (s. Septime). Als Tonbenennung auf dem Notensystem (der Tabulatur) der Lauteninstrumente stellen i und ii die Klänge f und h (auf der sogenannten Clainsancksait) vor.
5Jacchini, Giuseppe, berühmter italienischer Violoncellist, war zu Anfang des 18. Jahrhunderts an der Kirche San Petronio in Bologna als Instrumentalist angestellt und zugleich auch Ehrenmitglied der philharmonischen Akademie jener Stadt. Er hat Instrumentalstücke componirt, unter diesen Concerti da camera a 3 e 4 stromenti con Violoncello obligato (Bologna, 1701).
7Jacchus (latein.; griech.: Iakchos), ein Beiname des Bacchos, als Sohn der Demeter und des Zeus, war anfänglich auch eine Bezeichnung des Festgesanges, welcher bei Abholung des Bildes dieses Gottes aus dem Kerameikos zu Athen nach Eleusis abgesungen und in welchem unter feierlichen Anrufungen J. eingeladen wurde, an dem Feste Theil zu nehmen und es anzuführen.
9Jachet oder Jaquet und Jacques von Mantua, s. Berchem.
11Jachimek, Franz, rühmlichst bekannter ungarischer Pianist, der auf weiten Concertreisen im fünften und sechsten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts allgemeine Anerkennung sich erwarb, fand sein Ende bei einem Schiffbruch zwischen China und Japan im März oder April 1870, nachdem er kurz zuvor mit grossem Erfolg einige Concerte in Peking gegeben hatte.
13Jachmann-Wagner, s. Wagner.
15Jackson, Edward W., englischer Musikfreund, geboren um 1805, lebte als Rentier und Friedensrichter in einer Ortschaft unweit London. Er hatte in seinem 12. Jahre Violinspiel gelernt, dasselbe lange mit Eifer betrieben, dann aber im Drange anderer Geschäfte bei Seite gelegt. Als er dasselbe im 54. Jahre zu Unterhaltungs- und Erziehungszwecken seiner starken, namentlich aus Töchtern bestehenden Familie wieder aufnehmen wollte, machte er die Wahrnehmung, dass Finger und Hand ihm schon nach wenigen Minuten erlahmten. Um der Unbeweglichkeit und Schwäche der Finger- und Handgelenke, die auch Musiklernenden oft grosse, die Gesundheit gefährdende Anstrengungen bereiteten, abzuhelfen, verfiel er auf eine rationelle gymnastische Methode, welche er auf einer grösseren Reise nach dem Continent um 1860 verschiedenen Autoritäten des Clavier- und Violinspiels, Musikpädagogen und Aerzten vorlegte, deren Beifall und Empfehlung er davontrug. Er veröffentlichte, überall dazu aufgemunert, seine Beobachtungen und Erfahrungen in Form eines Lehrbuchs, welches auch deutsch übersetzt unter dem Titel »Jackson's Finger- und Handgelenk-Gymnastik zur Ausbildung und Stärkung der Muskeln für musikalische Zwecke« (Leipzig, 1867) erschienen ist. one of two readings
16Jackson, Edward W., englischer Musikfreund, geboren um 1805, lebte als Rentier und Friedensrichter in einer Ortschaft unweit London. Er hatte in seinem 12. Jahre Violinspiel gelernt, dasselbe lange mit Eifer betrieben, dann aber im Drange anderer Geschäfte bei Seite gelegt. Als er dasselbe im 54. Jahre zu Unterhaltungs- und Erziehungszwecken seiner starken, namentlich aus Töchtern bestehenden Familie wieder aufnehmen wollte, machte er die Wahrnehmung, dass Finger und Hand ihm schon nach wenigen Minuten erlahmten. Um der Unbeweglichkeit und Schwäche der Finger- und Handgelenke, die auch Musiklernenden oft grosse, die Gesundheit gefährdende Anstrengungen bereiteten, abzuhalten, verfiel er auf eine rationelle gymnastische Methode, welche er auf einer grösseren Reise nach dem Continent um 1860 verschiedenen Autoritäten des Clavier- und Violinspiels, Musikpädagogen und Aerzten vorlegte, deren Beifall und Empfehlung er davontrug. Er veröffentlichte, überall dazu aufgemunert, seine Beobachtungen und Erfahrungen in Form eines Lehrbuchs, welches auch deutsch übersetzt unter dem Titel »Jackson's Finger- und Handgelenk-Gymnastik zur Ausbildung und Stärkung der Muskeln für musikalische Zwecke« (Leipzig, 1867) erschienen ist. one of two readings
18Jackson, William, vorzüglicher englischer Violinist und fruchtbarer Componist, war geboren im Mai 1730 zu Exeter, weshalb er auch häufig J. von Exeter genannt wurde. Bei trefflichen künstlerischen Anlagen studirte er Violin-, Clavier- und Orgelspiel sowie Musiktheorie in seiner Vaterstadt, worauf er im 18. Jahre nach London ging und sich durch Geminiani und durch den Organisten der königl. Kapelle, Travers, völlig ausbilden liess. Später kehrte er in seine Heimat zurück, wo er Musikunterricht ertheilte und im Juli 1803
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