Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 178

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1durch Norddeutschland und die Niederlande gemacht hat und nach langwieriger Krankheit am 14. April 1617 zu Liegnitz gestorben ist.
3Krumlowsky, Johann, berühmter Virtuose auf der Viole d’amour, zu Anfang des 18. Jahrhunderts in Böhmen geboren, lebte lange in Prag, war aber hierauf noch längere Zeit am kurfürstl. Hofe in Dresden angestellt. Nach Böhmen endlich zurückgekehrt, starb er im J. 1786. Seine Compositionen für die Viole d’amour sind nicht im Druck erschienen.
5Krummbogen nennt man beim Horn und bei der Trompete die Einsetzstücke, deren sich die Bläser bedienen, um mittels derselben aus anderen Tonarten blasen zu können.
7Krummhorn (ital.: Cormorne, corrumpirt Cromorne, auch Cornomuto, d. i. Stillhorn, und Cornomuto storto oder torto, d. i. gebogenes Stillhorn, genannt) hiess ein veraltetes Blasinstrument von Holz, dessen unterer Theil nach aussen in einen halben Zirkel gekrümmt war. Oben auf dem nicht oder doch weniger gebogenen Rohrtheile waren sechs Tonlöcher und unterwärts eines für den Daumen angebracht; auf dem gebogenen Theile unten hatte es nur zwei Tonlöcher, die man auch mittelst Klappen bedecken konnte, sobald um einige Töne tiefer geblasen werden sollte. Gleichwohl erreichte dieses Instrument nur den Tonumfang einer Duodecime. Angeblasen wurde dasselbe vermittelst eines Rohres, das von einer hohlen Kapsel mit einem Mundloch bedeckt war, so dass die Luft nicht direkt in das Rohr selbst, sondern durch das Mundloch in diese Kapsel geführt wurde, wo sie dann das freistehende Rohr in Schwingung brachte. Der Ton hatte in Folge dessen mehr Aehnlichkeit mit demjenigen des heutigen Fagotts, als mit dem der Clarinette, wie man mitunter annimmt. Wie von allen älteren Hauptinstrumenten, als Bombard oder Pommer u. s. w., baute man vier Gattungen von K.ern von verschiedenen Dimensionen und dadurch herbeigeführten verschiedenen Tonlagen. Die grösste derselben bewegte sich in dem Umfange von C bis g, die zweite kleinere von c bis g¹, die dritte von g bis a¹ und die vierte kleinste von c¹ bis d². Aus der Gestalt dieses Tonwerkzeugs, dass es oben am Mundstück eng war und, sich nach und nach in der Röhre conisch erweiternd, in einen weiten Schalltrichter auslief, hat man vielfach geschlossen, dass das K. auf den Bau der Clarinette geführt habe; mit besseren Gründen könnte man jedoch das Fagott auf ersteres zurückführen. Offenbar ist es jedoch der Vorläufer von unseren Posaunen, die schon bei den Hebräern genau dieselbe Form hatten und auch Krummhörner hiessen (s. Hebräische Musik). — Den Namen K. führen auch zuweilen Bassethorn und Zinke, vor allem aber eine Zungenstimme der Orgel von sehr sanftem Tone, ähnlich dem jenes alten Blasinstrumentes. Sie ward ursprünglich nur zu 2,5 Meter verfertigt; man findet sie aber auch zu 1,25 Meter und dann heisst sie Klein-K. (oder Brummhorn). Sehr selten ist sie noch kleiner und ganz vereinzelt zu 5 Meter gebaut. In das Pedal gestellt heisst die Stimme zu 2,5 Meter Krummhornbass, die zu 5 Meter Gross- und zu 1,25 Meter Klein-Krummhornbass.
9Krummhornbass, s. Krummhorn.
11Krumpholz, Johann Baptist, berühmter Harfenvirtuose und guter Componist für sein Instrument, geboren um 1745 zu Slonitz in Böhmen, war seit 1766 drei Jahre lang Mitglied der Kapelle des Fürsten Esterhazy, wodurch er mit Jos. Haydn in engen und belehrenden Verkehr kam. Anfangs der 1770er Jahre begab er sich, in Deutschland bereits hochgeschätzt, nach Paris und fand daselbst als Virtuose, Componist und Lehrer eine glänzende Aufnahme. In Verbindung mit Nadermann bewerkstelligte er jene Verbesserungen an der Harfe, von denen er selbst in den Vorreden zu seinen 14. und 15. Werke Rechenschaft giebt. Durch die offenkundige Untreue seiner Gattin tief gekränkt, machte er im J. 1790 seinem Leben in den Fluthen der Seine ein Ende. Seine einst werth gehaltenen Compositionen bestehen in sechs Concerten, sehr vielen Sonaten mit Violinbegleitung (gegen 34), Präludien, Va-

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