Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 352

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1starb. Als Violinist hatte er den Ruf, sich Geminiani's Spielweise, die in England lange Zeit für die vorzüglichste galt, vollständig zu eigen gemacht zu haben. Als Componist ist er mit den Opern »The lord of the Manor«, »Metamorphoses«, mit der Musik zu dem Drama »Lycidas«, ferner mit Kirchenwerken, Quartetten, Clavier- und Violin-Sonaten, endlich mit Pastoralduetten, Canzonetten, Songs, Epigrams u. s. w. aufgetreten. Auch mit Malerei und Literatur beschäftigte er sich angelegentlich, und von seinen Schriften sind hier zu nennen: »Thirty letters on various subjects« (London, 1782), worin er auch von musikalischen Gegenständen handelt, und »Observations on the present state of music in London« (London, 1791). Eine ihm von Gerber zugeschriebene Harmonielehre ist nicht im Druck erschienen, und die Schrift »A preliminary discourse to a scheme demonstrating the perfection and harmony of sounds« rührt von einem anderen William Jackson her, welcher in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Lehrer der Mathematik in London war. Diese Schrift enthält die Beschreibung und Abbildung einer Maschine, welche die Beziehungen zwischen den diatonischen, chromatischen und enharmonischen Tonverhältnissen anschaulich machen soll. Sie erschien bereits im J. 1726 zu London.
3Jackson, William John, talentvoller englischer Orgelspieler und Componist, geboren 1813, lebte als Organist zu Masham und hat bedeutend zu nennende Compositionen geliefert, unter denen sich besonders zwei Oratorien, »Jesaias« und »Die Befreiung Jerusalems«, auszeichnen. Er starb im April 1866 zu Masham.
5Jacob I., König von Schottland von 1424 bis 1437, geboren 1393 als der Sohn Robert's III., verdankte die umfassende Geistesbildung, die ihn vor seinen Zeitgenossen auszeichnete, einer langen Gefangenschaft in England. Sein Vater schickte ihn nämlich 1405, um ihn den Nachstellungen seines Oheims, des nach der Krone strebenden Herzogs von Albany, zu entziehen, nach Frankreich. Das Schiff wurde jedoch an die englische Küste getrieben, und Heinrich IV. hielt es für gerathen, den Prinzen als Unterpfand eines so eben mit Schottland abgeschlossenen Waffenstillstandes festzuhalten. Robert III. überlebte den Verlust seines Sohnes nicht, und der zum Reichsverweser ernannte Herzog von Albany betrieb keineswegs die Auslösung des Gefangenen. Erst nach Heinrich's V. Tode verstanden sich die Engländer zur Freilassung des Prinzen gegen ein Lösegeld von 40,000 Pfd. Sterl., und dieser wurde nach erfolgter Rückkehr nach Schottland, im März 1424, als König anerkannt. Seine Regierung war segensreich für das in tiefe Verwilderung gerathene Volk; mit Eifer und Besonnenheit suchte er durch eingreifende Reformen Bildung und Gesittung wieder zu heben. Der Adel verschwore sich in Folge dessen gegen des Königs Leben, und derselbe wurde in der Nacht vom 20. Febr. 1437 ein Opfer dieser Verschwörung. Die Zeitgenossen rühmen die Bildung, Gelehrsamkeit und musikalische Kunstfertigkeit J.'s. Er war Virtuose auf acht Instrumenten, besonders auf der Harfe, und soll, wie er in schottischer und lateinischer Sprache höchst anziehend und schwungvoll dichtete, auch einer der bedeutendsten Componisten seiner Zeit gewesen sein. Wenn er aber wohl auch kaum der Erfinder der ihm zugeschriebenen Nationalmelodien Niederschottlands ist, so hat er doch ohne Zweifel die Kirchenmusik der Schotten verbessert und für dieselbe selbst Gesänge gedichtet und in Musik gesetzt. Dies bestätigt Alessandro Tassoni, der in seinen »Pensieri diversi« (Venedig, 1646) sagt: »Unter den neueren Componisten ist König Jacob I. von Schottland zu merken, welcher nicht nur geistliche Lieder verfertigte und in Musik setzte, sondern sogar eine neue melancholische und klagende, von aller anderen ganz verschiedene Musik erfand.« Von einem von J. verfassten, 1430 erschienenen Musiktraktate hat sich keine Spur entdecken lassen.
7Jacob, deutscher Orgelbauer, lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts und baute 1606 zu Lübeck ein Kirchenwerk von 30 klingenden Stimmen. — Gleichfalls mit unbekanntem Vornamen lebte im folgenden Jahrhundert ein

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