Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 177

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1als Chordirektor am Hoftheater, Dirigent des Gesangvereins »Liederhalle«, sowie als Gesang- und Pianofortelehrer in Karlsruhe.
3Krug, Gustav, tüchtiger Pianist und wohlgebildeter Componist, geboren 1810 in Berlin, studirte daselbst die Rechte, daneben aber auch Clavierspiel und Composition unter der Leitung Ludw. Berger's. Im J. 1845 wurde er Ober-Landgerichtsrath zu Naumburg, in welchem Amte er noch gegenwärtig thätig ist. Er hat Streichquartette, Quartette für Clavier und Streichinstrumente, Claviertrios, ein Duo für Clavier und Violine (vom Norddeutschen Musikverein 1843 preisgekrönt), Sonaten u. s. w. von seiner Composition veröffentlicht und sich dadurch als ein begabter, satzfester Componist zu erkennen gegeben.
5Krug, Wilhelm Traugott, angesehener philosophischer Schriftsteller und Aesthetiker, geboren am 22. Juni 1770 zu Radis bei Gräfenhainchen in der preussischen Provinz Sachsen, kam 1782 nach Schulpforte und studirte seit 1788 in Wittenberg, Jena (1792) und Göttingen (1794). Als Professor der philosophischen Facultät in Frankfurt a. O. schrieb er: »Versuch einer systematischen Encyclopädie der schönen Künste« (Leipzig, 1801), ein ebenso wichtiges wie interessantes Werk. Auch in seinen übrigen, erstaunlich zahlreichen philosophischen Schriften hat er die Tonkunst, namentlich die ästhetische Seite derselben, mit Vorliebe behandelt, und im dritten Jahrgang der »Leipziger musical. Zeitung« S. 57 befindet sich ein Aufsatz von ihm, betitelt: »Einige Bemerkungen über Sprache und Gesang«. K. selbst war seit 1804 Kant's Nachfolger als Professor an der Universität in Königsberg und folgte 1809 einem gleichen Rufe nach Leipzig. Dort starb er am 13. Jan. 1842, ohne bis dahin aufgehört zu haben, philosophische Vorlesungen zu halten.
7Krummbholz, Theodor, vorzüglicher deutscher Violoncellovirtuose, geboren am 24. Decbr. 1841 zu Dietendorf im Herzogthume Sachsen-Gotha, machte bei Grützmacher in Leipzig virtuosische Studien auf seinem Instrumente und war Compositionsschüler von M. Hauptmann. Nach Vollendung seiner Musikstudien trat er als Hofmusicus in die herzogl. meiningen'sche Kapelle, aus der er bald in das Gewandhaus- und Theaterorchester in Leipzig berufen wurde. Nach Davidoff's Abgang aus Leipzig wurde K. zum ersten Violoncellisten im Orchester und zum Lehrer seines Instrumentes am Conservatorium ernannt. Im J. 1864 folgte er einer Berufung in die königl. Kapelle zu Stuttgart. Dort wirkt er, zum königl. Kammervirtuosen ernannt, seit einigen Jahren auch als Lehrer am Conservatorium und als Violoncellist des ständigen Streichquartetts, welches der Concertmeister Singer anführt.
9Krummbhorn, Kaspar, tüchtiger praktischer und theoretischer Musiker und Componist, geboren am 28. Octbr. 1542 zu Liegnitz, verlor im dritten Lebensjahre durch die Blattern das Augenlicht. Sein Bruder, welcher Pfarrer zu Waldau war, schickte ihn zu dem damals berühmten Tonkünstler Knöbel in Goldberg, der K. auf der Flöte, Violine, im Clavierspiel und in der Composition unterrichtete. Der Virtuosenruf des blinden Stimmler (so hiess K. allgemein nach seinem Stiefvater) drang bald weithin und auch bis zum Kurfürsten August von Sachsen in Dresden, der ihn kommen liess, mit Bewunderung und Theilnahme hörte und am Hofe behalten wollte. K. lehnte jedoch dies Anerbieten ab und kehrte in seine Heimat zurück, die er, von einigen Kunstreisen abgesehen, nicht wieder verlassen hat. Er ertheilte Unterricht und wurde in seinem 24. Jahre als Organist an der Peter-Paulkirche in Liegnitz angestellt. In dieser Stellung starb er, als Künstler und Mensch hochgeachtet, am 11. Juni 1621. Er hat auch mancherlei componirt, was sehr freundlich aufgenommen wurde, aber im Laufe der Zeit verloren gegangen ist. — Sein Zeitgenosse und Landsmann war der berühmte Hoforganist des Herzogs Georg Rudolph von Liegnitz, Tobias K., geboren 1586 zu Liegnitz, der viele glänzende Concertreisen durch Böhmen, Mähren und Ungarn, sodann

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