Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 237

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1Lalo, Edouard, hervorragender französischer Violinist und Componist, erhielt seine musikalische Ausbildung am Conservatoire zu Lille und kam um 1858 nach Paris, wo er in das Armingaud’sche Streichquartett als Bratschist eintrat. Seit 1860 hat er sich vorwiegend der Instrumentalcomposition gewidmet und besonders durch ein Violinconcert und durch eine fünfsätzige Symphonie espagnolle für Violine sowohl in Bezug auf geistvolle Behandlung des Soloinstruments wie des Orchesters ausgezeichnet. Mit seiner Oper »Fiesco« hat er bei einer vom Lyrischen Theater 1867 veranstalteten Preisebewerbung den dritten Preis erhalten. Genauere biographische Notizen über ihn zu bringen, bleibt der Zukunft vorbehalten, da er selbst dieselben zu geben beharrlich ablehnt.
3Lalouette, Jean François, französischer Componist, geboren 1651 zu Paris, empfing seine musikalische Ausbildung in der Maitrise St. Eustache und hatte noch Violinunterricht bei Guy-Leclerc. Lully, sein Compositionslehrer, zog ihn als Violinisten in das Orchester der Grossen Oper und stellte ihn später als Orchesterchef daselbst an. Als sich L., der in den Lully’schen Opernpartituren Ausfüllungen zu machen und einzelne Recitative zu setzen hatte, einst rühmte, auch einige der schönsten Arien seien von ihm componirt, nahm ihm sein Lehrer das Geschäft der Herstellung von Ergänzungen ab und übertrug es Colasse. Später wurde L. Musikmeister an der Kirche Notre-dame zu Versailles und starb als solcher am 1. Septbr. 1728. Er hat mehrere Ballets und Intermezzi für die Pariser Grosse Oper componirt; erschienen sind von seinen Compositionen einige Bücher Motetten.
5La Manière, Exupère de, französischer Harfenvirtuose und Componist für sein Instrument, lebte gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Paris und hat in der Zeit von 1785 bis 1787 sieben Sammlungen für Harfe, bestehend aus Präludien, Variationen und anderen Stücken, veröffentlicht. In denselben sind auch Romanzen und Chansons seiner Composition mit Harfenbegleitung enthalten.
7La Mara, pseudonym für Marie Lipsius, gewandte musikalisch-belletristische Schriftstellerin in Leipzig, hat sich seit 1868 durch ein leichtes, anmuthiges Erzählungstalent vortheilhaft bekannt gemacht. In Folge dessen haben ihre »Musikalischen Studienköpfe« (3 Bde., Leipzig, 1868 bis 1875) und ihre biographische Skizze Ludwig van Beethoven’s (2. Aufl., Leipzig, 1874) in Dilettantenkreisen eine überaus freundliche Aufnahme gefunden. Ausserdem veröffentlichte sie: »Musikalische Gedanken-Polyphonie, Aussprüche berühmter Tonsetzer über ihre Kunst« (Leipzig, 1874).
9Lamarche, Jean Baptiste, musikverständiger französischer Arzt, geboren 1779 zu Paris, wirkte in seiner Vaterstadt und ist hier als Verfasser der Schrift »Essai sur la musique, considérée dans ses rapports avec la médecine« (Paris, 1807) zu erwähnen.
11Lamarck, Jean Baptiste Antoine Pierre Monet de, ausgezeichneter französischer Naturforscher und Akustiker, geboren aus einer adlichen Familie zu Bazentin in der Picardie am 1. Aug. 1744 und gestorben am 20. Decbr. 1829 zu Paris, hat unter zahlreichen Werken über Chemie, Physik, Botanik, Zoologie u. s. w. auch ein »Mémoire sur la matière du son« (Paris, 1799) verfasst.
13Lamare, Jacques Michel Hurel de, berühmter französischer Violoncellovirtuose, geboren am 1. Mai 1772, war das siebente Kind unbemittelter Eltern, die ihn in seinem siebenten Jahre unter die Musikpagen des Königs aufnehmen liessen, als welcher er eine gute musikalische und literarische Erziehung erhielt. Mit 15 Jahren empfing er Duport’s Violoncellounterricht, bis die Revolution ausbrach, die ihn in das Vaterhaus zurückbrachte. Unablässig sich übend, zugleich aber auch auf die Existenz der Seinigen bedacht, trat er 1794 in das Orchester des Theaters Feydeau, dem er bis 1800 angehörte und in dessen berühmten Concerten er sich mit Ehren seine Rittersporen als Violoncellist erwarb, so dass er zum Professor seines Instruments am Conservatorium ernannt wurde. Dies Amt gab er aber bald auf, um 1801

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