Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 388

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1Imitatio per diminutionem — die Nachahmung in der Verkleinerung.
2Imitatio periodica — die periodische Nachahmung (s. Im. partialis).
3Imitatio per motum contrarium oder in motu contrario (latein.), Imitazione riversa, alla riversa oder per movimenti contrarii (italien.), Imitation renversée oder par mouvement contraire — die verkehrte Nachahmung.
4Imitatio per motum contrarium stricte reversum (latein.), Imitazione al contrario riverso (italien.) — die strenge verkehrte Nachahmung.
5Imitatio per motum retrogradum (s. Im. cancrizans).
6Imitatio per thesin et arsin — die Nachahmung auf entgegengesetzten Takttheilen.
7Imitatio simplex (s. Im. libera).
8Imitation (französ., s. Imitatio).
9Imitation en retrogradant (s. Imitatio cancrizans).
10Imitation par mouvement contraire oder Im. renversée (s. Imitatio per motum contrarium).
11Imitation simple (s. Imitatio libera).
12Imitazione oder Imitazione (italien., s. Imitatio).
13Imitazione alla riversa (s. Imitatio per motum contrarium).
14Imitazione al contrario riverso (s. Imitatio per motum contrarium stricte reversum).
15Imitazione concherizante oder concherizata (s. Imitatio cancrizans).
16Imitazione legata (s. Imitatio ligata).
17Imitatioue per movimenti contrarii oder Im. riversa (s. Imitatio per motum contrarium). O. T.
18Immerwährender Kanon oder unendlicher Kanon (latein.: Canon perpetuus oder C. infinitus), s. Kanon.
19Immler, vorzüglicher deutscher Violoncellist, war zu Ende des 18. Jahrhunderts Cantor in Coburg und hat zahlreiche Kirchenmusikwerke componirt. — Ein Musiklehrer in der Schweiz, Johann Wilhelm I., verfasste und veröffentlichte 1828 eine »Anleitung zum Singen für Landschulen«.
20Immutabilis sc. accentus (latein.), s. Accentus ecclesiasticus.
21Immyns, John, der Stifter der Madrigal Society zu London, ein begeisterter Musikfreund des 18. Jahrhunderts, hatte in seiner Jugend etwas Clavier-, Violin-, Gamben- und Flötenspiel erlernt, musste aber, in seinen Vermögensumständen zurückgekommen, Schreiberdienste bei einem Advocaten nehmen. Als die Academy of ancient music gegründet wurde, trat er als Tenorist in diese Gesellschaft und wurde dadurch mit Pepusch bekannt, der ihn als Copist und Gehülfe an sich zog. In dieser Stellung lernte er die alten Kunstwerke genau kennen und lieben, so dass er von neuerer Musik nichts mehr wissen wollte. In Folge dessen stiftete er 1741 die Madrigal Society, deren Mitglieder, meist aus Handwerkern bestehend, er durch Eifer und Fleiss dahin zu bringen wusste, dass sie jedes englische oder italienische vier- oder fünfstimmige Madrigal vom Blatt zu singen vermochten. I. selbst hatte mit seiner Familie um die Existenz zu kämpfen, so dass sich mitleidige Freunde veranlasst sahen, ihm im späteren Mannesalter eine Stelle als Lautenist in der königl. Kapelle zu verschaffen, die ihm wenigstens 40 Pfd. Sterl. jährlich sicherte. Er starb am 15. April 1764 zu London. Vgl. Hawkins V. S. 349.
22Impazientemente oder impaziente (italien.), Vortragsbezeichnung in der Bedeutung ungeduldig.
23Imperfect (aus dem Latein.), d. i. unvollständig, ein auf die Mensur des Taktes bezüglicher Kunstausdruck, bezeichnete das zweitheilige Maass der vier grösseren Notengattungen in der Mensuralmusik (s. Mensuralnotenschrift).
24Imperfectio (latein.) oder Imperfection perfecter Noten nannten die alten Kunstlehrer aus dem Zeitalter der Mensuralmusik den Abzug des dritten Theiles von dem Werthe einer Note (s. Mensuralmusik).

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