Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 356

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1Jacquart, Jean, französischer Clavierbauer, lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Paris. Aus seiner Werkstatt gingen Claviere und Spinetten hervor, welche in damaliger Zeit in hohem Ansehen standen und weithin gesuchte Artikel waren.
3Jacques, achtbarer französischer Musikliebhaber, lebte um die Mitte des 18. Jahrhunderts zu Paris. Von seinen Compositionen wurde eine Motette im Concert spirituel aufgeführt, welche die Kenner für vortrefflich in Erfindung und Arbeit erklärten.
5Jacquin, französischer Vocalcomponist zu Ausgang des 17. Jahrhunderts, ist durch eine Messe, sowie durch Airs und Chansons seiner Composition, die er im Druck erscheinen liess, bekannt geblieben.
7Jacquot, Charles Jean Baptiste, französischer Musikschriftsteller und Feuilletonist, geboren um 1821 zu Mirecourt, gab u. A. unter dem Titel »Les contemporains« biographische Notizen heraus, die sich auch mit mehreren berühmten zeitgenössischen Musikern befassen. Er starb 1860 zu St. Petersburg.
9Jadassohn, Salomon, gewandter, vielseitiger Componist der Gegenwart, geboren am 15. Septbr. 1831 zu Breslau, bildete sich musikalisch daselbst unter Hesse im Clavierspiel, Lüstner auf der Violine und Brosig in der Harmonielehre. Zu höherer Ausbildung in diesen Fächern und um die gesammte Tonkunst zu studiren, trat er 1848 in das Conservatorium zu Leipzig, welches er jedoch schon nach einem Jahre, angezogen durch die glänzende Erscheinung Fr. Liszt’s in Weimar, wieder verliess. Unter der Leitung des letzteren brachte er es als Pianist bis zum Stadium der Virtuosität, und erfolgreich liess er sich ziemlich häufig öffentlich hören. Bald aber folgte er dem Drange nach gediegenen Compositionsstudien und wurde zu diesem Zwecke ein fleissiger Schüler Moritz Hauptmann’s in Leipzig. In dieser Stadt fixirte er sich 1852 als Componist und Musiklehrer, übernahm 1867 zugleich auch die Funktionen eines Dirigenten des Musikvereins »Euterpe«, die er bis 1869 ausübte, und wurde nach auffälliger Verzögerung endlich auch in das Lehrercollegium des Conservatoriums gezogen, dem er durch die Tüchtigkeit seiner Gesinnung und seines Strebens Ehre macht. Er unterrichtet an dem genannten Institut in den Fächern Harmonielehre, Contrapunkt, Composition und Pianofortespiel. Seine Compositionen zeugen von Talent, grossen Kenntnissen und hervorragendem Geschick; durch frischen, klaren Gedankenfluss und glatte Form sind dieselben wahrhaft ausgezeichnet zu nennen. Sie bestehen in Sinfonien, Sonaten, Stücken in kanonischer Form für Orchester, Trios, Solo- und Duo-Sonaten, Charakterstücken und dergleichen für Pianoforte, geistlichen Gesängen und Liedern.
11Jadin, eine belgische Musikerfamilie, welche nach Frankreich übersiedelte und dort zu grossem Ruf gelangte. Als ältestes Glied wird George J. genannt, ein tüchtiger Fagottvirtuose, welcher um die Mitte des 18. Jahrhunderts in der Kapelle Ludwig’s XV. in Versailles angestellt war. — Sein Bruder, Jean J., war lange Zeit in Brüssel als Musiklehrer und zugleich als Violinist im Orchester des Erzherzogs-Statthalters daselbst thätig, ging dann aber ebenfalls nach Paris, wo er Mitglied der königl. Kapelle wurde, Clavier- und Violinunterricht ertheilte und kurz vor Ausbruch der französischen Revolution starb. Von seinen Söhnen sind zu nennen: 1. Louis Emanuel J., geboren am 21. Septbr. 1768 zu Versailles, wurde, von seinem Vater musikalisch unterrichtet, einer der fertigsten Clavierspieler und Violinisten seiner Zeit, sowie sehr beliebter Componist. Früh schon ward er als Musikpage in der Maitrise der königl. Kapelle untergebracht, und widmete sich, nachdem er dieselbe verlassen hatte, unter Anleitung seines Bruders Hyacinthe (s. weiter unten) besonders noch dem höheren Clavierspiel. Als zweiter Cembalist wurde er 1789 in das Orchester des neu errichteten Théâtre de Monsieur gezogen, rückte 1791 in die erste Stelle und trat ein Jahr später aus dem Theaterverbande. Für

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