Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 372

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1bekannt, künstlerisch gediegen und zugleich brillant in der technischen Ausführung ist. Sein künstlerisches Geschick schützte ihn jedoch nicht vor Noth und Elend, und heruntergekommen und aufgerieben starb er im April 1827 zu Mailand. Veröffentlicht hat er Stücke für Blasinstrumente, Sonaten und Divertissements für Clavier und Violine (oder Flöte), Sonaten, Variationen, Rondos, Polonaisen, Uebungen für Clavier u. s. w. — Ein Zeitgenosse von ihm war Johann Heinrich Friedrich Ludwig J., geboren am 31. Mai 1785 zu Salstheynessum bei Hildesheim und gestorben als Cantor zu Rhede in Westphalen im J. 1832. Er hinterliess im Manuscript ein treffliches Werk, betitelt »Evangelische Kirchengesangskunde«, welches nachmals, von H. Gräfe herausgegeben (Jena, 1838), im Druck erschienen ist.
3Jansen, Cornelius, latinisirt Jansenius, der berühmte niederländische Kirchenreformator, dem der Jansenismus seinen Namen verdankt, geboren am 28. Octbr. 1585 zu Accoy in Holland, war von 1630 bis 1636 Professor der Theologie in Löwen, dann Bischof zu Ypern in Flandern, als welcher er am 6. Mai 1638 an der Pest starb. In seinem Commentar zum Mosaischen Pentateuch hat er auch über Hebräische Musik geschrieben.
5Jansenne, Louis, französischer Tenorsänger, geboren zu Anfang des 19. Jahrhunderts zu Paris, erfreute sich seiner angenehmen, wohlgebildeten Stimme wegen grosser Beliebtheit in lyrischen Gesangsparthien. Um 1842 zog er sich vom Theater zurück und lebte als Gesanglehrer in Paris. Für Unterrichtszwecke veröffentlichte er Singübungen mit Begleitung des Pianoforte, welche eine vortreffliche Vorschule zu den 36 Vocalises von Bordogni abgeben.
7Janson, Jean Baptiste Aimé Joseph, genannt J. l'ainé, vortrefflicher französischer Violoncellovirtuose, geboren 1742 zu Valenciennes, genoss den vorzüglichen Unterricht seines Landsmanns Berthaut. Im J. 1766 spielte er mit grossem Beifall im Concert spirituel zu Paris und begleitete 1767 den Erbprinzen von Braunschweig nach Italien, wo er als Virtuose Aufsehen erregte. Von Paris aus, wo er 1771 wieder concertirte, machte er grosse Kunstreisen nach Deutschland, Dänemark, Schweden und Polen. Im J. 1789 liess er sich bleibend in Paris nieder und wurde bei Errichtung des Conservatoriums zum Professor an demselben ernannt. Als dieses Institut 1802 eine neue Organisation erhielt, verlor er sein Amt, und aus Gram hierüber starb er am 2. Septbr. 1803 zu Paris. Von seinen Compositionen sind Streichquartette, Concerte für Violoncello und Sonaten für Violoncello und Bass erschienen. — Sein Bruder, Louis Auguste Joseph J., war ebenfalls ein vorzüglicher Violoncellist. Geboren am 8. Juli 1749 zu Valenciennes, wurde er von seinem Vater und dann von seinem Bruder ausgebildet, welchem letzteren er an Fertigkeit, aber nicht an Schönheit des Tones gleichkam. Im J. 1783 liess er sich in Paris nieder und war von 1789 bis 1815 Mitglied des Orchesters der Grossen Oper daselbst. Einige Jahre später starb er. Von seiner Composition sind Streichtrios und Sonaten für Violoncello und Bass erschienen.
9Janssen, César, vorzüglicher Clarinettvirtuose, geboren am 11. April 1781 zu Paris und auf dem dortigen Conservatorium ausgebildet, brachte einige wesentliche Verbesserungen an der Clarinette an.
11Janssen, N. A., holländischer Priester und gelehrter Tonkünstler, geboren zu Ende des 18. Jahrhunderts, war lange Zeit Organist in Löwen und Gesanglehrer am erzbischöfl. Seminar zu Mecheln. Ausser mehreren Kirchencompositionen veröffentlichte er das wichtige Werk »Les vrais principes du chant grégorien« (Mecheln, 1845), welches deutsch von J. C. B. Smeddinck unter dem Titel »Wahre Grundregeln des Gregorianischen oder Choralgesanges. Ein archäologisch-liturgisches Lehrbuch des Gregorianischen Kirchengesanges« (Mainz, 1847) erschienen ist.
13Janssens, Jean François Joseph, belgischer Componist, geboren am 29. Jan. 1801 zu Antwerpen, empfing von seinem Vater, Musikdirektor an der Karlskirche daselbst, und später von de Loeuw, Kapellmeister an der

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