Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1seiner Zeit; ein ähnliches günstiges Urtheil fällt Sulzer in seiner »Theorie der schönen Künste« über ihn.
3Kriegk, J. J., deutscher Violin- und berühmter Violoncellovirtuose und Componist, geboren am 25. Juni 1750 zu Bebra bei Merseburg, zog, da sein Vater schon früh starb, mit der Mutter nach Meiningen, wo er bereits in seinem zwölften Jahre bei der Hofmusik eine Stelle als Sänger und Violinist erhielt. Neunzehn Jahre alt, nahm er beim Landgrafen von Hessen-Philippsthal Dienste, mit dem er zwei Mal nach Holland kam, wo es ihm so gefiel, dass er 1773 als erster Violinist bei der Oper in Amsterdam eintrat. Schon 1774 aber reiste er mit dem Marquis von Taillefer nach Paris, nahm bei Duport dem Jüngeren Violoncellounterricht und widmete sich fortan vorzugsweise diesem Instrumente. Nach einjährigem wohlbenutzten Aufenthalte in Paris, während dessen er auch als Concertspieler grossen Beifall gefunden hatte, war er vier Jahre lang als Violoncellist beim Prinzen von Laval-Montmorency und kehrte mit ganz bedeutendem Virtuosenrufe nach Meiningen zurück, wo er erst als Kammermusicus und 1798 als Concertmeister angestellt wurde. Als solcher starb er um 1813 zu Meiningen. Man kennt von ihm einige Concerte sowie Sonaten mit Bassbegleitung für Violoncello, die von Compositionstüchtigkeit zeugen.
5Kriegslieder (französ.: Chants guerriers) nennt man eine Gattung von Liedern, deren Text und Melodie Kriegsthaten verherrlichen und Entflammung des Muthes und der Begeisterung bezwecken, wie »Lützow's wilde Jagd«, »Frisch auf, zum fröhlichen Jagen«, »Der Gott, der Eisen wachsen liess«, oder die Marseillaise, Parisienne u. s. w. S. auch Marsch.
7Kriegsmusik oder Feldmusik, s. Militairmusik.
9Kriegstein, Melchior, einer der ersten deutschen Notendrucker, lebte um 1540 zu Augsburg und veröffentlichte daselbst 1540 und 1545 zwei Sammlungen von Compositionen berühmter Meister seiner Zeit, bemerkenswerth dadurch, dass die Noten derselben keine Formschneiderarbeit mehr waren, sondern schon aus beweglichen Typen bestanden (vgl. Stetten's »Kunstgeschichte« S. 43).
11Kriff, William de, englischer Dilettant und als solcher fertiger Clavierspieler und gewandter Componist, geboren um 1765 in Grossbritannien, war ein Schüler von Clementi und liess sich mit grossem Beifall öffentlich hören, u. A. auch im Febr. 1791 zu Coblenz, wo er zugleich eine Sinfonie seiner Composition aufführen liess. Seit 1793 war er wieder in London. Er hat, so viel man weiss, Sinfonien, ein Stabat mater u. s. w. componirt, ebenso viele Sonaten mit und ohne Begleitung, welche im Druck erschienen sind.
13Krigar, Hermann, begabter Pianist, Componist und Dirigent, geboren am 3. April 1819 zu Berlin, folgte ziemlich spät, da er bereits Malerstudien begonnen, seiner eigentlichen Neigung, höhere Musikstudien zu machen und benutzte nach gefasstem Entschluss mit dem grössten Vortheil den Unterricht Mendelssohn's, Schumann's, Hauptmann's, Fink's und J. Knorr's in Leipzig. Nach Berlin 1845 zurückgekehrt, begann er als Musiklehrer und Componist zu wirken, zugleich aber auch als scharfer, geistvoller Kritiker, indem er für die Gubitz'schen »Blätter für Dramatik, Theater und Musik« bis 1848 den musikalischen Theil besorgte. Später lieferte er auch der »Neuen Berliner Musikzeitung« manchen trefflichen Aufsatz und manche gute Kritik. Im J. 1852 stiftete er einen Gesangverein, der lange bestand, und leitete von 1854 bis 1857 mit Auszeichnung die »Neue Berliner Liedertafel«, für die er viele Männerchöre componirte. Im J. 1857 wurde er zum königl. Musikdirektor ernannt und später in den königl. musikalischen Sachverständigen-Verein gezogen, trat aber sonst nur noch selten an die Oeffentlichkeit. Von 1873 bis 1875 redigirte er einen »Musiker-Kalender« (Berlin, bei Ed. Bote und G. Bock), mit welchem er eine neue, zeitgemässe Idee in Anregung gebracht hat. Componirt hat K. die Musik zu einigen Schau- und Liederspielen,

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