Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1Im J. 1765 begann K. Clavierspiel zu treiben und, nachdem er mit Kirnberger in freundschaftliche Verhältnisse getreten war, auch Harmonie und Contrapunkt zu studiren. Er wurde 1788 Cantor und Musikdirektor an der Dreifaltigkeitskirche in Berlin, behielt aber die Direktion seines Schulsingechors bei und starb am 13. Octbr. 1805. Er hat mehrere Cantaten, z. B. »Das Weltgericht«, und Choralvorspiele componirt und zum Theil auch drucken lassen. Sein Hauptwerk ist aber jenes in seiner Anordnung musterhaft zu nennende Choralbuch, welches den Titel führt: »Vierstimmige alte und neue Choralgesänge, mit Provincial-Abweichungen« (2 Thle., Berlin, 1786 und 1790). Die darin vor kommenden neuen Melodien sind, ausser von ihm selbst, von Phil. Em. Bach, Quantz, Gattermaun, Doles, Harsow, Hiller, Levit, Rex, Kolbe, Boletz und Rötscher componirt. Einige neuere vierstimmige Choralgesänge seiner Composition, die als Nachtrag anzusehen, sind 1796 herausgekommen. Eine ähnliche, rationelle Anordnung, wie sein Choralbuch, weisen seine gesammelten »Choralvorspiele für die Orgel und das Clavier« (Berlin, 1791) auf, die theils von ihm selbst, theils von H. Leo Hassler, Kirnberger, Schale, Vierling, Phil. Em. Bach, Harsow, Gattermann und Oley gesetzt sind. — Sein Sohn und Schüler, Johann Friedrich Wilhelm K., geboren am 29. Juni 1780 in Berlin, war seit 1814 als Organist an der Dreifaltigkeitskirche daselbst angestellt und starb am 1. Jan. 1848. Er war ein tüchtiger Orgelspieler und erfahrener Musikschriftsteller, wie viele Aufsätze von ihm in der Berliner und Leipziger allgemeinen musikalischen Zeitung darthun. In denselben ist er wiederholt als eifriger Verfechter der Orgel-Mixturen aufgetreten. Das Choralbuch seines Vaters hat er in vier Auflagen (Berlin, 1817, 1818, 1823 und 1825) erneuert und vielfach verbessert.
3Kühne, Jeremias Nicolaus, gewandter theoretischer und praktischer Tonkünstler, geboren am 1. Mai 1807 zu Erfurt, lernte schon früh bei seinem Vater Flöte blasen, fing in seinem 12. Jahre Violin- und in seinem 14., als Gymnasiast, Clavierspiel an, letzteres bei Gebhardi, der auch sein Generalbasslehrer wurde. Sechszehn Jahre alt, trat er in das Lehrerseminar, wo er den Musikunterricht des Organisten M. G. Fischer genoss. Alsbald nach absolviertem Seminarcurus erhielt K. die Stelle eines Organisten an der St. Andreaskirche und wurde 1827 zugleich als Lehrer an der Predigerschule angestellt. Aber schon ein Jahr später ging er als Cantor und Organist nach dem Dorfe Gebesen ab und wirkte zuletzt als Musikdirektor zu Corbach im Waldeck’schen. In der Zeit bis 1841 sind von ihm Kirchenstücke, Orgel-, Clavier- und Violinsachen, Tänze u. s. w., auch ein- und mehrstimmige Lieder und Gesänge heraus gekommen. Auch betheiligte er sich durch Compositionen an dem von G. W. Körner in Erfurt herausgegebenen »Orgelfreund«.
5Kühnel, Ambrosius, tüchtiger praktischer Musiker und fleissiger Musikverleger, geboren 1770, war bis 1800 Organist an der kurfürstl. Hofkapelle in Leipzig und errichtete in demselben Jahre nebst dem Kapellmeister F. A. Hoffmeister (s. d.) aus Wien das noch jetzt bestehende »Bureau de musique«, dem er nach Hoffmeister’s Austritt im J. 1805 bis an seinen Tod, am 11. Aug. 1813, allein vorstand. Er gab u. A. die ersten correcten Ausgaben von J. S. Bach’s Werken für Orgel und Clavier, Haydn’s Streichquartette, Mozart’s Quartette und Quintette, sowie Claviersachen, Originalcompositionen von Beethoven, Cherubini, Clementi, Haydn, Romberg, Spohr, Spontini u. s. w. und eine grosse Reihe gediegener Lehrbücher und Schulen, besonders diejenigen des Pariser Conservatoriums, heraus. Auch das »Neue Lexicon der Tonkünstler« von E. L. Gerber (1813), dessen Verlagskosten mehrere grosse Buchhandlungen zu bestreiten sich scheuten, hat er im echten Kunstsinne verlegt. Nach seinem Tode führte seine Wittwe einige Monate lang das blühende Geschäft fort, bis es 1814 durch Kauf in die Hände von C. F. Peters und von diesem 1828 an C. G. S. Böhme überging, der es bis zu seinem am 20. Juli 1855 zu Connewitz bei Leipzig im 71. Jahre erfolgten Ableben unter der seitdem per-

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