Books › Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876 › scan 106
Scan 106
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876
17 lines. Read by computer on 10 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 100. See the scan on archive.org.
1Componisten der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, lebte um 1600 als Musikdirektor zu Augsburg, dessen Domarchiv noch eine Menge seiner Compositionen im Manuscript aufbewahrt. Gedruckt sind von seinen Werken: »Trinodiarum sacrarum (dreistimmige Motetten) pars I« (Dillingen, 1605); »Symphoniarum 1—8 voc. pars I« (München, 1607); »Rosetum Marianum, 33 Lobgesänge für drei Stimmen« (Mainz, 1609; 2. Aufl. Augsburg, 1684). Vgl. Stetten's »Kunstgeschichte« S. 539 und »Draudii Bibl. class.« one of two readings
2Componisten der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, lebte um 1600 als Musikdirektor zu Augsburg, dessen Domarchiv noch eine Menge seiner Compositionen im Manuscript aufbewahrt. Gedruckt sind von seinen Werken: »Trinodiarum sacrarum (dreistimmige Motetten) pars I« (Dillingen, 1605); »Symphoniarium 1—8 voc. pars I« (München, 1607); »Rosetum Marianum, 33 Lobgesänge für drei Stimmen« (Mainz, 1609; 2. Aufl. Augsburg, 1684). Vgl. Stetten's »Kunstgeschichte« S. 539 und »Draudii Bibl. class.« one of two readings
4Klingkunst, eine veraltete Bezeichnung für die Tonkunst überhaupt, insbesondere für die Instrumentalmusik.
6Klingohr, Joseph, ein guter, durchgebildeter Musiker, geboren 1735 in Böhmen, war Schullehrer und Organist zu Tropplowitz bei Leobschütz und starb am 7. Juni 1829. Er hat auch seine Söhne zu tüchtigen Musikern gebildet. Diese sind: 1) August K., geboren um 1775 zu Tropplowitz, war ein verdienstvoller Violinspieler und Dirigent verschiedener Schauspielertruppen, worauf er als Direktor mehrerer musikalischen Vereine in Breslau thätig war. — 2) Joseph Wilhelm K., geboren am 11. Septbr. 1783 zu Tropplowitz, machte sich seit 1803 als fertiger Clavierspieler und als Componist von Sonaten mit Violin- und Violoncellobegleitung sowie von Tänzen bemerkbar. Auf seine künstlerischen Bestrebungen wirkte ein längerer Aufenthalt in Breslau und der dort angeknüpfte Umgang mit K. Maria v. Weber und Berner vortheilhaft ein, bis er um 1810 einem Rufe des Fürsten von Anhalt-Pless als Kapellmeister folgte, an dessen Hofe er schon am 16. Jan. 1814 starb. Gedruckt sind von ihm zwei- und vierhändige Claviersonaten mit und ohne Begleitung, Variationen, Polonaise, Märsche, vierstimmige Gesänge u. s. w. Im Manuscript hinterliess er gute Kirchenwerke verschiedener Art und Gesangsachen. — 3) Franz K., geboren am 16. März 1793 zu Tropplowitz, war ein sehr tüchtiger Clavierspieler, der, nachdem er Kapellmeister des Fürsten Radziwill gewesen war, sich als Musiklehrer in Posen bleibend niederliess, wo er noch um 1840 thätig war.
8Klingsor oder Klinsor, Nicolaus, einer der ältesten und gelehrttesten Meistersänger, der schon zu Anfange des 13. Jahrhunderts berühmt war und in dem Sängerkriege auf der Wartburg bei Eisenach um 1208 eine Rolle spielt. Er war aus Ungarn gebürtig, hatte zu Krakau, Paris und Rom studirt und weite Reisen bis tief in den Orient hinein unternommen. Einige seiner Gesänge sind in dem alten Epos »Der Singerkrieg auf der Wartburg« mitgetheilt, und von ihm selbst als berühmten Astrologen, Mathematiker u. s. w. ist in der Legende von dem »Leben der heiligen Elisabeth« ausführlicher die Rede. In alten Urkunden wird er als der freien Künste Magister aufgeführt.
10Klinias, ein pythagoräischer Philosoph und berühmter Musiker aus Kreta, der ums Jahr 518 v. Chr. lebte, war sehr leicht erregbaren Temperaments. So oft er jedoch heftig wurde, nahm er seine Zuflucht zur Lyra und sang sanfte Lieder, die ihn beruhigten. Vgl. »Athen.« Lib. XIV und »Aelianus« Lib. XIV, c. 23.
12Klinkosch, Joseph Thaddäus, gelehrter Mediciner, geboren am 24. October 1734 zu Prag, war Professor der Heilkunde daselbst, beschäftigte sich aber viel mit Mechanik und Untersuchungen über den Bau musikalischer Instrumente, deren Construction er zu verbessern suchte. Auch neue Instrumente hat er erfunden, von denen jedoch keines es bis zu allgemeiner Anerkennung und Aufnahme brachte. Er starb am 10. April 1778 zu Prag.
14Klio, die Muse der Geschichte und des Heldengedichts, war die Tochter des Zeus und der Mnemosyne. Von Apollon soll sie die Mutter des Ialemos und Hymenäos gewesen sein. Als Symbol ihres musischen Berufs trägt sie eine halbgeöffnete Bücherrolle.
16Klipstein, Johann, berühmter Lautenvirtuose, geboren gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Prag, hat mehrere Compositionen für sein Instrument im Manuscript hinterlassen. — Ein späterer Tonkünstler dieses Namens, Georg Gottfried K., geboren am 24. Septbr. 1772 zu Mühlhausen in Thüringen,
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.