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Scan 186
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876
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1manent gebliebenen Firma »Bureau de musique von C. F. Peters«, getreu der alten trefflichen Tradition, fortführte und durch gute Verlagserwerbungen wesentlich bereicherte. Gemäss seinem Testamente fiel die Handlung an die Stadt Leipzig, welche dieselbe zu Gunsten humaner städtischer Zwecke weiterbestehen lassen sollte. Ein Fünfer-Comité, darunter die Gattin Böhme’s, übernahm hierauf die Geschäftsleitung, bis im J. 1862 Dr. Abraham in Verbindung mit dem Musikalienhändler Jul. Friedländer in Berlin die Handlung durch Kauf an sich brachte und ihr noch gegenwärtig vorsteht. Durch ihre grossartigen Ausgaben der classischen und modernen Werke der Musikliteratur zu bis dahin noch nicht dagewesenen wohlfeilen Preisen hat sich das »Bureau de musique von C. F. Peters« unter der jetzigen Leitung einen Weltruf erworben, und ihre Verlagswerke circuliren auf der ganzen Erde, wo man musicirt. — Um auf den Begründer der berühmten Firma, K., zurückzukommen, so ist noch zu erwähnen, dass er ein gründlicher, einsichtsvoller Tonkünstler war, der alle gangbaren Instrumente, besonders Orgel und Fortepiano, verstand und als Violoncellist im Quartett hochgeschätzt gewesen ist.
3Kühnel, August, deutscher Componist und Dirigent, geboren am 3. Aug. 1645 zu Delmenhorst, war ein Compositionsschüler des berühmten Steffani und von 1695 bis 1700 Kapellmeister zu Kassel. Um diese Zeit scheint er auch gestorben zu sein. Von seinen Compositionen, welche dem Museum in Kassel verblieben, sind als veröffentlicht nur bekannt geblieben: »Sonaten oder Partien für eine und zwei Violdagamben nebst dem Generalbasse« (Kassel, 1698).
5Kühnel, Johann Michael, deutscher Lauten- und Gambenvirtuose, vielleicht ein Sohn des Vorigen, war anfangs am preussischen Hofe zu Berlin, hierauf 1717 zu Weimar, wo er zugleich den Titel eines Hofsekretärs erhielt, und endlich bei dem Feldmarschall Flemming in Dresden angestellt. Von hier wendete er sich nach Hamburg, wo er gestorben zu sein scheint. Von seiner Composition sind um 1730 in Amsterdam erschienen: »Sonates à 1 et 2 Violes de gambe«.
7Kühner, Johann Wilhelm, deutscher Flötenvirtuose und Tanzcomponist, geboren am 17. Novbr. 1812 zu Stuttgart, wurde, da sein Vater in dürftigen Umständen schon früh starb, von seinem siebenten Jahre an von seinem Oheim, dem Regiments-Kapellmeister Beck, erzogen. Bei diesem lernte er alle Blasinstrumente und trat, 14 Jahre alt, als Flötist in dessen Brigade-Musikcorps. Von 1833 bis 1837 beurlaubt, um höhere Musikstudien machen zu können, arbeitete er zuerst unter Lindpaintner’s Leitung mit grossem Fleisse und ging dann nach Wien, wo er bei Seyfried im Tonsatz thätig war. Nachdem er einige Zeit wieder als Brigademusiker in seiner früheren Stellung gedient hatte, wurde er Kapellmeister der ersten Infanterie-Brigade in Stuttgart. Von seinen zahlreichen Compositionen ist nur Weniges im Druck erschienen; jedoch ist ein in Stuttgart gern gesehenes und gehört Ballet »Majah« rühmlichst bekannt, nicht minder seine Arbeiten und Arrangements für Militärmusik. Sonst hat er noch viele Tänze und Märsche, grössere und kleinere Vocalsachen, Solostücke für verschiedene Instrumente, sogar auch Sinfonien und Ouverturen geschrieben.
9Kühnhauser, deutscher Kirchencomponist, war um 1719 Cantor zu Celle und setzte u. A. ein Oratorium, betitelt: »Passio Jesu Christi secundum Matthaeum«, in Musik.
11Kühnheit bezeichnet in der Terminologie der Aesthetik eine bestimmte Eigenschaft der Schönheit der Form in der Darstellung und zwar diejenige, welche sich als eine zwar gewagte, aber glücklich geniale Wahl und Verbindung einzelner Elemente zu einem gelungenen Ganzen kennzeichnet.
13Kühnsius, B., nicht Kühsius, Cantor und Organist zu Berlin um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts, verfasste gemeinschaftlich mit seinem Collegen W. G. Hakius eine musikalische Dissertation, betitelt: »De admirandis
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