Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 180

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

12 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 174. See the scan on archive.org.

1seine wissenschaftliche und musikalische Bildung im Jesuitencollegium zu Königigrätz, später im Ordensseminar zu Gitschin, wo er zugleich als Organist fungirte. Als Student in Prag wurde er Compositionsschüler des berühmten Segert, nach dessen Tode man ihn den zweiten Segert nannte. An der St. Heinrichs-, dann an der Strahover Stiftskirche wurde er als Organist angestellt und führte von 1791 bis 1800 zugleich die Orchesterdirektion der Prager Oper, in welcher Stellung er sich auch als Virtuose auf dem Clavier, der Mandoline und der Harmonica bekannt machte. Im J. 1815 war er noch am Leben. Componirt, aber nicht herausgegeben hat er Kirchen- und Orgelstücke verschiedenster Art, dann aber auch Opernstücke, Ballette und brillante Kammermusiksachen. Seine Clavierauszüge der Mozart'schen Opern waren mit die ersten und besten in ihrer Art.
3Kuchelmeister, Johann, einer der vorzüglichsten Orgelvirtuosen und der verdienstvollsten Lehrer seines Instruments für ganz Schlesien, war 1743 in Leobschütz geboren, seit 1760 Organist an der katholischen Kirche daselbst und starb am 6. Febr. 1814. Die meisten der namhaften und geschickten Organisten des Landes sind aus seiner Schule hervorgegangen.
5Kuczera, Georg, geschickter Kirchentonsetzer, war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Direktor der Albertschule zu Podskal in Böhmen und starb am 21. Mai 1757. Von seinen im Manuscript erhalten gebliebenen Compositionen galt ein »Salve regina« als eine Meisterarbeit.
7Kudelski, Karl Matthias, vortrefflicher deutscher Violinist und rühmlich bekannter Instrumentalcomponist, geboren am 17. Novbr. 1805 zu Berlin, studirte sein Instrument bei Ed. Ritz, später bei Lafont, Composition bei Urban. Hierauf war er mehrere Jahre hindurch Orchestermitglied des Königsstädtischen Theaters an der ersten Violine, bis er 1830 Quartettist in Dorpat und 1839 Kapellmeister eines russischen Fürsten wurde. Von 1841 an wirkte er als Concertmeister und Dirigent am kaiserl. Theater in Moskau und erwarb sich durch zehnjährigen Dienst Pensionsansprüche. Im Besitz des Ruhegehaltes siedelte er nach Hamburg über, wo er seitdem und bis in die neueste Zeit hinein als Componist mit Erfolg thätig war. Geschrieben und veröffentlicht hat er Concerte für Violine und für Violoncello, Duette für zwei Violinen und für Violine und Violoncello, Sonaten für diese Instrumente und für Pianoforte, Claviertrios u. s. w., sowie das Lehrbuch »Kurzgefasste Harmonielehre zum Selbstunterrichte, nebst Leitfaden zum strengen Satze, doppelten Contrapunkte zur Fuge und zum Kanon« (Hamburg, 1865).
9Kudoffsky, einer der ausgezeichnetsten deutschen Fagottvirtuosen der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, war aus dem Magdeburg'schen gebürtig und gehörte um 1730 der Kapelle des Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg zu Berlin an.
11Küchenmeister, Hermine, geborene Rudersdorf, vortreffliche deutsche Sängerin, geboren am 12. Decbr. 1822 zu Ivanowsky in Russland, war die Tochter eines Concertmeisters, der, als dieselbe drei Jahre alt war, Anstellung in Hamburg erhielt. Dort erregte ihre schöne Stimme frühzeitig Aufsehen und erhielt durch Marianne Sessi die Grundlagen einer künstlerischen Ausbildung, welche Studien sie bei Banderali und Bordogni vollendete. Nachdem sie in England und Deutschland unter grossem Beifall in Concerten sich hatte hören lassen, debutirte sie 1841 an der Hofbühne zu Karlsruhe und wurde noch in demselben Jahre für das Stadttheater in Frankfurt a. M. gewonnen. Dort verheirathete sie sich 1844 mit dem Lehrer der Mathematik, Dr. Küchenmeister, als dessen Gattin sie anfänglich der Bühne entsagte, bis sie, dem Drängen ihrer Eltern nachgebend, wieder Gastspiele annahm und sich, aus Mannheim kommend, 1846 in Breslau für erste Gesangparthien engagiren liess. Ihre Hauptrollen waren damals Agathe, Rezia, Isabella, Valentine, Antonina in »Belisar« und Elvira in den »Puritanern«. Von hier kam sie 1852 an das Friedrich-Wilhelmstädtische Theater in Berlin, dem sie bis 1854 angehörte,

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.