Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1Spiel zeichnet sich durch Feuer und grosse Fertigkeit aus. — 3) Rudolph K., geboren am 2. März 1832 zu Nördlingen, genoss den Unterricht seines Vaters im Clavier- und Orgelspiel, sowie denjenigen des Musikdirektors Blumenröder in der Harmonielehre und im Contrapunkt. Mit achtzehn Jahren kam er nach St. Petersburg in das Haus des Barons von Vietinghoff. Als sehr geschätzter Pianofortelehrer wirkt er noch gegenwärtig in der russischen Hauptstadt. Wie als fertiger Pianist, so erhebt er sich auch als geschickter Componist zu höherer Bedeutung unter den Fachgenossen. Im Druck sind von seinen Arbeiten Sonaten, ein Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello, viele Salonstücke u. s. w. erschienen.
3Künstelei, Künsteln ist der dem Natürlichen entgegengesetzte Fehler des Styls, der zu grosse Kunst geflissentlich in Anwendung bringt oder ersichtlich das Bestreben hervorblicken lässt, Kunst aufzubieten an Stellen, wo solcher Aufwand zwecklos erscheint. K. ist daher erzwungene oder gesuchte Kunst.
5Künstliche Intervalle im Gegensatz zu den natürlichen sind so viel als leiterfremde im Gegensatz zu den leitereigenen.
7Küntzel, Lorenz, geschickter deutscher Bogeninstrumentenmacher, geboren 1790 zu Hof, errichtete 1815 eine Kunstwerkstätte in Breslau, aus der vortreffliche Geigeninstrumente hervorgingen, die als den Cremonesern ähnlich erachtet wurden. Besonders erregte ein von ihm hergestelltes Streichquartett-Ensemble weithin grosses Aufsehen. K. starb im J. 1858 in Berlin.
9Kürenberg, Der von, einer der ältesten deutschen Minnesinger, von dem unbekannt ist, wo und wann er lebte; jedoch ist die Vermuthung nicht unwahrscheinlich, dass er aus der alten Burg Kürenberg bei Kinzingen im Breisgau stammte, wie sich auch aus Sprache und Form der wenigen bis auf uns gekommenen Lieder von ihm der Schluss ziehen lässt, dass er jedenfalls in Süddeutschland heimisch war, und dass er gegen die Mitte des 12. Jahrhunderts gelebt haben mag. Als älteste Denkmäler des Minnesangs zeigen sie noch so festes Anschmiegen an volksthümliche Form und Anschauungsweise, dass man K. kaum zu den ritterlichen Sängern zählen dürfte, wenn er nicht so entschieden von Rittern und adlichen Damen handelte, von denen die Volksdichter damals keine Notiz nahmen. Für das Alter der seinen Namen tragenden Dichtungen spricht auch der Umstand, dass sie sich meist mit blossen Assonanzen begnügen, und dass der Reim noch unentwickelt ist. Im Uebrigen erinnern sie an die kleinen vierzeiligen Liedchen der Tyroler, mit denen sie das ächt poetische Verdienst gemein haben, dass trotz des kleinen Rahmens die Charaktere und Situationen doch kräftig und sicher hervortreten, ein Verdienst, das um so mehr anzuerkennen ist, als es sich in den späteren Minneliedern nur selten kund gibt.
11Kürzinger, Ignaz Franz Xaver, tüchtiger deutscher Componist und Dirigent, war seit etwa 1750 fürstl. Kapellmeister zu Mergentheim in Franken und veröffentlichte von seinen Arbeiten acht sechsstimmige Sinfonien (1758) und ein Lehrbuch für Gesang und Violine mit kurzen Uebungsstücken, betitelt: »Getreuer Unterricht zum Singen mit Manieren, und die Violin zu spielen« (Augsburg, 1763). — Sein Sohn, Paul K., geboren um 1760 in Würzburg, wurde schon früh musikalisch, besonders im Violinspiel, unterrichtet, musste aber gegen seinen Willen die Rechte studiren. Nicht ohne Mühe setzte er es durch, der Jurisprudenz endlich den Rücken kehren zu dürfen, und erhielt Anstellung als Violinist in der kurfürstl. Kapelle in München. Dort componirte er u. A. die Operette »Die Gräfin«, welche öfter mit grossem Beifall aufgeführt wurde. Später war er wieder in Würzburg, wo Neid und Ränkesucht aber verhinderten, dass er festen Fuss fassen konnte, weshalb er nach Regensburg ging und auch alsbald als Hofmusiker angestellt wurde. Des ihm daselbst gewordenen Auftrags, die Festmusik zu Ehren der Anwesenheit des Kaisers Joseph II. zu componiren, entledigte er sich in so ehrenvoller Art, dass ihn der Kaiser einlud, nach Wien zu kommen und ihm das musikalische

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